Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte

Pfaffengasse 18 • 69117 Heidelberg

Öffnungszeiten:
Di. - So. 10.00 - 18.00 Uhr 
(Do. bis 20.00 Uhr)

freier Eintritt • Kostenlose Führungen für Gruppen nach Vereinbarung

Tel.: 06221 / 9107 - 0 • Fax: 06221 / 9107 - 10

www.ebert-gedenkstaette.de • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Die Aufgaben während seiner Amtszeit waren gewaltig: Nach vier Jahren Weltkrieg eine Zivilgesellschaft zu errichten und einen Friedensvertrag akzeptieren, der fast ausnahmslos als ungerecht empfunden wurde. Vor dem Hintergrund der explodierenden Inflation politische Entscheidungen zu treffen und die Entwicklung einer demokratischen Grundeinstellung zwischen linken und rechten Extremisten. Friedrich Ebert (1871-1925) hat als erster Reichspräsident in der deutschen Geschichte die Politik der Weimarer Republik entscheidend bestimmt. Inmitten der Heidelberger Altstadt widmet sich die Friedrich-Ebert-Gedenkstätte seinem Vermächtnis. Herzstück des Hauses ist die Geburtswohnung Friedrich Eberts, eine ständige Ausstellung befasst sich mit seinem Leben und der Geschichte vom Kaiserreich bis zur Weimarer Republik. Zahlreiche Sonderausstellungen, ein Archiv und eine umfassende Bibliothek ergänzen das Angebot.

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„Demokratie braucht Demokraten”

Die beiden Räume am Ende des Ausstellungsdurchgangs widmen sich Friedrich Eberts letzten Lebensjahren. Auch als Repräsentant der Republik hält er eher im Hintergrund und setzt sich bei seinen Auftritten bewusst vom kaiserlichen Prunk ab. Doch Teile der Bevölkerung trauen dem Kaiserreich nach. Rechte ebenso wie linke Gruppierungen wollen die junge Republik stürzen. Sie inszenieren eine schmutzige Verleumdungskampagne gegen den Reichspräsidenten, der für sie den ungeliebten Staat verkörpert - Gerüchte von Bestechlichkeit und persönlicher Bereicherung, von Trunksucht und unsittlichem Lebenswandel machen die Runde, selbst seine Frau Louise wird das Opfer übelster Nachrede.

Die Hetzkampagnen und Diffamierungen treffen Ebert tief - und sind wohl auch eine Mitursache für seinen frühen Tod im Alter von nur 54 Jahren. Friedrich Ebert, wird der sozialdemokratische Politiker Philipp Scheidemann später schreiben, ist an den „Verleumdungen schließlich verblutet”.

Bild links: Ein Blick in die Dauerausstellung im Friedrich-Ebert-Haus Heidelberg „Vom Arbeiterführer zum Reichspräsidenten - Friedrich Ebert (1871-1925)”, © Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte. Bild rechts: Küche der Geburtswohnung Friedrich Eberts, © Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte

Die Dauerausstellung „Vom Arbeiterführer zum Reichspräsidenten - Friedrich Ebert (1871-1925)” in der Heidelberger Friedrich-Ebert-Gedenkstätte zeichnet in zehn Räumen den Weg des sozialdemokratischen Parteiführers an die Spitze der ersten deutschen Demokratie nach, eingebettet in die Geschichte seiner Zeit. Im Haus befinden sich ferner eine öffentliche Bibliothek sowie ein Archiv mit Friedrich Eberts Nachlass - Briefen und einigen Gegenständen aus seinem persönlichen Besitz.

Neben Ausstellungen und Gedenkveranstaltungen laden auch Vorträge und Mittagsgespräche zur weiteren Beschäftigung mit der deutschen Geschichte mit ihren Krisen und Umbrüchen ein. Kostenlose Projekttage sprechen im besonderen Schüler aller Schularten an. 

Friedrich Ebert, gelernter Sattler aus Heidelberg, war früh politisch und gewerkschaftlich in Bremen aktiv. Seit 1905 im Parteivorstand der SPD in Berlin tätig, wurde er 1912 Mitglied des Reichstages und 1916 einer der Vorsitzenden der sozialdemokratischen Reichstagsfraktion. Bereits 1913 war er nach August Bebels Tod zum Parteivorsitzenden der SPD gewählt worden.

Friedrich Ebert © Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte

Friedrich Ebert war ein entschiedener Gegner der „Diktatur des Proletariats” und eines Rätesystems nach russischem Vorbild, befürwortete die parlamentarische Demokratie und setzte Wahlen zur Weimarer Nationalversammlung durch, die ihn am 11. Februar 1919 zum Reichspräsidenten wählte. Ebert verstand Demokratie als Angebot an alle zur Mitarbeit in der neuen Republik, denn für ihn war klar: „Demokratie braucht Demokraten”.

Ebert zielte in seiner Amtszeit auf den politischen und sozialen Ausgleich zwischen Arbeiterschaft und Bürgertum. Seine Ablehnung einer klassenkämpferischen Politik war auch innerhalb der Sozialdemokratie nicht unumstritten. Mit seiner testamentarischen Verfügung, in der er darum bat, auf Grabspenden zu verzichten, um mit dem Geld Arbeiterkindern eine Ausbildung zu ermöglichen, wurde er zum Begründer und Namensgeber der ersten politischen Stiftung in Deutschland.

Eingang der Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg, © Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte

Kurzbiographie Friedrich Ebert

Friedrich Ebert wird 1871 in Heidelberg geboren. Er erlernt den Beruf des Sattlers, wird Arbeitersekretär und 1905 Mitglied des SPD-Parteivorstands, 1913 schließlich Vorsitzender der SPD.

Von 1912 bis 1918 ist Friedrich Ebert Abgeordneter des Reichstages. In der Revolution 1918/19 stellt er als Volksbeauftragter die Weichen für eine parlamentarische Demokratie („Weimarer Republik”). Von 1919 bis 1925 ist Ebert als Reichspräsident das erste demokratische Staatsoberhaupt in der deutschen Geschichte.

Friedrich Ebert stirbt am 28. Februar 1925 aufgrund einer zu spät erfolgten Blinddarmoperation. Er wird auf dem Bergfriedhof in Heidelberg beigesetzt.

Bernd Braun, Walter Mühlhausen (Hrgb.) Vom Arbeiterführer zum Reichspräsidenten. Friedrich Ebert (1871-1925). Katalog zur ständigen Ausstellung in der Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte, Heidelberg 2012, broschiert Preis: € 14,80 ISBN: 978-3-928880-42-8

Ausführliche Informationen zur Politik der Weimarer Republik, der Lebensgeschichte Friedrich Eberts sowie zu den Zielen der gleichnamigen Stiftung finden Sie auf der Internet-Seite der Friedrich-Ebert-Gedenkstätte www.ebert-gedenkstaette.de

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