Wegweisende Erfindungen in der Kraftwerkstechnik

Grosskraftwerk Mannheim AG
Marguerrestraße 1 • 68199 Mannheim
Tel.: 0621 / 8 68-0 • Fax: 0621 / 8 68-44 10

www.gkm.de • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Grosskraftwerk Mannheim Aktiengesellschaft (GKM) betreibt in Mannheim-Neckarau eines der größten und modernsten Steinkohlekraftwerke Deutschlands. Das Kraftwerk produziert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung zugleich Strom und Wärme für 1,5 Millionen Menschen, Gewerbe & Industrie sowie Fernwärme für rund 120.000 Haushalte in der Metropolregion Rhein-Neckar. Dazu produziert das GKM rund 10 Prozent des Strombedarfs der Deutschen Bahn AG. Im Rahmen der Modernisierung geht 2015 Block 9 der GKM AK in Betrieb. Im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Engagements des GKM steht die regionale Förderung von Bildung, Sport, Kultur & sozialen Einrichtungen. Neben spannenden Einblicken in die Technik und Geschichte des GKM können an den Offenen Samstagen des GKM-Infocenter Block 8 und Block 9 besichtigt werden. © Foto: GKM Mannheim • STADTPUNKT Grosskraftwerk Mannheim AG

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Wegweisende Erfindungen in der Kraftwerkstechnik

Grosskraftwerk Mannheim AG
Marguerrestraße 1 • 68199 Mannheim
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Die Grosskraftwerk Mannheim Aktiengesellschaft (GKM) betreibt in Mannheim-Neckarau eines der größten und modernsten Steinkohlekraftwerke Deutschlands. Das Kraftwerk produziert nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung zugleich Strom und Wärme für 1,5 Millionen Menschen, Gewerbe & Industrie sowie Fernwärme für rund 120.000 Haushalte in der Metropolregion Rhein-Neckar. Dazu produziert das GKM rund 10 Prozent des Strombedarfs der Deutschen Bahn AG. Im Rahmen der Modernisierung geht 2015 Block 9 der GKM AK in Betrieb. Im Mittelpunkt des gesellschaftlichen Engagements des GKM steht die regionale Förderung von Bildung, Sport, Kultur & sozialen Einrichtungen. Neben spannenden Einblicken in die Technik und Geschichte des GKM können an den Offenen Samstagen des GKM-Infocenter Block 8 und Block 9 besichtigt werden. © Foto: GKM Mannheim • STADTPUNKT Grosskraftwerk Mannheim AG

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Grosskraftwerk Mannheim AG

Energie für Mannheim & die Region

Die Energieausbeute des eingesetzten Brennstoffs beträgt gerade einmal 17 Prozent: Um eine Kilowattstunde Strom zu erzeugen, müssen 700 Gramm Kohle eingesetzt werden - zu viel, um auf dem steigenden Wettbewerb der Stromanbieter auf Dauer zu bestehen. Nach reiflicher Überlegung wagt Kraftwerksleiter Dr. Marguerre einen kühnen Schritt: Gegen viele Widerstände und trotz fehlender Werkstoffe entscheidet er sich für die Hochdruck-Einspeisung und baut im Grosskraftwerk Mannheim Ende der 1920er Jahre die erste „100-Atmosphären-Anlage” Europas, die den Brennstoffverbrauch und damit die Kosten erheblich senkt.


 
Grosskraftwerk Mannheim AG, Panoramaaufnahme 2011 © Timm Hauke/Qualitätslotse Rhein-Neckar

Im November 1921 beginnen in Mannheim-Neckarau die Bauarbeiten für die Grosskraftwerk Mannheim AG. Das neue Steinkohlekraftwerk hat einen idealen Standort - nahe der Stadt Mannheim und direkt am Rhein, der die Kohleanlieferung mit dem Schiff ermöglicht und das notwendige Kühlwasser liefert. Gründungsdirektor und Leiter des Unternehmens ist der Ingenieur und Erfinder Dr. Karl Friedrich „Fritz” Marguerre (1878-1964). Nach einer Bauzeit von knapp zwei Jahren beginnt 1923 in Werk 1, dem so genannten „Marguerre-Werk”, die Stromproduktion.

Das Bunkerkraftwerk
Um die Stromversorgung der Mannheimer Bevölkerung und der kriegswichtigen Fabriken während des II. Weltkriegs vor Luftangriffen zu schützen, entscheidet sich die Unternehmensführung für den Bau einer kompletten unterirdischen Anlage. Das Kraftwerk wird in einem Betonbunker errichtet, der nur wenige Meter aus der Erde ragt - zur Tarnung wird Steinkohle über den Bunkerbau geschüttet. Nach dem Krieg wird das Werk demontiert und geht als Reparationsleistung nach Frankreich. Die erneute Montage scheitert allerdings, so dass Werk „Fritz” nie mehr in Betrieb geht.


