Ein Leben für die Kunst

Peggy Guggenheim Collection

Palazzo Venier dei Leoni

Dorsoduro 701 • I - 30123 Venezia

Tel.: +39 041 / 2405 411 • Fax.: +39 041 / 520 68 85

www.guggenheim-venice.itDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Respektvoll nannten die Einwohner Venedigs sie „die letzte Dogaressa”. Nach dem Krieg erfüllte sie sich ihren Lebenstraum und gründete in der Lagunenstadt in einem alten Palazzo ihr eigenes Museum für ihre Sammlung zeitgenössischer Kunst. Mit ihrem berüchtigten Seitenblick für wegweisende Kunstwerke wird Peggy Guggenheim zur Mitgestalterin einer der aufregendsten Abschnitte in der modernen Kunstgeschichte. Am 26. August 1898 wird Peggy Guggenheim in New York geboren. © Foto: Peggy Guggenheim on the terrace of Palazzo Venier dei Leoni next to Marino Marini, The angel of the city (1948, Peggy Guggenheim Collection); Venice, 1960s © The Salomon R. Guggenheim Foundation, Photo Archivio CameraphotoEpoche, Gift of Cassa di Risparmio di Venezia, 2005

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Ein Leben für die Kunst

Peggy Guggenheim Collection

Palazzo Venier dei Leoni

Dorsoduro 701 • I - 30123 Venezia

Tel.: +39 041 / 2405 411 • Fax.: +39 041 / 520 68 85

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Respektvoll nannten die Einwohner Venedigs sie „die letzte Dogaressa”. Nach dem Krieg erfüllte sie sich ihren Lebenstraum und gründete in der Lagunenstadt in einem alten Palazzo ihr eigenes Museum für ihre Sammlung zeitgenössischer Kunst. Mit ihrem berüchtigten Seitenblick für wegweisende Kunstwerke wird Peggy Guggenheim zur Mitgestalterin einer der aufregendsten Abschnitte in der modernen Kunstgeschichte. Am 26. August 1898 wird Peggy Guggenheim in New York geboren. © Foto: Peggy Guggenheim on the terrace of Palazzo Venier dei Leoni next to Marino Marini, The angel of the city (1948, Peggy Guggenheim Collection); Venice, 1960s © The Salomon R. Guggenheim Foundation, Photo Archivio CameraphotoEpoche, Gift of Cassa di Risparmio di Venezia, 2005

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Das Direktorium des Louvre irrt sich gewaltig.

Respektvoll nannten die Einwohner Venedigs sie „die letzte Dogaressa”. Nach dem Krieg erfüllte sie sich ihren Lebenstraum und gründete in der Lagunenstadt in einem alten Palazzo ihr eigenes Museum für ihre Sammlung zeitgenössischer Kunst. Mit ihrem berüchtigten Seitenblick für wegweisende Kunstwerke wird Peggy Guggenheim zur Mitgestalterin einer der aufregendsten Abschnitte in der modernen Kunstgeschichte. Am 26. August 1898 wird Peggy Guggenheim in New York geboren. 

Peggy Guggenheim at her typewriter in her room at the Hotel Savoia & Jolanda, along Riva degli Schiavoni, Venice 1948 © The Salomon R. Guggenheim Foundation, Foto Archivio CameraphotoEpoche, gift of Cassa di Risparmio di Venezia, 2005

Guggenheim jeune
Plötzlich war alles ganz einfach. Peggy wusste, dass sie mit Künstlern zusammen sein wollte. „Sie stecken voller wunderbarer Ideen und Fantasien”, erzählte sie später. Seit zwanzig Jahren lebte sie nun schon in Europa, hatte sich in die Pariser Boheme gestürzt und rauschende Feste gefeiert. Eine Ehe war gescheitert, unzählige Affären, einer ihrer Liebhaber stirbt bei einer Operation. War dies das Leben, das sie sich vorstellte? Peggy tritt die Flucht nach vorne an und eröffnet 1938 in London die Kunstgalerie Guggenheim jeune. Zwei Jahre stellt sie moderne Kunst aus, organisiert Ausstellungen von Kandinsky und Tanguy, zeigt Skulpturen von Brancusi, Arp, Calder. Mindestens ein Werk jeder Ausstellung erwirbt sie für sich. Enthusiastisch plant sie nun ein Museum für moderne Kunst, doch die Angst der Menschen vor dem heraufziehenden Krieg setzt ihren Plänen ein Ende.

