Spezialmuseum zur Geschichte des Schmucks

Schmuckmuseum Pforzheim im Reuchlinhaus
Jahnstrasse 42 • 75173 Pforzheim

Tel.: 07231 / 39 21 26 • Fax.: 07231 / 39 14 41

Öffnungszeiten Dienstag - Sonntag & feiertags 10.00 - 17.00 Uhr

www.schmuckmuseum.deDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Schwerpunkte bilden Kleinodien aus der griechischen und etruskisch-römischen Antike, aus der Renaissance und Preziosen aus dem Jugendstil. Von hohem Rang sind die umfangreiche Ringsammlung sowie die wohl einzigartige Kollektion zeitgenössischer Schmuckkunst. Zu bewundern sind gleichfalls ethnographischer Schmuck - Schmuckstücke meist schriftloser Völker - sowie die Taschenuhrensammlung. Regelmäßig werden Sonderausstellungen zu historischen, ethnologischen und modernen Themen des Schmucks und der Goldschmiedekunst durchgeführt. Das Schmuckmuseum Pforzheim ist ein weltweit einzigartiges Spezialmuseum zur Geschichte des Schmucks • Erhobenen Hauptes - Kopfschmuck aus aller Welt, 30.11.2014 - 22.02.2015

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Spezialmuseum zur Geschichte des Schmucks

Schmuckmuseum Pforzheim im Reuchlinhaus
Jahnstrasse 42 • 75173 Pforzheim

Tel.: 07231 / 39 21 26 • Fax.: 07231 / 39 14 41

Öffnungszeiten Dienstag - Sonntag & feiertags 10.00 - 17.00 Uhr

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Schwerpunkte bilden Kleinodien aus der griechischen und etruskisch-römischen Antike, aus der Renaissance und Preziosen aus dem Jugendstil. Von hohem Rang sind die umfangreiche Ringsammlung sowie die wohl einzigartige Kollektion zeitgenössischer Schmuckkunst. Zu bewundern sind gleichfalls ethnographischer Schmuck - Schmuckstücke meist schriftloser Völker - sowie die Taschenuhrensammlung. Regelmäßig werden Sonderausstellungen zu historischen, ethnologischen und modernen Themen des Schmucks und der Goldschmiedekunst durchgeführt. Das Schmuckmuseum Pforzheim ist ein weltweit einzigartiges Spezialmuseum zur Geschichte des Schmucks • Erhobenen Hauptes - Kopfschmuck aus aller Welt, 30.11.2014 - 22.02.2015

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Museum zur Geschichte des Schmucks

Trojanischer Ohrschmuck, kunstvolle Taschenuhren & das Ferkel „Schmucki”

Schwerpunkte bilden Kleinodien aus der griechischen und etruskisch-römischen Antike, aus der Renaissance und Preziosen aus dem Jugendstil. Von hohem Rang sind die umfangreiche Ringsammlung sowie die wohl einzigartige Kollektion zeitgenössischer Schmuckkunst. Zu bewundern sind gleichfalls ethnographischer Schmuck - Schmuckstücke meist schriftloser Völker - sowie die Taschenuhrensammlung. Regelmäßig werden Sonderausstellungen zu historischen, ethnologischen und modernen Themen des Schmucks und der Goldschmiedekunst durchgeführt.

Bild links: Schmuckmuseum Pforzheim Außenansicht © Schmuckmuseum Pforzheim, Foto: Valentin Wormbs. Bild rechts: Schmuckmuseum Pforzheim, Historische Sammlung © Schmuckmuseum Pforzheim, Foto: Brigida Gonzalez

Der Sammlungsbestand des Museums umfasst heute Tausende von historischen Schmuckstücken: Originale aus fünf Jahrtausenden, mit Beispielen aus vor- und frühgeschichtlichen Kulturen bis zum Schmuck der Gegenwart. Die ethnografische Sammlung Herion gbit Einblicke in die schmückenden Ausdrucksformen außereuropäischer Gesellschaften, kunstvolle Taschenuhren aus der Sammlung des Pforzheimer Uhrenfabrikanten Philipp Weber dokumentieren Uhrmacher- und Goldschmiedekunst vom 17. bis zum 19. Jahrhundert. Darüber hinaus widmet sich eine Abteilung des Museums der Geschichte der Pforzheimer Schmuckindustrie.

