Domplatz 4 • 67 346 Speyer

Tel.: 06232 / 13 25 0
Öffnungszeiten: Di - So 10.00 - 18.00 Uhr 

www.museum.speyer.deDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mit seinen reichhaltigen Sammlungen und den thematisch vielfältigen Sonderausstellungen zählt das Historische Museum der Pfalz zu den bedeutendsten Museen in Deutschland. Fünf Sammlungsausstellungen, darunter der Domschatz und das Weinmuseum, bieten einen facettenreichen Zugang zur Geschichte und Entwicklung der Pfalz. Das Kinder- und Jugendmuseum JUMUS ermöglicht jungen Besuchern eine zugleich altersgerechte und spannende Annäherung an Kultur und Geschichte • aktuelle Ausstellung: Maya. Das Rätsel der Königsstädte, noch bis 23.04.2107


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Mit seinen reichhaltigen Sammlungen und den thematisch vielfältigen Sonderausstellungen zählt das Historische Museum der Pfalz zu den bedeutendsten Museen in Deutschland. Fünf Sammlungsausstellungen, darunter der Domschatz und das Weinmuseum, bieten einen facettenreichen Zugang zur Geschichte und Entwicklung der Pfalz. Das Kinder- und Jugendmuseum JUMUS ermöglicht jungen Besuchern eine zugleich altersgerechte und spannende Annäherung an Kultur und Geschichte • aktuelle Ausstellung: Maya. Das Rätsel der Königsstädte, noch bis 23.04.2107

Schatzhaus der Pfalz

Große Familienausstellungen locken mit attraktiven Themen wie den „Schätzen Ägyptens”, dem „Königreich Pfalz” oder den Playmobil-Figuren, die Spielzeug-Geschichte schrieben. Der Domschatz beherbergt die bedeutendsten Zeugnisse des Salischen Herrschergeschlechts. Das Weinmuseum im Historischen Museum gibt mit einzigartigen Exponaten einen Einblick in die Kulturgeschichte des Weinbaus. Ein Besuch im Jungen Museum Speyer bietet Kindern und Jugendlichen eine altersgerechte und spannende Annäherung an Kultur und Geschichte. In unmittelbarer Nähe zum romanischen Kaiserdom gelegen zählt das Historische Museum der Pfalz Speyer zu den bedeutendsten Museen in Deutschland.

Das Museum in der Morgendämmerung. Foto: André Körner / Historisches Museum der Pfalz Speyer
100 Jahre Historisches Museum der Pfalz

AM 22.MAI 2010 BEGEHT DAS „SCHATZHAUS DER PFALZ” 100JÄHRIGES JUBILÄUM

Zwei markante Türme flankieren das Eingangsportal, von einem weiteren 40 Meter hohen Turm bietet sich ein grandioser Ausblick auf den Speyerer Dom, im von Licht durchfluteten Innenhof kommen die Besucher zur Ruhe: Der Bau des Historischen Museums der Pfalz - dem „Schatzhaus der Pfalz” - ist aus der Speyerer Stadtansicht nicht mehr wegzudenken. Am 22. Mai 2010 wird das Gebäude 100 Jahre alt.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung wurde das von dem renommierten Münchener Architekt Gabriel von Seidl entworfene Gebäude am 22. Mai 1910 in Speyer offiziell eingeweiht. Auch Prinz Rupprecht von Bayern - der spätere bayerische Kronprinz - war bei den Feierlichkeiten zugegen. Drei Jahre Bauzeit hatte der Museumsneubau in Anspruch genommen, der im Stil des Historismus vom Kirchenbau bis zum Wehr- und Schlossbau verschiedene historische Bauepochen und - formen in sich vereint. Das Historische Museum der Pfalz, eine 1869 vom Historischen Verein der Pfalz gegründete Einrichtung, konnte die umfangreichen Sammlungsbestände damit erstmals in einem eigenen Gebäude ausstellen.

 
Historisches Museum der Pfalz Speyer. Bei den Einweihungsfeierlichkeiten zum Neubau des Historischen Museums der Pfalz am 22. Mai 1910 waren zahlreiche interessierte Besucher vor Ort © Hist. Museum der Pfalz Speyer

Architekt Gabriel von Seidl wollte das Historische Museum der Pfalz als ein „Gesamtkunstwerk” präsentieren, in dem die Grenzen zwischen den ausgestellten Objekten mit dem geschichtlich anmutenden Ambiente ineinander fließen. So gab es beispielsweise kunstvoll gearbeitete Wappenmalereien pfälzischer Weinbaugemeinden an einer Raumdecke des Weinmuseums, die noch heute zu bewundern sind.

