Weinmuseum
Historischen Museum der Pfalz Speyer
Domplatz • 67324 Speyer
Tel.: 06232 / 62 02 22

www.museum.speyer.de

Das Weinmuseum im Historischen Museum der Pfalz (Speyer) gibt einen einzigartigen Einblick in die Kulturgeschichte des Weinbaus und des Weingenusses. Ausgestellt werden u. a. eine Flasche Römerwein aus dem 3./4. Jahrhundert nach Christus - und eine Schandgeige, mit der Traubendiebe durchs Dorf gejagt wurden. Bild: Pfälzische Mostlotte, Landau um 1880; © Historisches Museum der Pfalz Speyer, Foto: Peter Haag-Kirchner

 

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 Ein edler Tropfen

In der römischen Götterwelt war Bacchus der Gott, der den Menschen den Wein zum Geschenk machte. Ein römischer Dichter erzählt die wundervolle Geschichte, wie der Gott einem einfachen Bauern als Dank für dessen Gastfreundschaft die Weinrebe schenkt, um seinen Namen in der ganzen Welt berühmt zu machen. Eines der faszinierendsten Ausstellungsstücke im Weinmuseum in Speyer ist der „Römische Wein von Speyer” aus dem 4. nachchristlichen Jahrhundert, der als einer der ältesten erhalten gebliebenen Traubenweine der Welt gilt.

Der Lärmende
In seinem Seelenleben wechselt heitere Lebensfreude mit tiefer Melancholie. Mit Lorbeer und mit Efeu bedeckt durchwandert er die Natur und mit den wilden Tieren feiert er seine rauschhaften Feste. Der griechische Gott Dionysos war der Sohn des Göttervaters Zeus und der Königstochter Semele. Nach dem Tod seiner Mutter übergab Zeus ihn den Nymphen zur Pflege. Er wuchs heran, ein gewaltiger Gott, den die Griechen als Löser aller menschlichen Sorgen und Nöte verehrten. Der Sage nach lehrte Dionysos die Menschen, aus der Frucht des Weinstocks den berauschenden Wein zu bereiten. Die Römer, die auch die Verehrung des Dionysos übernahmen, nannten ihn nach seinem griechischen Beinamen „Bacchus”, den Lärmenden. 

Kultische Weinernte; Teil einer römischen Säule, die auf dem heutigen Königsplatz in Speyer gefunden wurde; 1. Jh. n. Chr., H 127cm Ø 73 cm, Hist. Museum der Pfalz Speyer, Foto: Peter Haag-Kirchner; Bild rechts: Römerwein, Historisches Museum der Pfalz Speyer, Foto: Peter Haag-Kirchner
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Sektkellerei Martinushof
67150 Niederkirchen (bei Deidesheim) an der Deutschen Weinstraße

Kontakt & Info:
Tel.: 06326 / 98 26 16

www.martinushof.de

2002 & 2005 Ehrenpreis und höchste Auszeichnung der DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft) zum besten Sekterzeuger Deutschlands

„... um das Verständnis für den edlen Pfälzer Wein lebhaft zu fördern”.
Mit einem solchen Erfolg hatte niemand gerechnet. In kürzester Zeit waren aus allen Teilen der Pfalz so viele Fässer und Faßböden, Faßriegel und altes Küferwerkzeug, Weinbaugeräte und Keltern in Speyer eingetroffen, dass mit ihnen das gesamte Kellergeschoß im Südflügel des Museums eingerichtet werden konnte.

Zum Aufbau eines neuen Fachmuseums zur Weinkultur bat der Vorstand des Museums der Pfalz im Frühjahr 1909 in einem Aufruf an alle Freunde des Pfälzer Weins „um alles Altertümliche, was irgendwie mit dem Weinbau zusammenhängt”. Die Idee zu einem öffentlichen Museum der Weinkultur war zum damaligen Zeitpunkt völlig neu, vor allem aber war sie eine Herzensangelegenheit der damaligen wie aller folgenden Museumsdirektoren - von Beginn an gleichsam die gute Stube, in der den Besuchern in Weinvorträgen, persönlichen Führungen und nicht zuletzt auch in geselligen Weinproben die Geschichte des Weins kurzweilig vermittelt werden konnte.