GKM Block 8, Blick nach Mannheim © GKM Mannheim

Anfänge & Entwicklung des GKM

Um den wachsenden Strombedarf zu decken, gründen 1921 die Stadt Mannheim, die Pfalzwerke AG, die Badische Landeselektrizitätsversorgung AG und die Neckar AG eine gemeinsame Aktiengesellschaft zur Errichtung eines Großkraftwerkes in Mannheim. Dieses Großkraftwerk geht im Jahr 1923 in Betrieb. Das Kraftwerk verfügt bereits über die elektrische Leistung von 37,5 Megawatt.

Gründungsdirektor und bis 1952 Vorstandsvorsitzender ist Ingenieur Fritz Marguerre, der sich 1928 durch den Bau der ersten Hochdruckdampfanlage Europas einen Namen macht. Seither spielt das GKM eine Pionierrolle in der Entwicklung der Kraftwerkstechnik. 

Während des 2. Weltkriegs entsteht das Werk „Fritz”, ein unterirdisches, gegen Luftangriffe geschütztes Bunkerkraftwerk. 1954 wird im neuen Werk II der Block 1 zusammen mit zwei Bahnstromgeneratoren in Betrieb genommen. 1959 wird Wärme aus dem GKM erstmals für die Mannheimer Stadtheizung genutzt. Heute (Stand: 2015) ist das Mannheimer Fernwärmenetz eines der größten Europas.

Auf den steigenden Energiebedarf reagiert das Unternehmen in den folgenden Jahrzehnten mit der Erweiterung seiner Anlagen: 1962 und 1966 gehen Block 2 und 3 ans Netz, 1970 folgt Block 4. 1973 und 1975 nehmen die Öl-/Erdgasblöcke 5 und 6 den Betrieb auf, die Blöcke 7 und 8 folgen 1983 bzw. 1993. Der Bau des neuen Steinkohleblocks 9 beginnt im Jahr 2009.

Energie langfristig bereitstellen - Block 9

Strom für die Schiene
Die Instandsetzungsarbeiten nach Ende des Krieges laufen auf Hochtouren. Mitte der 1950er Jahre geht im neuen Werk 2 der Block 1 in Betrieb - der mit dem weltweit höchsten Wirkungsgrad von 38,2 Prozent einen neuen Maßstab in der Brennstoffausnutzung setzt:: 320 Gramm Steinkohle reichen nun aus, um eine Kilowattstunde Strom zu erzeugen - die Hälfte dessen, was bei der Gründung des Unternehmens noch Standard war. 


Grosskraftwerk Mannheim bei Nacht © GKM AG Mannheim

In diese Jahre fällt auch der Beginn der Partnerschaft zwischen dem Kraftwerk und der Deutschen Bahn. Mit der von Kraftwerksdirektor Karl Friedrich Marguerre entwickelten „Voith-Marguerre-Kupplung” wurde es möglich, den vom Kraftwerk erzeugten Strom in Strom für das Bahnnetz umzuwandeln und einzuspeisen. Heute produziert das GKM etwa 10% des deutschen Bahnstroms und ist damit einer der wichtigsten Stromproduzenten für den Schienenverkehr.

Mit Block 9 in die Zukunft
Um den ständig wachsenden Energiebedarf zu decken, wird das GKM zwischen den 1950er Jahren bis 2010 kontinuierlich ausgebaut. Mit einem Wirkungsgrad von 41 Prozent geht 1965 Block 3 ans Netz, die Blöcke 5 und 6 aus den Jahren 1973 bzw. 1975 sind für schweres Heizöl und Erdgas ausgelegt. Als Folge der Ölpreiskrisen 1973 und 1979 bleibt Steinkohle jedoch erste Wahl. 1983 wird das alte Werk 1 aus der Gründerzeit stillgelegt, als Ersatz nimmt Block 8 den Betrieb auf. 

Im Rahmen der Modernisierung des Kraftwerkparks wird nach knapp 5 Jahren Bauzeit im Jahr 2015 mit Block 9 einer der modernsten und effizientesten Steinkohleblöcke weltweit in Betrieb genommen. Mit einem Wirkungsgrad von über 46%  und einer Brennstoffausnutzung von bis zu 70% setzt die neue Anlage in den Bereichen Effizienz und Wirtschaftlichkeit erneut Maßstäbe.

Die Maßeinheit der Leistung und des Energie- und Wärmestroms trägt den Namen Watt (W), um den englischen Erfinder James Watt (1736-1819) zu ehren. James Watt hatte die Dampfmaschine so entscheidend verbessert, dass sie praktisch angewendet werden konnte. Zur Berechnung des Kaufpreises einer Dampfmaschine verglich er die Zahl der von einer Dampfmaschine eingesparten Arbeitspferde, die zum Abpumpen des Grubenwassers in den Kohlebergwerken eingesetzt wurden. Die Arbeitsleistung der Grubenpferde bezeichnete Watt mit dem Ausdruck horse power, zu deutsch: Pferdestärke (PS).  