Im Herbst 2010 würdigt der Historische Verein der Pfalz das 100jährige Jubiläum des Museumsgebäudes in dem Jahrbuch „Mitteilungen des Historischen Vereins der Pfalz” mit spannenden Aufsätzen zu Architektur, früherer Raumgestaltung und den Sammlungsbeständen. Die Aufsätze erscheinen auch als Sonderdruck.

Detektive, Agenten & Spione

In geheimer Mission

James Bond, Miss Marple & ein Spion aus Speyer, Gießkannen mit versteckter Kamera & eine goldene Pistole - das Historische Museum der Pfalz Speyer entführt in der interaktiven Familien-Ausstellung „Detektive, Agenten & Spione” in die Welt der Geheimdienste.

11. Oktober 2015 bis 31. Juli 2016

Plakatmotiv: Historisches Museum der Pfalz, Grafik: Lisa-Marie Malek

Das Auge des Königs
Er eröffnete das erste private Detektivbüro und die Sicherheitsbehörde, die er begründete, wurde zum Vorbild vieler späterer Organisationen wie dem FBI oder Scotland Yard. Seine Arbeit inspirierte Kriminalschriftsteller wie Arthur Conan Doyle zur Romanfigur des Sherlock Holmes. Eugéne François Vidocq (1775-1857) war der erste moderne Detektiv. Ursprünglich ein skrupelloser französischer Kleinkrimineller, wechselte er nach unzähligen Gefängnisstrafen die Seite und bot der Polizei sein Wissen und seine Hilfe als verdeckter Ermittler an.

Philipp Marlowe. Humphrey Bogart verkörperte 1946 in „The Big Sleep” den Privatdetektiv Philip Marlowe © Bild picture-alliance / KPA Honorar & Belege

Sie sammeln Wissen und täuschen ihre Gegner: Detektive, Agenten und Spione, weltweit im Geheimen tätig, arbeiten sie im Auftrag von Regierungen und Nachrichtendiensten. Sie beflügeln immer wieder unsere Fantasie, in der wahre Ermittlungsfälle mit der Welt von Kult-Charakteren wie James Bond verschmelzen. Wie nah Realität und Fiktion tatsächlich beieinander liegen, zeigt die interaktive Familienausstellung „Detektive, Agenten & Spione” im Historischen Museum der Pfalz noch bis zum 31. Juli 2016.

Die Reise in die Welt der verdeckten Ermittlung beginnt in einer Londoner U-Bahn-Station. Allerlei Handwerkszeug ist zu sehen - Alltagsgegenstände wie Lippenstifthülsen, Getränkeflaschen und Geigenkästen dienten zum versteckten Waffentransport oder wurden als „Container” genutzt, um Dokumente unauffällig von A nach B zu bringen. Verkleidungskoffer und Fälschungskoffer für Postsendungen oder Pässe dienten dem Aufbau und der Untermauerung neuer Identitäten. Nicht zuletzt verdeutlichen der Einsatz von Tauben als „fliegende Agenten” oder ein Tarnungsset „Typ: Bauarbeiter” die Bandbreite der Möglichkeiten für die verdeckte Ermittlung.

Aston Martin. Auch ein Aston Martin mit Sonderausstattung in Bond-Manier parkt bis zum 31. Juli 2016 in Speyer, © Michael McGurk / Rex Features

Von einem der berühmtesten Fälle deutsch-deutscher Spionagegeschichte zeugt die Kamera des Stasi-Agenten Günter Guillaume, dessen Enttarnung in den 1970er Jahren zum Rücktritt von Bundeskanzler Willy Brandt führte. Daneben illustrieren Kult-Gegenstände wie die goldene Schusswaffe aus dem James-Bond-Film „Der Mann mit dem goldenen Colt” (1974), das Kostüm von Doris Day aus dem Film „Spion in Spitzenhöschen” (1966) oder rund 20 Entwurfszeichnungen von Aiga Rasch für die Buchcover „Die drei ???” die Welt der Film- und Romanhelden.

