In einer Jubiläumsausstellung feiern die Mannheimer Adler zusammen mit den Reiss-Engelhorn-Museen 75 Jahre Eishockeysport in Mannheim.

Das Playoff-Spiel der Mannheimer Adler gegen die Frankfurt Lions im Jahr 2007 war eine der packendsten Eishockeypartien der letzten Jahre. In der Ausstellung „75 Jahre Eishockeystadt Mannheim” erweckt eine aufwendige Installation das Spiel, das die Adler in der Verlängerung mit 4:3 gewannen, wieder zum Leben. Bei hrem Eintritt blicken die Ausstellungsbesucher direkt auf das Tor im Augenblick des Torschusses.

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In einer Jubiläumsausstellung feiern die Mannheimer Adler zusammen mit den Reiss-Engelhorn-Museen 75 Jahre Eishockeysport in Mannheim.

Das Playoff-Spiel der Mannheimer Adler gegen die Frankfurt Lions im Jahr 2007 war eine der packendsten Eishockeypartien der letzten Jahre. In der Ausstellung „75 Jahre Eishockeystadt Mannheim” erweckt eine aufwendige Installation das Spiel, das die Adler in der Verlängerung mit 4:3 gewannen, wieder zum Leben. Bei hrem Eintritt blicken die Ausstellungsbesucher direkt auf das Tor im Augenblick des Torschusses.

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In letzter Sekunde

Der Augenblick des Torschusses

Unerbittlich zählt die Uhr auf der Anzeigentafel die Sekunden. 59:50 - im Playoff-Spiel gegen die Frankfurt Lions haben die Adler Mannheim noch zehn Sekunden Zeit, um mit einem Tor zumindest in die Verlängerung zu gehen. Die Uhr zeigt 59:59 - noch eine Sekunde. Das Spiel ist aus - nein, Wahnsinn! Der Puck ist im Tor der Frankfurter, in der letzten Spielsekunde trifft Pascal Trépanier zum Ausgleich. Die SAP-Arena steht Kopf. Auf dem Eis diskutieren die Spieler erregt mit dem Schiedsrichter. Wurde der Frankfurter Keeper behindert? Bange Minuten vergehen, dann steht fest: Das Tor zählt. In der Verlängerung schießt der schnelle Stürmer Rico Fata die Adler die Adler zum Sieg.
 
Mit Exponaten aus über sieben Jahrzehnten Mannheimer Eishockeytradition erzählt die Ausstellung „75 Jahre Eishockeystadt Mannheim” in den Reiss-Engelhorn-Museen eine unterhaltsame Geschichte des Eishockeysports in der Quadratestadt. Zu Beginn des Ausstellungsrundgangs vermittelt die nachgestellte Schluss-Sekunde des Playoff-Spiels der Adler gegen die Frankfurt Lions aus dem Jahr 2007 die packende Atmosphäre dieses Sports.
Bild links: Torwarthelm von Fred Brathwaite, Saison 2009/2010 © Tobias Schwerdt. Viele Torhüter beim Eishockey geben ihren Helmen ein bedrohlich-kriegerisches oder witzig-einfallsreiches individuelles Aussehen. Bild rechts: Meisterschale des MERC 1980  © Tobias Schwerdt

Eine Spielerkabine aus dem Friedrichspark.  Mehr auf der nächsten Seite.

Das Eisstadion am Friedrichspark

Ein magischer Ort

Nicht einmal der Ehrentreffer wollte gelingen. Mit 0:11 unterlag die Mannschaft des Mannheimer Eis- und Rollsportclubs (MERC) im Februar 1939 dem amierenden Deutschen Eishockey-Meister Sportclub Riessersee. Das erste Spiel der Vereinsgeschichte - zugleich das Eröffnungsspiel für das neue Eisstadion am Friedrichspark - war gründlich daneben gegangen, Spielern und Zuschauern war die Enttäuschung über die unerwartet hohe Niederlage deutlich anzusehen.


Besucher im Friedrichspark; Fotograf unbekannt. Der Friedrichspark wurde bis in die Nachkriegszeit als Vergnügungs- und Freizeitzentrum genutzt; Mannheim 1938, © Christoph Pfau

Ein Jahr nach der Gründung des MERC wird am 19. Februar 1939 dasEisstadion am Friedrichspark eröffnet. Das Stadion nahe des Mannheimer Schlosses, das zu dieser Zeit als modernstes Eishockeystadion Deutschlands gilt, wird vier Jahre später, im Juni 1943, während eines Luftangriffs der Alliierten schwer getroffen und erheblich zerstört. Nach dem Krieg wird das Freiluftstadion wieder aufgebaut und dient über 60 Jahre als Spielstätte für den Mannheimer Eishockeysport.