Bild links: Schmuckmuseum Pforzheim, Moderne Sammlung © Schmuckmuseum Pforzheim, Foto: Brigida Gonzalez. Bild rechts: Schmuckmuseum Pforzheim, Blick in den Sonderausstellungsraum © Schmuckmuseum Pforzheim, Foto: Brigida Gonzalez

Das Reuchlinhaus, in dem sich das Schmuckmuseum befindet, ist ein architektonisches Juwel. Das heute denkmalgeschützte Gebäude wurde 1961 nach den Entwürfen des Architekten Manfred Lehmbruck errichtet und erinnert an die Baukunst von Ludwig Mies van der Rohe. Das Reuchlinhaus zählt zu den wichtigsten deutschen Museumsbauten der Nachkriegsmoderne.

Familien und junge Besucher können mit dem interaktiven Museumsführer „Schatzsuche mit Schmucki der Perlsau” auf eine spannende Entdeckungsreise durch die Geschichte der Schmuckkunst gehen - im Museum selbst oder gemütlich zu Hause. Öffentliche Führungen finden sonntags um 15.00 Uhr statt, dazu stehen zwei Mal im Monat Schmuckworkshops auf dem Programm.

Bild links: Schmucki die Perlsau als Handpuppe (Figurentheater Raphael Mürle), © Schmuckmuseum Pforzheim, Foto: Winfried Reinhardt. Bild rechts: Auf Schatzsuche mit Schmucki, © Schmuckmuseum Pforzheim, Foto: Petra Jaschke.

Schmuckmuseum Pforzheim im Reuchlinhaus
Jahnstraße 42 • 75173 Pforzheim
Tel.: 07231 / 39 21 26Fax: 07232 / 39 14 41
Öffnungszeiten: Di.- So. & an Feiertagen (außer Heilig Abend & Silvester) 10.00 - 17.00 Uhr
Aktuelle Informationen zu den Sonderausstellungen & dem Museumsangebot finden Sie im Internet unter www.schmuckmuseum.de

Kopfschmuck aus aller Welt

Erhobenen Hauptes. Kopfschmuck aus aller Welt

Ausstellungsdauer: 20. November 2014 - 22. Februar 2015

Ob im Schwarzwald oder in China, ob Bollenhut oder Silberschmuck - was die Menschen auf dem Kopf tragen, ist meist mehr als reine Zierde. Oft haben Hauben & Hüte, Totenkränze oder Diademe eine bestimmte Bedeutung: Sie sagen etwas aus über die Stellung innerhalb der Gesellschaft, zeigen, ob die Trägerin verheiratet ist oder noch auf der Suche nach dem Richtigen.  

Foto links: Kopfschmuck eines Naga-Kriegers, Indien, Nagaland, Konyak, © Foto: Peter Herion; Foto rechts: Diadem, René Lalique, Paris um 1903, Leihgabe Land Baden-Württemberg, © Foto: Günther Meyer

Wie verändert das Tragen von Kopfschmuck eine Person und deren Haltung? Mit diesem Thema beschäftigt sich die Sonderausstellung „Erhobenen Hauptes - Kopfschmuck aus aller Welt” im Schmuckmuseum Pforzheim. Vom 30. November 2014 bis 22. Februar 2015 sind etwa 120 Objekte vom Hellenismus bis ins 20. Jahrhundert zu sehen. Sie stammen aus unterschiedlichen Nationen und Stämmen weltweit, aber auch aus der Nähe, wie die Schäppele und Bollenhüte aus dem Schwarzwald oder der schwarze Zylinder, den der ehemalige Pforzheimer Bürgermeister Johann Peter Brandenburg trug.

Bollenhut einer unverheirateten Frau, Stroh, Gips, Wolle, Gutach, 21. Jh., Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, Foto: Petra Jaeschke. Verschiedene Kopfschmuckformen informieren über die gesellschaftliche Stellung der Trägerinnen. Im Fall des Bollenhuts ist insbesondere die Farbe der Wollbollen entscheidend, die auf einem mit weißer Leimmasse gegipsten Strohhut aufgebracht sind, der dadurch bis zu zwei Kilo schwer wird. Ledige Frauen tragen von der Konfirmation bis zur Hochzeit die Variante mit den roten Bollenkugeln, verheiratete Frauen den schwarzen Bollenhut, der in beiden Fällen auf einer kleinen Seidenkappe aufliegt und mit zwei Bändern eng um den Kopf geschlungen wird.