Grosskraftwerk Mannheim: Wärmewarte 2-2 © GKM AG Mannheim

Ausführliche Informationen über das Grosskraftwerk Mannheim und zu aktuellen Veranstaltungen finden Sie im Internet unter www.gkm.de

Bildwelten moderner Industriearchitektur

Zu sehen sind unter anderem ungewöhnliche Innenansichten des Kesselgerüstes oder majestätisch-romantische Aufnahmen der Baustelle im Abendlicht. Der Fotograf Heiner Merkel hat den Bau von Block 9 der Grosskraftwerke Mannheim AG seit den Anfängen begleitet und fotografisch festgehalten. Seine Bilder sind faszinierende Zeugnisse des Industriezeitalters - in denen sich Technik mit Ästhetik vereint.

Der Fotograf und Kraftwerkmeister Heiner Merkel hat mit seiner Kamera das Bauprojekt Block 9 begleitet. Seine faszinierenden Aufnahmen waren von November 2011 bis Januar 2012 in einer Sonderausstellung im TECHNOSEUM Mannheim zu sehen. 


© Heiner Merkel

Industriearchitektur aus der Perspektive eines Künstlers
„Ich begeistere mich vor allem für Industrie- und Architekturfotografie”, erklärt der leidenschaftliche Hobby-Fotograf Heiner Merkel. Merkel, von Beruf Kraftwerksmeister, arbeitet seit über zwanzig Jahren bei der Grosskraftwerk Mannheim AG (GKM), schon früh hat er in seiner Freizeit Aufnahmen im GKM gemacht.

© Heiner Merkel

Wenn Heiner Merkel Industriearchitektur fotografiert, strahlen die Gebäude und Anlagen auf seinen Bildern eine eigentümliche Erhabenheit aus - Industrie wirkt geradezu poetisch.

Im Jahr 2009 begann sein Fotoprojekt „Baustelle Block 9”, in dem Heiner Merkel in faszinierenden Aufnahmen den Bau von Block 9 des GKM begleitet und festhält. Beim GKM beschäftigt, konnte er sich in Absprache mit der Baustellenleitung frei auf dem Gelände bewegenn - oder sogar spektakuläre Luftbilder von den Baukränen aus zu machen. 

Seit Baubeginn hat Heiner Merkel weit über 12.000 Aufnahmen gemacht. Die Auswahl der Fotografien, die im TECHNOSEUM zu sehen sind, präsentieren moderne Industriearchitektur aus einem Blickwinkel, der Technik und Ästhetik auf meisterliche Weise vereint.   

Info:
Technik und Ästhetik • Fotoausstellung zum Block 9 der Grosskraftwerk Mannheim AG
17. November 2011 bis zum 29. Januar 2012
TECHNOSEUM Mannheim • Ebene D
Museumstr. 1 • 68165 Mannheim

Ein Portrait des Fotografen finden Sie unter www.hein.de

STADTPUNKT Grosskraftwerk Mannheim AG

STADTPUNKT: Eine Sandsteinstele mit einer Informationstafel erinnert an die Entwicklung des GKM

Sie lassen Mannheimer Geschichte vor Ort lebendig werden - die STADTPUNKTE, die an vielen Häusern und Plätzen Mannheims an bedeutende historische Ereignisse, Persönlichkeiten und Institutionen erinnern.

Eine dieser Institutionen wurde 2015 ebenfalls mit einem STADTPUNKT gewürdigt: Die Grosskraftwerk Mannheim AG (GKM), die seit 1923 für die Stadt Strom erzeugt und mit ihrer markanten Silhouette den Süden Mannheims weithin prägt.

STADTPUNKT Grosskraftwerk Mannheim AG, © Stadtarchiv Mannheim - Institut für Zeitgeschichte

Vor dem Lagergebäude des Energieunternehmens in der Aufeldstrße / Ecke Angelstraße in Neckarau erinnert eine Sandsteinstele mit einer Informationstafel an Anfänge und Entwicklung des GKM. In Wort und Bild festgehalten, wie es 1921 zur Gründung kam, als die Stadt Mannheim, die Pfalzwerke AG und die Neckar AG eine gemeinsame Aktiengesellschaft zur Errichtung eines Großkraftwerkes ins Leben riefen.

Ein historisches Foto zeigt die imposante Anlage, wie sie 1923 in Betrieb ging. Durch die nachfolgenden Ausbauten und Modernisierungen ist sie heute nicht mehr erhalten. Auf einem anderen Foto ist die damalige Belegschaft in stolzer Aufstellung vor dem Werk zu sehen. Ausdrücklich wird die Leistung des langjährigen Vorstandsvorsitzenden und Ehrenbürgers der Stadt Mannheim, Prof. Dr. Fritz Marguerre, gewürdigt. Mit einem Verweis auf das legendäre Werk „Fritz” erinnert die Tafel aber auch an die Geschehnisse des 2. Weltkrieges. Wissenswertes erfährt der Leser zudem über die umfangreichen Erweiterungen der Werksanlagen seit den 1960er Jahren bis in unsere Zeit.

Die Aufstellung des ebenso informativ wie attraktiv gestalteten STANDPUNKTS wurde vom GKM unterstützt und bildet einen weiteren Baustein des Stadtinformationssystemes, das vom Stadtarchiv Mannheim - Institut für Stadtgeschichte realisiert und betreut wird. 

 

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