Herbstfest bei Rhodt (um 1867); Gemälde von Johann Jakob Serr (1807-1880), Öl auf Leinwand, 96 x 131 cm Historisches Museum der Pfalz, Foto: Peter Haag-Kirchner.

Weinwächter und eine Ferienstrasse, die zu einem großen Marketing-Erfolg wurde.

Beim Pressvorgang legt sich der Kelterbaum der mächtigen Baumkelter am Eingang des Museums mit einem Eigengewicht von acht Tonnen auf das Lesegut. Mit seiner kostbaren Goldauflage und den kunstvollen Schnitzarbeiten beeindruckt das Prunkfass zur Silberhochheit des kurfürstlichen Paares Carl Theodor und Elisabeth Auguste aus dem Jahr 1766 - bemerkenswert sind die äußeren Umstände seiner Anfertigung:Das Faß wurde auf der Eisfläche des zugefrorenen Rheines zusammengesetzt. Ein weiteres bemerkenswertes Exponat ist eine mit prachtvoll geschnitzten Faßböden versehene „Mostlotte”, ein spezielles Holzfass für bereits während der Lese gequetsche Trauben. Einzigartige Ausstellungsstücke im Weinmuseum geben einenn Einblick in 2000 Jahre Weinkultur vornehmlich aus der Pfalz, aber auch aus anderen deutschen Weinregionen und dem Mittelmeerraum. Berühmt sind die Faßriegel der Pfälzer Weinküfer aus dem 18.& 19.Jahrhundert. Masken und Szenen aus der antiken Mythologie - Löwen und Drachen, Meerjungfrauen und andere Fabelwesen - zieren die Klemmhölzer, die als „Weinwächter” bei den größeren Fässern ab 1000 Litern Volumen das Faßtürchen sichern.


 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bild: Faßriegel Nereidenpaar, 18. Jahrhundert, Historisches Museum der Pfalz Speyer, Foto: Peter Haag-Kirchner
Die Deutsche Weinstraße
Zehn stilisierte Beeren, auf gelbem Hintergrund vereint zu einer Traube, bilden das Motiv des Hinweisschildes. Seit 1935 verläuft die „Deutsche Weinstraße” auf einer Strecke von 85 Kilometern von Schweigen, wo das Deutsche Weintor den südlichen Beginn der Weinroute bildet, bis nach Bockenheim bei Worms im Norden. Gegen den anfänglich entschiedenen Widerstand der anderen deutschen Weinbaugebiete blieb der Name der ältesten deutschen Weinstraße bis heute gültig - und wurde zu einem grandiosen Weinvermarktungserfolg.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Otto Hupp (1859-1949): Die Deutsche Weinstraße (1938) zweiteilige aquarellierte Federzeichnung, je 125x61 cm; Historisches Museum der Pfalz Speyer, Foto: Peter Haag-Kirchner. Die ursprüngliche Karte der Weinpfalz von Otto Hupp, die als Geschenk im Wappensaal des Weinmuseums hing, kam 1936 als Leihgabe zur Olympia-Ausstellung nach Berlin. Da die Karte auf dem Rücktransport verloren ging, bat der damalige Museumsdirektor Friedrich Sprater den Künstler um eine neue, erweiterte Karte des pfälzischen Weinbaugebietes an der Haardt.

Wirtschaftlich und politisch bedingte Absatzkrisen hatten im 18. und 19.Jahrhundert dem pfälzischen Weinbau immer wieder zu schaffen gemacht. Als viele Winzer 1934 infolge starker Umsatzeinbußen und eines dramatischen Preisverfalls vor dem wirtschaftlichen Aus standen, hatte der nationalsozialistische Gauleiter Josef Bürckel die Idee, die Weinbaugemeinden entlang der Haardt zu einer großen Ferien- und Weintouristikstraße zusammenzufassen. Im Oktober eröffnete Bürckel in einer Festrede in Bad Dürkheim und einer anschließenden Propagandafahrt die „Deutsche Weinstraße”.

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