Museum Sammlung Prinzhorn
Klinik für allgemeine Psychatrie • Universitätsklinik Heidelberg

Voßstr. 2 • 69115 Heidelberg

Tel.: 06221 / 56 44 92 (Sekr.) • 06221 / 56 47 39 (Besucher-Info)
Fax: 06221 / 56 17 23

Öffnungszeiten Museum & Shop:
Di. & Do. - So.: 11.00 - 17.00 Uhr • Mi.: 11.00 - 20.00 Uhr (an Feiertagen bis 17.00 Uhr) • Mo.: geschlossen

www.prinzhorn.ukl-hd.deDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

In den Jahren nach dem I. Weltkrieg baut der Heidelberger Arzt und Kunsthistoriker Hans Prinzhorn eine Sammlung künstlerischer Werke von Patienten aus psychiatrischen Anstalten auf. Von den lange als „Irrenkunst” verachteten Werken ließen sich Künstler wie Alfred Kubin, Pablo Picasso oder Max Ernst und die surrealistische Bewegung inspirieren. Regelmäßige Sonderschauen führen in den weltweit einzigartigen Bestand der Sammlung Prinzhorn ein • aktuelle Ausstellung: Das Wunder in der Schuheinlegesohle. Eine Auswahl der Sammlung Prinzhorn, 30. April bis 16. August 2015.

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Museum Sammlung Prinzhorn
Klinik für allgemeine Psychatrie • Universitätsklinik Heidelberg

Voßstr. 2 • 69115 Heidelberg

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In den Jahren nach dem I. Weltkrieg baut der Heidelberger Arzt und Kunsthistoriker Hans Prinzhorn eine Sammlung künstlerischer Werke von Patienten aus psychiatrischen Anstalten auf. Von den lange als „Irrenkunst” verachteten Werken ließen sich Künstler wie Alfred Kubin, Pablo Picasso oder Max Ernst und die surrealistische Bewegung inspirieren. Regelmäßige Sonderschauen führen in den weltweit einzigartigen Bestand der Sammlung Prinzhorn ein • aktuelle Ausstellung: Das Wunder in der Schuheinlegesohle. Eine Auswahl der Sammlung Prinzhorn, 30. April bis 16. August 2015.

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Ein weltweit einzigartiges Museum

Die Kunst der Geisteskranken

Die Sammlung umfasst Zeichnungen & Collagen, Textilien, Skulpturen & Gemälde von bestürzender Schönheit. In den Jahren nach dem Ersten Weltkrieg baute der Heidelberger Arzt und Kunsthistoriker Hans Prinzhorn (1886-1933) eine einzigartige Sammlung von künstlerischen Werken der Patienten psychiatrischer Einrichtungen auf. Die inzwischen weltberühmte „Sammlung Prinzhorn” vereint Zeichnungen, Gemälde, Collagen, Textilien und eine Fülle unterschiedlicher Texte von Patienten, von denen die meisten als schizophren galten.

Josef Forster: „... durch die Luft gehen”, um 1919, Mischtechnik auf Pappe, 35,5 x 22 cm, © Museum Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg. Das Logo der Sammlung Prinzhorn ist abgeleitet von einem Gemälde Josef Forsters, das ihn selbst als „Edelmenschen” zeigt: In der Luft und mit Gewichten beschwert, dabei bewegt er sich schnell über die Erde fort. Josef Forster, seine Mitinsassen und der Zusammenhang mit der Anstalt, in der seine Bilder entstanden, waren Thema der Ausstellung „ ... durch die Luft gehen. Josef Forster, die Anstalt und die Kunst” (2.Dezember 2010 - 3. April 2011)

1922 veröffentlichte Prinzhorn die „Bildnerei der Geisteskranken”, ein reich illustriertes Buch mit Beispielen aus seiner Sammlung. Das Werk ist ein Klassiker, der bis heute immer wieder neu aufgelegt wird - und einer der ersten Versuche, die Schöpfungen psychisch kranker Menschen zu verstehen. Prinzhorn gibt darin einen Einblick in einen Bereich künstlerischer Kreativität, der zuvor fast ausschließlich in psychiatrischen Fachzeitschriften eine Rolle gespielt hatte.  Die Kunstszene war begeistert. Die Patientenwerke inspirierten Künstler wie Alfred Kubin und Paul Klee, Pablo Picasso und Max Ernst, der Theoretiker des französischen Surrealismus, André Breton, bezog sich in seinen Schriften ausdrücklich auf den klinischen Wahnsinn als künstlerischen Ursprung.