Von der bäuerlichen Krone bis zum glitzernden Diadem zeigt die Ausstellung facettenreich das Erhöhen einer Person durch den jeweiligen Kopfschmuck. Daneben werden auch ethnographische Aspekte thematisiert. Noch vor knapp 100 Jahren wäre kein Bürger ohne Hut auf die Strasse gegangen. Das Tragen von Kopfschmuck hat sich im Lauf der Zeit gewandelt, doch in vielen Regionen gehört es nach wie vor zur Tradition und sagt viel über Bräuche und Sitten aus. 

Kopfschmuck ist aber nicht nur ein Standesmerkmal, sondern vor allem ein wunderbares Schmuckstück. Aus kostbaren Materialien gefertigt, farbenfroh und in erstaunlichen Formen präsentiert die Ausstellung besondere Exponate. Gezeigt werden die Vielfalt des Kopfschmucks und seine Variationsbreite in Farben und Formen von abendländisch-höfisch bis volkskundlich-ethnografisch. 

Museumsleiterin und Kuratorin Cornelie Holzach hat die Präsentation chronologisch und in Gruppen angeordnet. Die Besucher können dabei vielfältige Bezüge selbst entdecken. Zu den Leihgebern gehören unter anderen das Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof und der Trachtenverein St. Ilgen.

Museumsleiterin Cornelie Holzach, © Foto Petra Jaschke

Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Vorträgen und Workshops geht den Veränderungen der Kopfbedeckungen im Lauf der Jahrhunderte nach. Im Kunstverein ist im Dialog dazu „Michaela Tröscher - Der Chlausenhut” zu sehen.

Schöne Aussichten? Landschaften im Schmuck

Doppel-Ausstellung im Schmuckmuseum & Kunstverein Pforzheim im Reuchlinhaus:
„Schöne Aussichten? Landschaft im Schmuck” & „Ansichtssache Landschaft”

22. Juni-13. Oktober 2013

Zu fast allen Zeiten hat die Kunst paradiesische Gärten als Sehnsuchtsorte dargestellt. Im Schmuck musste Landschaft als Thema allerdings erst entdeckt werden und trat nur zögernd ins Bild. Das Schmuckmuseum Pforzheim präsentiert in seiner Ausstellung Landschaftsdarstellungen im Schmuck - von der gräko-römischen Kaiserzeit bis zur Moderne, von der Brosche über die Taschenuhr bis zum Ring wurden Ausstellungsstücke zusammengestellt, die den Blick des Künstlers und seiner Zeit zum Ausdruck bringen. Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden Exponate aus dem Jugenstil, jüngere Arbeiten zeigen nüchterne Industrielandschaften in der zeitgenössischen Schmuckkunst. Zeitgleich erkundet die Ausstellung „Ansichtssache Landschaft” im Kunstverein gegenwärtige Interpretationen von Landschaft.

Brosche, Bronze, vergoldet, Glas, Glasmosaik, Rom oder Neapel um 1830, © Schmuckmuseum Pforzheim, Foto Günther Meyer

Eine Zeitreise im Schmuckmuseum Pforzheim
Unvermittel bleibt der Blick etwas länger haften - an einem alten Kirchturm oder einer mächtigen Burgmauer, an einer malerischen Baumgruppe oder einem majestätischen Berggipfel. Eine Umgebung wird zu einer Landschaft, wenn sie als schön oder erhaben wahrgenomen wird. Der Mensch der Antike oder des Mittelalters hatte noch nicht die Muße, sich solchen Betrachtungen hinzugeben - er erlebte seine Umgebung als unwirtlichen Ort voller Gefahren oder sah sie allein unter praktischen Gesichtspunkten: Fand er hier Nahrung oder Brennholz? So schien Landschaft lange Zeit kein künstlerisches Thema - und nur langsam tritt die ihr eigene Schönheit in den Blick des Künstlers.

Bild links: Haarstecker; Gold, Schildplatt, Diamanten, Saphire, Email; Lluis Masriera, Barcelona 1902. Schmuckmuseum Pforzheim. Foto: Rüdiger Flöter. Bild rechts: Ring, Gold, Email, Lucien Gaillard, Paris ca.1900, © Schmuckmuseum Pforzheim Foto Rüdiger Flöter

Die Ausstellung bietet außergewöhnliche Eindrücke, gerade auch für Besucher, die sich bislang kaum mit Schmuck auseinandergesetzt haben. Denn was in kostbarem Material festgehalten wurde, erzählt von einer Weltsicht, die es festzuhalten galt - einer Zeitreise durch verschiedene Kulturen. „Landschaft ist ein Sujet, das man nicht unmittelbar mit Schmuck in Verbindung bringt”, erklärt Museumsleiterin Cornelia Holzach. „Zugleich ist das Landschafsthema ein Beispiel dafür, dass sich auch in der Schmuckkunst die jeweiligen Strömungen unterschiedlicher Epochen widerspiegeln”.