Bereits im Altertum finden sich Hinweise auf Personen, die Nachrichten sammelten, geheime Informationen weitergaben oder feindliche Herrscher in die Irre führten. Bei den Persern sammelte das „Auge des Königs” alle Informationen, um das riesenhafte Reich zu überwachen, wie der griechische Geschichtsschreiber Herodot im 5. vorchristlichen Jahrhundert berichtet.

An zahlreichen Mitmach-Stationen können kleine Nachwuchs-Agenten zwischen fünf und zwölf Jahren in die unterschiedlichsten Ermittlerrollen schlüpfen. Bei einer rasanten Verfolgungstour begeben sie sich auf Verbrecherjagd, können vor einer Tarnwand nahezu unsichtbar werden oder ihre Geschicklichkeit in einem Lasertunnel unter Beweis stellen. Zusammen mit den vier Freunden von TKKG gilt es darüber hinaus, einen Entführungsfall zu lösen. 

Lasertunnel. In einem Abenteuerparcours absolvieren Kinder im Alter zwischen 5 und 12 Jahren eine „Detektiv- und Agentenausbildung”. Eine besondere Herausforderung ist die Durchquerung des Lasertunnels, © Foto: Ingo Mersmann

Am Ende des Rundgangs stellt die Ausstellung den einzelnen Besucher selbst in das Zentrum der Beobachtung: Welche unbewussten Spuren hinterlässt jeder einzelnen von uns tagtäglich, beim Surfen im Internet, Telefonieren oder Benutzen von sozialen Netzwerken? In einer vollständig vernetzten Welt wird das Internet zu einem der wichtigsten Schauplätze aktueller Konflikte. Dies verändert auch die Arbeit der Geheimdienste.

Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Workshops, Krimi-Lesenacht und Taschenlampenführung für Kinder sowie mit Vorträgen, Criminal-Dinner und Talkrunde für Jugendliche und Erwachsene. Das „Handbuch für Detektive, Agenten & Spione”, eine Lese-, Spiel- und Bastelbox zur Ausstellung, kann für 10.- € im Museumsshop erworben werden.

Cover Bastelbox. Das „Handbuch für Detektive, Agenten & Spione”, die Lese-, Spiel- und Bastelbox zur Ausstellung, zur Ausstellung, ist im Museumsshop und unter www.detektive-ausstellung.de erhältlich. Bildnachweis: Historisches Museum der Pfalz, Grafik: Lisa-Marie Malek

Weitere Informationen unter www.detektive-ausstellung.de

Titanic - Die Ausstellung

Mythos Titanic

Titanic - Die Ausstellung.
Echte Funde, wahre Schicksale
21. Dezember 2014 bis 28. Juni 2015

Das Historische Museum der Pfalz Speyer präsentiert originale Fundstücke aus dem gigantischen Passagierschiff, das vor mehr als 100 Jahren nach der Kollision mit einem Eisberg im Atlantik versank. Jeder Ausstellungsbesucher erhält einen Boarding-Pass, mit dem er das individuelle Schicksal eines der damaligen Passagiere nachvollziehen kann.

Titanic im Sonnenaufgang, Illustration. © Premier Exhibitions, Inc.

Frauen und Kinder zuerst!
Es dauert lang, bis endlich klar wird, wie ernst die Lage wirklich ist. Dann, kurz nach Mitternacht an jenem schicksalhaften 15. April 1912, beginnt die Besatzung, die Evakuierung vorzubereiten. Stewards klopfen an die Kabinen der Ersten Klasse und bitten höflich, in Rettungswesten auf Deck zu kommen. Mittlerweile sind von allen Seiten Explosionen zu hören, der Lärm ist ohrenbetäubend und erschwert jede Verständigung. Der Kapitän gibt den Befehl, die Rettungsboote fertig zu machen - und Kinder und Frauen zuerst zu evakuieren.

Bild links: Das Wrack der Titanic liegt in 3.800 Metern Tiefe im Nordatlantischen Ozean. Es wurde erst am 31. August 1985, 73 Jahre nach dem Untergang, von Forschern aus den USA und Frankreich gefunden. © Bild 2010 RMS Titanic, Inc., a subsidiary of Premier Exhibitions, Inc. Nach umfangreichen Recherchen konnte erst 1985 geklärt werden, wo das zerbrochene Schiffswrack genau zu verorten ist. Im Rahmen verschiedener Expeditionen zwischen 1987 und 2010 konnten viele Relikte der Katastrophe aus 3.800 Metern Tiefe geborgen werden, darunter auch persönliche Gegenstände wie Schuhe, Bekleidung oder kostbarer Schmuck. Bild rechts: Die drei Schiffsscharuben der Titanic wurden von Dampfmaschinen mit einer Gesamtleistung von 51.000 PS angetrieben. © Bild Premier Exhibitions, Inc.