Peggy Guggenheim on the steps of the Greek Pavillion, where she exhibited her collection, 24th Venice Biennale, with Interior (1945, unknown location) by her daughter Pegeen Vail; 1948 © The Salomon R. Guggenheim Foundation, Photo Archivio Cameraphoto Epoche, gift of Cassa di Risparmio di Venezia, 2005 

Täglich nicht mehr als ein Bild
„In Paris konnte man damals sehr leicht Bilder kaufen. Der Krieg war gerade ausgebrochen und die Menschen versuchten, ihre Bilder zu verstecken, zu verkaufen oder sonst wie loszuwerden”. Als Peggys Interesse an Kunstwerken sich herumspricht, ist sie nicht einmal mehr am frühen Morgen im Bett vor Angeboten sicher. Sie nimmt sich vor, nicht mehr als ein Bild pro Tag zu kaufen. Ihr Leben gleicht in den nächsten Monaten einem Roman - als Jüdin unter einem judenfeindlichen Regime mit einer Sammlung von Kunstwerken, die als entartet gelten. Vielen Künstlern und ihren Familien hilft sie bei der Flucht vor den Nationalsozialisten - bis auch sie selbst nicht mehr länger in Paris bleiben kann. Anfang der 40er Jahre kehrt sie nach Amerika zurück - mitsamt ihrer Bilder. Die Direktion des Louvre hatte ihre Sammlung für zu modern und damit wertlos erklärt und ihren Schutz verweigert.

Eine epochale Ausstellung in New York und die Rückkehr nach Europa. Mehr auf der folgenden Seite.

Art of this century

Art of this century
Während in Europa der Krieg wütet, eröffnet Peggy Guggenheim im Herbst 1942 die Kunst-Ausstellung „Art of this Century” - eine heikle Entscheidung. Sie weiß darum und erklärt in einer Pressemitteilung: „Die Eröffnung einer Galerie in einer Zeit, in der die Menschen um ihr Leben und ihre Freiheit kämpfen, bringt eine Verantwortung mit sich, deren ich mir sehr bewusst bin. Dieses Projekt kann nur erfolgreich sein, wenn es sich in den Dienst der Zukunft stellt, anstatt die Vergangenheit zu dokumentieren”.

Peggy Guggenheim in her bedroom at Palazzo Venier dei Leoni, behind her Alexander Calder, „Silver Bedhead” (1945-46, Peggy Guggenheim Collection); Venice, early 1950s. © The Salomon Guggenheim Foundation, Photo Archivio Cameraphoto Epoche, Gift of Cassa die Risparmio di Venezia, 2005

Nicht nur politisch, auch künstlerisch ist „Art of this Century” ein Bekenntnis zur Zukunft. Die Galerie war als Ort gedacht, an dem die Künstler sich zu Hause fühlen sollten und an dem sie wie in einem Forschungszentrum zusammen an neuen Ideen arbeiten konnten. Und auch in der Präsentation ging die Galerie neue Wege: Die Kunstwerke wurden nicht nur gezeigt, sondern geradezu inszeniert. So waren etwa die Bilder auf Baseball-Schlägern montiert, so dass sie beliebig geneigt werden konnten. Auf jedes Bild war ein Spot gerichtet, und alle drei Minuten gingen die Lichter an und aus - bis die Besucher sich über diesen doch sehr gewöhnungsbedürfrtigen Beleuchtungseffekt beschwerten.

Palazzo non finito - Der unvollendete Palast
Nach dem Ende des Kriegs zieht es Peggy zurück nach Europa. Sie lässt sich in Venedig nieder und erwirbt Ende der 40er Jahre den Palazzo dei Leoni am Canal Grande. Es war der unvollendet gebliebene Palast eines alten venezianischen Adelsgeschlechts, das angeblich Löwen in seinem Garten gehalten hatte. Hinter dem Haus, auf der dem Kanal abgewandten Seite, befand sich einer der größten Gärten Venedigs mit vielen alten Bäumen. Der Palazzo, der auch Peggys Zuhause war, entwickelte sich allmählich zu einem Museum, das sie offiziell 1951 eröffnete. Mit den Jahren wurde das Haus zur Pilgerstätte der Kunstbegeisterten, die Sammlung zum historischen Kulturgut der Stadt erklärt.