In der großen „Bye Bye Friedrichspark”-Party am letzten Aprilwochenende 2005 nehmen Spieler und Fans Abschied von jenem magischen Ort, an dem sie so viele dramatische Spiele, Siege wie Niederlagen, gemeinsam erlebten. In der neuen SAP-Arena bestreiten die Mannheimer Adler im September 2005 ihr erstes Pflichtspiel gegen das Team der Düsseldorfer EG.


Eisstadion Friedrichspark, Artur Pfau. Blick auf die Fassade des Friedrichsparks Mannheim 1939 © Christoph Pfau

Hauptausstellungsstück im dritten Abschnitt der Schau in den Reiss-Engelhorn-Museen ist der Wiederaufbau eines Teils der rot-blauenSpielerkabinen aus dem Friedrichsparkstadion. Die in den Kabinen aufgehängten Trikots erinnern wie die Meisterschaftsschale von 1997 an diesen ersten Meistertitel der Adler nach 17 Jahren.

Selbstgehäkelte Decken. Mehr auf der nächsten Seite.

Selbstgehäkelte Deckchen

Fantasievolle Fanideen

Die Adler Mannheim sind Gründungsmitglied der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) im Jahr 1994 und bis zur Saison 2012/2013 sechs Mal Deutscher Eishockey-Meister. Sie sind die erste DEL-Mannschaft, die in der Saison 2006/2007 das Double Meisterschaft und Pokalsieg geschafft hat und halten den Liga-Rekord mit 15 Siegen in Folge in der Saison 2001/2002.

Das Herzstück der Ausstellung in den Reiss-Engelhorn-Museen erzählt die Erfolgsgeschichte des Mannheimer Eishockeyvereins, der von großer Bedeutung für die Mannheimer Lokalidentität ist. Über die Jahrzehnte hinweg lockten der MERC und nach seiner Umbenennung 1997 die Adler Mannheim mit ihren Erfolgen Menschen aus ganz Deutschland in die Stadt. Neben Kulturinstitutionen wie der Universität oder den Museen, war auch der Eishockeyverein stets ein wichtiger Repräsentant Mannheims.

Ursprünge des Eishockey. In Kanada und Europa entwickelten sich Frühformen des Eishockeyspiels seit dem 16. Jahrhundert. Im ersten Abschnitt der Ausstellung erfahren die Besucher, wie aus diesen einfachen Ballspielen auf winterlichen Eisflächen eine beliebte Breitensportart entstanden ist. Ab dem späten 19. Jahrhundert verbreitete sich das professionelle Eishockey-Spiel vom amerikanischen Kontinent in weitere Länder.

Winterliche Grüße aus Mannheim. Historische Postkarte, Mannheim. © Stadtarchiv Mannheim - ISG, Sammlung Albrecht

Ein Meilenstein in der Entwicklung zum Profisport ist das offiziell erste Eishockeyspiel zwischen Professoren und Studenten der McGill University am 3. März 1875 in Montreal. Zu diesem Zeitpunktbestand in Mannheim bereits seit drei Jahren ein Schlittschuh-Club. Schon Jahrzehnte vor der Gründung des Mannheimer Eis- und Rollsportclubs übten sich die Mannheimer auf den zugefrorenen Eisflächen in den Stadtparks und auf Flüssen im Eissport. 

In den vergangenen 75 Jahren haben nicht nur der Verein, sondern auch die Mannheimer Eishockeyfans Geschichte geschrieben. Für alle Generationen, Familien und Freunde ist der Besuch eines Spiels zu einem gemeinsamen Erlebnis geworden. In der Ausstellung zeigen historische und moderne Autogrammkarten neben fantasievollen Fanideen wie einer selbst gehäkelten Adler-Decke die Hingabe der Fans zu „ihren” Adlern.

Ausstellungsplakat © Werbeagenten Heidelberg

75 Jahre Eishockeystadt Mannheim
25.11.2012 - 31.03.2013
Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim • Museum Weltkulturen D5 • 68159 Mannheim
Informationen zur Ausstellung und zum Begleitprogramm: www.rem-mannheim.de

Aktuelle Informationen zu den Adlern Mannheim finden Sie auf der offiziellen Website www.adler-mannheim.de . Hier erfahren Sie auch mehr über die verschiedenen Projekte des gemeinnützogen Vereins „Adler helfen Menschen e.V.” sowie über Rosys Kids Corner, eine Initiative des ehemaligen Keepers des Clubs Mike Rosati in Zusammenarbeit mit der Deutschen Leukämie - Forschungshilfe - Aktion für krebskranke Kinder.

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