In der Nacht vom 14. auf den 15. April 1914 kollidiert das Passagierschiff Titanic auf seiner Jungfernfahrt mit einem Eisberg und sinkt. Obwohl für die Evakuierung fast drei Stunden Zeit bestehen, sterben mehr als 1500 der insgesamt 2200 Passagiere. Kaum eine Chance, in eines der wenigen Rettungsboote zu gelangen, besaßen Reisende der Dritten Klasse tief im Bauch des Schiffes, aber auch viele, vor allem männliche Reisende der Ersten und Zweiten Klasse gehörten zu den Opfern. Dies lag unter anderem auch an der Umsetzung des so genannten „Birkenhead-Drills”, einem Verhaltenskodex auf See, nach der Frauen und Kinder zuerst zu retten sind. Einige der für die Evakuierung verantwortlichen Schiffsoffiziere legten die Regel so radikal aus, dass sie überhaupt keine Männer in die Rettungsboote einsteigen ließen. Gleichzeitig fühlten sich nicht wenige männliche Passagiere diesem Ehrenkodex so stark verpflichtet, dass sie freiwillig auf ihre Rettung verzichteten.

Birkenhead-Drill: Im Februar 1852 lief das britische Fracht- und Truppenschiff HMS Birkenhead auf Grund und versank. Hunderte Soldaten ertranken oder wurden von Haien getötet, doch aufgrund des Kommandos des diensthabenden Offiziers an Bord „Frauen und Kinder zuerst” überlebten alle Frauen und Kinder. Der Rettungsbefehl, der als „Birkenhead-Drill” in die Seefahrtsgeschichte einging, ersetzte die bis dahin gültige Regel „Jeder für sich”. Die Birkenhead-Regel ist kein See-Gesetz, sondern gilt lediglich als Ehrenkodex für das Verhalten in Seenot.

Isidor Strauss und seine Frau Ida, © Foto Premier Exhibitions, Inc. Isidor Strauss, aus Otterberg bei Kaiserslautern gebürtiger US-amerikanischer Geschäftsmann und Politiker, war mit seiner Frau Ida bei der Jungfernfahrt ebenfalls an Bord. Der für die Evakuierung zuständige Schiffsoffizier bot Isidor Strauss an, dass er entgegen den Vorschriften zusammen mit seiner Frau in das Rettungsboot steigen könne. Doch dieser nahm das Angebot nicht an. Da sich Ida Strauss weigerte, das Schiff ohne ihren Mann zu verlassen, legte das Boot ohne sie ab. Beide kamen bei der Schiffskatastrophe ums Leben.

Die Titanic - nach der Arche Noah vielleicht das bekannteste Schiff der Welt - ist von einem beispiellosen Mythos umgeben, der bereits unmittelbar nach ihrem Untergang einsetzte und bis heute lebendig geblieben ist. Zahllose Romane & Augenzeugenberichte, Gedichte, Bilder & Filme, Musikstücke, Musicals & Sachbücher widmen sich seit mehr als 100 Jahren der Tragödie, die nach der Auffindung des Wracks durch Robert Ballard im Jahr 1985 und der spektakulären Verfilmung durch James Cameron 1997 nochmals neuen Auftrieb erhielt.

Verandacafe. Auf der Titanic gab es zwei solcher Verandacafés, die auch „Palmgarten” genannt wurden. Die Cafés waren ein beliebter Treffpunkt der Ersten Klasse. Mit Efeu an den Wänden, Palmen und den großen Panoramafenstern boten sie einen Atem beraubenden Blick auf den Ozean. © Bild Premier Exhibitions, Inc.; Foto: Peter Haag-Kirchner

Mit der Ausstellung „Titanic” präsentiert das Historische Museum der Pfalz ein einzigartiges Ausstellungsprojekt. Der Untergang des ‚unsinkbaren Schiffes’ und der Tod von über 1.500 Menschen in den eisigen Fluten des Nordatlantik markierte im Jahr 1912 eine Zäsur in vielfältiger Hinsicht. Der menschliche Glaube an die Allmacht der Technik wurde nachhaltig erschüttert. Noch heute, nach über 100 Jahren, steht der Name des Schiffes für einen Mythos - und eine Tragödie.
Die Informationen im Text wurden zusammengestellt von Sabine Kaufmann, M.A., stellvertretende Leiterin des Ausstellungsprojektes „Titanic”.