Die Sammlung Prinzhorn als Inspirationsquelle der Surrealisten. Die Presse bezeichnete die Werke der „Verrückten” in der Pariser Galerie-Ausstellung im Jahr 1929 provozierend als die „wahre Avantgarde”. Der surrealistische Künstler Max Ernst war so fasziniert, dass er Hans Prinzhorns „Bildnerei der Geisteskranken” noch im Erscheinungsjahr mit nach Paris nahm, wo das Buch von seinen Künstlerkollegen begeistert aufgenommen und gleichsam als Bibel des Surrealismus angesehen wurde. Das Bild zeigt das Plakat zur Ausstellung „Surrealismus und Wahnsinn” in der Sammlung Prinzhorn Heidelberg vom 26.11.2009 - 14.02.2010 © Museum Sammlung Prinzhorn, Universitätsklinikum Heidelberg

Bald nach Hans Prinzhorns Tod wurde seine Sammlung auf einem Dachboden der Universität Heidelberg verstaut. Seit 2001 ist der weltweit einzigartigen Sammlung ein eigenes Museum in einem umgebauten ehemaligen Hörsaal des Universitätsklinikum Heidelberg gewidmet. Thematische Sonderschauen mit umfassenden und zugleich verständlichen Einführungen geben einen Einblick in die außergewöhnliche und auch berührende Sammlung.

Militarismus & Kunst in der Psychiatrie

Selbstportrait als Kaiser

Kaum eines der Werke stammt von noch aktiven oder ausgemusterten Soldaten, und doch malten sich die Insassen den Weltkrieg und seine Details auf vielfältige Weise aus: Sie erdachten Waffensysteme und hochdekorierte Uniformen oder malten sich detailreich Kampf- & Gefechtsszenen aus. Viele bedauerten, dass sie nicht selbst an den Schlachten teilnehmen konnten. Die Ausstellung „Uniform und Wahnsinn. Militarismus, Weltkrieg und Kunst in der Psychiatrie” der Sammlung Prinzhorn präsentiert Bildwerke ziviler Anstaltsinsassen auf Militarismus und Krieg aus der Zeit zwischen 1880 und 1925.

Uniform und Militarismus.
Militarismus, Weltkrieg und Kunst in der Psychiatrie.
Ausstellungsdauer: 02. Oktober 2014 bis 02. Februar 2015

Krieg und Wahnsinn Kunst aus der zivilen Psychiatrie zu Militär und 1. Weltkrieg Werke der Sammlung Prinzhorn 256 Seiten, Klappenbroschur Erscheinungsjahr: 2014 | ISBN: 978-3-88423-481-5 Verlag Das Wunderhorn (Heidelberg)

Die Themen der Ausstellung: Militarisierte Gesellschaft, Militärische Träume, Krieg & Frieden
Die Werke reagieren auf den Militarismus der damaligen Gesellschaft oder - fernab der Front - auf den Krieg selbst. Sie bündeln und konzentrieren wichtige gesellschaftliche Stimmungen und Themen wie in einem Brennglas oder verzerren sie zur Kenntlichkeit: Mit der Ausstellung „Uniform und Wahnsinn” eröffnet die Sammlung Prinzhorn eine neue Sicht auf den Ersten Weltkrieg, indem sie erstmals den Blick von Insassen psychiatrischer Anstalten auf diese „Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts” zeigt.