Das Schmuckmuseum Pforzheim demonstriert in einer facettenreichen Darstellung des künstlerischen Landschaftsbegriffs, dass nicht nur die Schönheit, sondern auch die Erfassung der Welt im Auge des Betrachters liegt. Für die Ausstellung wird die Sammlung des Museums durch internationale Leihgaben des Gulbenkian Museum (Lissabon) und der Sammlung Boucheron (Paris) ergänzt, die mit ihren Preziosen auch die britische Königsfamilie ausstattet. Aus der Sammlung Boucheron ist etwa eine Brosche von 1913 für die russische prima ballerina assoluta Anna Pavlova zu sehen.

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Ob malerische Idylle oder Industriebrache - die Inspirationsquellen der Künstler erweitern unseren Horizont und verändern unseren Blick auf das, was uns umgibt: Landschaft.

Bild links: Brosche Elfenbein, Erbach im Odenwald, Mitte des 19. Jh., Schmuckmuseum Pforzheim, Foto: Günther Meyer. Mitte des 19. Jh. ist die Elfenbeinschnitzerei aus dem Odenwald sehr gefragt und kann sich erfolgreich auf der Weltausstellung 1873 in Wien präsentieren. Diese Durchbruchschnitzereien liegen teilweise im Zehntel- oder sogar Hundertselmillimeter-Bereich und galten daher als Mirabilien - Wunderdinge aus Menschenhand. Bild rechts: Brosche »Viviane«, Fotoätzung auf Zink, Silber, Smaragdperlen, Saphirperlen, Perlmutt, Bettina Speckner 2009 © Schmuckmuseum Pforzheim, Foto Winfried Reinhardt

Zeitgleich zur Ausstellung „Schöne Aussichten? Landschaft im Schmuck” präsentiert die Schau „Ansichtssache Landschaft” im Kunstverein im Reuchlinhaus unterschiedliche Interpretationen von Landschaft in der Gegenwartskunst. In Installationen und Video, mit Fotografie und Zeichnung richten die beteiligten Künstlerinnen und Künstler ihre Aufmerksamkeit auf das Ausschnitthafte und Abgegrenzte, das Natur erst zur Landschaft und damit zum Gegenstand künstlerischer Betrachtung werden lässt.

Das umfangreiche Begleitprogramm der Ausstellung in der von viel Grün umgebenen „Goldstadt Pforzheim” bietet u. a. mit Führungen unter freiem Himmel, Workshops und einer Gartenreise vielfältige Möglichkeiten, neue Einsichten über die künstlerisch interpretierte Landschaft zu gewinnen.

Adresse & Information:
Die Doppelausstellung „Schöne Aussichten? Landschaft im Schmuck” & „Ansichtssache Landschaft” wird noch bis 13. Oktober gezeigt.
Schmuckmuseum Pforzheim im Reuchlinhaus
Jahnstraße 42 • 75173 Pforzheim
Tel.: 07231 / 39 21 26
www.schmuckmuseum.de

Liebesvögel & ein Hund, der den Eingang zur Unterwelt bewacht

Höllenhund & Liebestaube
5.000 Jahre Tiermythen im Schmuck

21. März bis 22. Juni 2014

Der Zauber der Köpfe einer Wildkatze an einem persischen Armreif von vor 2.700 Jahren soll das Jagd- & Kriegsglück seiner Träger mehren. Ein hellenistischer Schlangenarmreif steht für Klugheit und Treue, der Skarabäus, einst Versinnbildlichung des Sonnengottes Ra, taucht in der griechischen Antike wieder auf - im Schmuckmuseum ist ein Ring zu sehen, der die altägyptische Bedeutung mit den griechischen Gottheiten verbindet. Symbolträchtig kommt auch der Papageienanhänger daher - stehen doch Papageien, die ihren Partner fürs Leben wählen, für eheliche Treue. 