Aktuelle Informationen zur Ausstellung sowie zum Begleitprogramm finden Sie unter www.museum.speyer.de

40 Jahre Playmobil

„Wir stellen uns diese Größen und Farben vor”.

„Liebe Familie Playmobil, für meine Indianerfiguren habe ich aus Kaffeefilterpapier neue Kleider zugeschnitten und mit Blumen und Sternen bemalt. Dann habe ich die Kleider an die Figuren geklebt. Wie findet ihr meine Idee?” Täglich errreichen PLAYMOBIL zahllose Briefe mit Vorschlägen und Wünschen, was sich die kleinen Playmobil-Fans noch im Sortiment wünschen. So mancher hat schon versucht, am Gewinn beteiligt zu werden, wenn die Idee sich wenig später tatsächlich in den Spielzeuggeschäften findet - dabei dauert die Entwicklung einer Playmobil-Welt mehrere Jahre, bevor sie zu kaufen ist.

Täglich schicken Kinder Briefe an geobra Brandstätter und manch Kinderwunsch wird Wirklichkeit. Bild links: Verschiedene Pferde © Fotos: geobra Brandstätter GmbH & CoKG

Vom 1. Dezember 2013 bis zum 22. Juni 2014 nimmt das Historische Museum der Pfalz Speyer alte und neue Fans mit auf eine ganz besondere Reise: PLAYMOBIL wird 40 Jahre! 1974 traten im bayrischen Zirndorf die ersten PLAYMOBIL-Figuren lächelnd ihre Karriere an und haben bis heute gemeinsam mit ihren zahllosen Geschwistern Kultstatus erlangt - insgesamt bevölkern inzwischen mehr als 2,7 Milliarden PLAYMOBIL-Figuren die Kinderzimmer dieser Welt. PLAYMOBIL hat Spielzeug-Geschichte geschrieben - doch beinahe hätten die berühmten Spielzeugfiguren nur einen einzigen öffentlichen Auftritt erlebt. Lesen Sie hier die spannende Geschichte des Spielzeug-Klassikers.

PLAYMOBIL-Reisegruppe - Auf Abenteuerreise durch die Zeit. Foto: Historisches Museum der Pfalz / Peter Haag-Kirchner

Die PLAYMOBIL-Welten der Jubiläumsausstellung im Historischen Museum der Pfalz Speyer enthalten neben Bereichen des täglichen Lebens auch Szenen der Geschichte und Kulturgeschichte - die sich hervorragend eignen, spielerisch historische Zusammenhänge darzustellen. So wird in der Ausstellung beispielsweise die Varusschlacht gezeigt und erklärt, Sammler haben u. a. eine Dinosaurier-Forschungsstation und ein Ozeanum errichtet oder Szenen aus Märchen nachgestellt, die zu erraten sind. Erstmals ist als PLAYMOBIL-Welt der Zug zum Hambacher Schloss im Mai 1832 zu sehen - das Hambacher Fest, das damals auf dem Schloss gefeiert wurde, gilt heute als Geburtsstunde der deutschen Demokratie. Spannende Spielstationen wie eine begehbare Höhle, eine römische Galeere oder ein gigantisches PLAYMOBIL-Cargo-Schiff laden die jungen Besucher zum Mitmachen und Erforschen ein.

Friedlich rufen rund 400 kleine Demonstranten nach (Presse-)Freiheit und Volkssouveränität - kindgerechter kann Geschichte kaum vermittelt werden: Sammlervitrine Hambacher Fest. Der Sammler Bruno Peeters hat eigens für das Historische Museum der Pfalz Speyer die beeindruckende Vitrine „Zug zum Hambacher Schloss” geschaffen. Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer / Peter Haag-Kirchner