In den zum größten Teil erstmals ausgestellten Werken können die Betrachter Achtung vor Uniform und Orden, Ehrfurcht vor der Obrigkeit, aber auch scharfe Kritik am Militär sehen. Häufig dienen militärische Themen der Selbstprojektion - auch, um Traumatisierungen und Kränkungen zu kompensieren. Mit Uniform und Orden rückten sich einige Patienten in Sphären des Respekts, andere stellten in Selbstbildnissen mit Verdienstorden und Ehrenzeichen ihre Verletzlichkeit heraus. Bei Kriegsende reichten die Reaktionen auch in den Anstalten von Freude und Erleichterung bis zu Schmerz über den Versailler „Schmachfrieden”.

Zeugnisse der Propaganda im Deutschen Reich
Aus den mehr als 500 Arbeiten zum Thema Krieg aus der Zeit kurz nach dem Ersten Weltkrieg sind in der Ausstellung rund 150 Werke zu sehen. Sie alle spiegeln die damalige Einstellung zu Militär und Weltkrieg in Deutschland auf eigenwillige Weise. Obwohl die Anstaltsinsassen von der bürgerlichen Gesellschaft ausgeschlossen wurden und in der gesellschaftlichen Hierarchie den untersten Platz einnahmen, konnten und wollten sie sich den militärischen Strukturen ihrer Zeit nicht entziehen. Allein die Fülle der Werke zeugt von der Macht und Wirksamkeit der entsprechenden Erziehung und Propaganda im Deutschen Reich.

Die Werke der Sammlung Prinzhorn sind die lange Zeit verdrängten, ungesehenen und damit (un)heimlichen Geschwisterwerke zur damaligen offiziellen und avantgardistischen Kunst. Zu einem vollständigen Überblick der künstlerischen Reaktionen ihrer Zeit gehören sie unbedingt dazu. 

Die Ausstellung wurde von der BASF SE, das Forschungsprojekt von der VolkswagenStiftung gefördert.

Zur Ausstellung erscheint der Katalog: Krieg und Wahnsinn. Kunst aus der zivilen Psychiatrie zu Militär und I. Weltkrieg. Werke der Sammlung Prinzhorn, hrsg. von Sabine Hohnholz, Thomas Röske, Maike Rotzoll, Verlag Das Wunderhorn 

Ausstellung: Das Spätwerk des Malers Georg Müller vom Siel

Der andere Georg Müller vom Siel (1865-1939) - Sinnsuche in der Psychiatrie

Ausstellung vom 12. Dezember 2013 bis 13. April 2014

Die Veränderung seines Gemütszustandes wurde immer offensichtlicher. Schließlich wurde er aufgrund einer als unheilbar bezeichneten „psychischen Krankheit” in eine Nervenheilanstalt eingeliefert - bis zu seinem Tod bedrängten ihn existenzielle Fragen nach Sinn und Zweck des Daseins.

Erstmalig zeigt die Sammlung Prinzhorn das sensationelle Spätwerk des norddeutschen Malers Georg Müller vom Siel (1865-1939). Der sonst als bedeutender Landschaftsmaler des späten 19. Jahrhunderts bekannte Künstler ist hier mit ins Bild gesetzten Spekulationen über die Stellung des Menschen in der Welt zu sehen. Die verblüffend aktuell wirkenden Aquarelle zeigen in freier Anordnung abstrakte Formen, Figuren und Texte - lange Zeit wurden sie ignoriert und tabuisiert.

Nachdem sich bei Müller vom Siel seit 1908 immer deutlicher Anzeichen von Schwermut zeigten, wurde er 1909 in die Nervenheilanstalt Wehnen eingeliefert und im Jahr darauf entmündigt. In Wehnen, wo Müller vom Siel bis zu seinem Hungertod 1939 lebte, entstanden die in der Ausstellung präsentierten Werke. Den Arbeiten von Müller vom Siel sind in der Ausstellung Werke aus der der Sammlung Prinzhorn zur Seite gestellt, die mit ähnlicher Formensprache die Sinnfrage stellen.

Publikation zur Ausstellung
Kerber Verlag Bielefeld
„Der andere Müller vom Siel”,
hrsg. v. Thomas Röske, Sammlung Prinzhorn, Rainer Stamm, Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg
ISBN 978-3-86678-872-5

 

 

 

 

 

 

 

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