Bild links: Peggy Guggenheim on the terrace of Palazzo Venier dei Leoni next to Marino Marini, The angel of the city (1948, Peggy Guggenheim Collection); Venice, 1960s © The Salomon R. Guggenheim Foundation, Photo Archivio CameraphotoEpoche, Gift of Cassa di Risparmio di Venezia, 2005. Bild rechts: Peggy Guggenheim and painter Arturo Tosi at the Greek Pavillon, 24th Venice Biennale, where she exhibited her collection; behind her (left to right) Joan Miró, Dutch Interior II (1928, Peggy Guggenheim Collection), Seated Woman II (1939, Peggy Guggenheim Collection and Costantin Brancusi Maistra (1912, Peggy Guggenheim Collection); 1948. © The Solomon R. Guggenheim Foundation, Foto Archivio CameraphotoEpoche, Gift of Cassa di Risparmio di Venezia 2005

Peggy Guggenheim wird am 26. August 1898 als Tochter von Florette Seligman und Benjamin Guggenheim in New York geboren. Die Familie ist mit Bankgeschäften zu großem Reichtum gekommen. Auf dem Höhepunkt der wirtschaftlichen Macht kontrolliert das Firmenimperium 80% aller Kupfer- und Silberminen weltweit.

Mit 14 Jahren verliert Peggy ihren Vater, der bei der Unglücksfahrt der Titanic im April 1912 seinen Platz im Rettungsboot einer Dame abtritt. Als sie volljährig wird, erhält sie im Sommer 1919 ihr väterliches Erbe.

Im Sommer 1919 nimmt Peggy Guggenheim eine Arbeit in einer New Yorker Buchhandlung auf. Sie lernt dort die Kunstszene New Yorks kennen und unterstützt zum ersten Mal Künstler und Schriftsteller.

1920 bricht Peggy nach Europa auf. Sie habe nicht geahnt, sagt sie später, dass sie dort mehr als zwanzig Jahre bleiben sollte. Ihr erster Ehemann, Laurence Vail, führt sie in Paris in die Bohéme ein. Einige ihrer Bekanntschaften werden zu lebenslangen Freunden. 1923 kommt ihr Sohn Sindbad, 1925 ihre Tochter Pegeen zur Welt. Die Ehe mit Laurence Vail wird 1928 geschieden.

Nach ihrer gemeinsamen Flucht aus Europa heiratet Peggy Guggenheim 1941 den Maler Max Ernst. Auch diese Ehe ist nicht für die Ewigkeit und wird schon 1943 beendet. 

Um sich zu beiden Kunstrichtungen zu bekennen, trägt Peggy Guggenheim bei der Ausstellungseröffnung Art of this Century 1942 je einen Ohrring von Alexander Calder und von Yves Tanguy. Nach Ende des Kriegs kehrt Peggy nach Europa zurück. 1948 präsentiert sie ihre Sammlung auf der Biennale in Venedig. Der überwältigende Erfolg bestärkt sie in der Absicht, in der Lagunenstadt ihr eigenes Museum zu gründen. 

Am 23. Dezember 1979 stirbt Peggy Guggenheim in Venedig an den Folgen eines Unfalls.

Bild: Peggy Guggenheim at Palazzo Venier dei Leoni with Alexander Calder, Arc of Petals (1941, Peggy Guggenheim Collection); behind her Jean Arp, Overturned Blue Shoe with Two Heels Under a Black Vault (1925, Peggy Guggenheim Collection); Venice, early 1950s. © The Salomon R. Guggenheim Foundation, Photo Archivio Cameraphoto Epoche, Gift of Cassa die Risparmio di Venezia, 2005

Lit.:
Peggy Guggenheim, Ich habe alles gelebt. Autobiographie. Aus dem Amerikanischen von Dieter Mulch, Scherz-Verlag 1980.
Peggy Guggenheim, Von Kunst besessen. Autobiographie. Aus dem Amerikanischen von Lilly von Sauter, Kindler-Verlag München 1962

 

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