Papagei-Anhänger, Süddeutschland um 1560, Schenkung Werner Wild Stiftung, © Foto Günther Meyer. Die geradezunaturalistische Darstellung resultiert aus einer genauen Naturbeobachtung in Verbindung mit handwerklicher Perfektion. Der Papagei ist in diesem Anhänger von weiteren Tieren umgeben: Ein weißes Kaninchen symbolisiert Hoffnung auf zahlreiche Nachkommenschaft, die Biene Emsigkeit und die Schnecke Häuslichkeit. Die blütenreichen Zweige deuten auf Fruchtbarkeit hin. Die Bedeutung eines solchen Schmuckstücks war dem Beschenkten sehr wohl bekannt.

Fast 300 Tiere „bevölkern” das Schmuckmuseum Pforzheim - manche ganz klein und erst auf den zweiten Blick zu finden, während andere als eigenständiges Schmuckstück nicht zu übersehen sind. Nachdem das Museum sich im Jahr 2010 dem Thema der Schlange im Schmuck widmete, war es als weiterführendes Thema naheliegend, sich weiteren Tierarten zuzuwenden. Mit rund 120 Objekten aus der eigenen Sammlung, darunter auch Fantasie- und Mischwesen, die schon immer die Kunst- und Schmuckgeschichte begleiten, zeigt die Ausstellung die Vielfalt von Tiermotiven im Schmuck der vergangenen 5.000 Jahre. Im Dialog zu „Höllenhund und Liebestaube” widmet sich die Pforzheim Galerie der Rezeption von Tieren in der Kunst.

Bild links: Armreif mit Darstellung eines Zerberus (der Höllenhund in der griechischen Mythologie), Gold, griechisch, 4. Jh. v. Chr. © Schmuckmuseum Pforzheim, Foto: Petra Jaschke. Bild rechts: Ohrringe „Täubchen”, Gold, Einlegearbeiten aus Granat, griechisch-hochhellenistisch, 1.Hälfte 2. Jh. v. Chr. © Schmuckmuseum Pforzheim, Foto: Rüdiger Flöter

In der Frühgeschichte der Menschheit wohnt Tierdarstellungen oft der Wunsch inne, Gefahren zu bannen, die von wilden Tieren ausgehen. Zugleich möchte man sich die Kräfte dieser machtvollen Wesen aneignen - auf Anhängern und Armreifen finden sich Raubkatzen wie Löwen und Panther, aber auch Steinbock und Widder. Andere Tiere, die sich weniger durch ihre Stärke hervortun als durch ihre Zartheit und Schönheit, sind Tauben - sie galten schon in der vorchristlichen Antike als Symbol für Liebe und Unschuld.

Die letzte große Epoche der Tiersymbole ist der Jugendstil, der sinnlichen Freude an der Natur in jenen Jahren entsprechend. Ob René Lalique, Georges Fouquet und Léopold Gautrait in Frankreich oder Lucas Wilhelm von Cranach in Deutschland, sie alle gestalten in ihren Kunstwerken häufig auch Tiere. Sowohl Lalique als auch Gautrait schufen einen Anhänger mit dem Symboltier der Art Nouveau schlechthin, dem Pfau, Lalique greift zudem vielfach Insekten auf. Ein ausgesprochen extravagantes Kleinod ist der Brustschmuck „Poisson” von Georges Fouquet, während Cranach in dem Anhänger „Octopus und Schmetterling” zwei sehr unterschiedliche Wesen zueinander bringt.

Bild links: Brosche „Octopus und Schmetterling”, Gold, Perlen, Diamanten, Rubine, Amethyste, Topas, Email. Entwurf Wilhelm Lucas von Cranach, Berlin 1899/1900, Ausführung Louis Werner, Berlin 1900; © Schmuckmuseum Pforzheim, Foto: Günther Meyer. Bild rechts: Auch im zeitgenössischen Schmuck entdecken Künstler die Tierwelt wieder für sich, nun aber ohne symbolische Metaebene - so etwa Georg Dobler. Foto: Brosche Naturabguss Hirschkäfer, Silber, Amethyst, 2007 © Foto: Georg Dobler.

Begleitend zur Ausstellung findet ein umfangreiches Begleitprogramm statt, so u. a. Kombi-Führungen durch die Ausstellung mit Exkursen zur Tierdarstellungen in der Malerei in der Pforzheim Galerie. Informationen unter www.schmuckmuseum.de

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