Ein Spielzeug erobert die Kunst

Stellvertretend für alle Kinder der fünf Kontine kreisen im Werk „Die Weltreise” der Bonner Künstlerin Christine Theile kleine PLAYMOBIL-Figuren gedankenverloren auf einem Skateboard - „die Kinder stehen für Lebensfreude und Toleranz - jeder lässt dem anderen Raum”, so die Künstlerin. Ein brasilianischer Fotokünstler - Felipe Morozini - lässt sich frei nach der Erzählung Gullivers Reisen von Jonathan Swift von kleinen Playmobil-Figuren fesseln. Der Frankfurter Architekt Marcus Schmitt erzählt in seinen Fotosequenzen Geschichten aus dem 19. Jahhrundert. Eine Expedition von Archäologen zieht auf Kamelen durch die Wüste, eine Eisenbahn bleibt im Sandsturm stecken, der Räuber Schinderhannes treibt sein Unwesen - alle Szenen natürlich mit PLAYMOBIL-Figuren nachgestellt.

Bild links: Maria Moysés: Aus der Serie „iloveplaymo”, Maria Moysés/Brasilien © Maria Moysés. Bild rechts: Marc Schmitt: Aus der Serie „Eine Welt um 1900” von Marcus Schmitt/Deutschland © Marcus Schmitt

Um die Jahrtausendwende ist die erste PLAYMOBIL-Generation erwachsen geworden - und setzt dem Lieblingsspielzeug ihrer Kindheit seither in Fotografie und Malerei, Video-Installation und Pop-Art auch künstlerisch ein Denkmal. Ein wichtiger Bereich der Ausstellung in Speyer beschäftigt sich mit dem Thema, auf welche Weise Künstlerinnen und Künstler sich von dem einzigartigen Spielsystem inspirieren ließen - witzige, aber auch nachdenklich stimmende Kunstwerke beleuchten die lächelnden Figuren aus den unterschiedlichsten Perspektiven.

Weitere Höhepunkte der Ausstellung sind u. a. eine Tagesexkusrion zum PLAYMOBIL-Werk in Dietenhofen und zum PLAYMOBIL-FunPark in Zirndorf, eine Trickfilmnacht, die Geburtstagsparty „40 Jahre PLAYMOBIL” im Mai 2014 - und das Souvenirfür jeden Besucher, das eine Spritzgussmaschine von PLAYMOBIL live in der Ausstellung produziert.

Aktuelle Informationen zur Ausstellung & zum Begleitprogramm unter www.museum.speyer.de

Reisen ins Mittelalter

31.10.2010 - 29.01.2012:
Burg Drachenfels - Reisen ins Mittelalter

Ausstellungsplakat © Historisches Museum der Pfalz Speyer

Am Fuß der Burg steht ein Bauernhaus: karg und anstrengend war das Leben der einfachen Landbevölkerung. Vom Land geht es weiter in die mittelalterliche Stadt mit dem geschäftigen Treiben in den Läden und Handwerkerhütten. Während ein paar Schritte weiter an der Dombaustelle fleißig gearbeitet wird, geht es im Scriptorium des Klosters sehr viel ruhiger zu: Feder und Tinte, Heilkräuter und Klostergarten stehen hier im Mittelpunkt.

Das Leben im Mittelalter war für viele Menschen beschwerlich und voller Gefahren. Die Menschen waren gezwungen, weite Wege auf sich zu nehmen und über unsichere Straßen zu reisen, um von einem Ort zum anderen zu gelangen - Handwerker wanderten auf der Suche nach Arbeit von Baustelle zu Baustelle, Mönche reisten, um Wissen zu sammeln und zu verbreiten, Pilger wanderten zu heiligen Stätten und Bauern flüchteten vor Missernten und Hunger.

Burg Drachenfels Ruine. Von Burg Drachenfels eröffnet sich ein herrlicher Blick über die Gemeinde Busenberg in der Südwestpfalz. Foto: Klaus Venus/Historisches Museum der Pfalz Speyer.

In der Ausstellung „Burg Drachenfels - Reisen ins Mittelalter” schlüpfen die jungen Besucher in die Rolle von Reisenden im Mittelalter. Als Ritter oder Burgdamen gekleidet, treffen sie auf die geheimnisvolle Burg Drachenfels. Auf spielerische Weise lernen sie die grundlegenden Charakteristika des Mittelalters kennen. Originale Alltagsgegenstände ermöglichen den direkten Blick auf die vergangene Epoche, Repliken und anregende Spielvorschläge vermitteln anschaulich Aspekte der mittelalterlichen Lebenswelt. 

Begleitend zur Ausstellung haben die Museumsgäste die Möglichkeit, auf der eigens erstellten Ausstellungs-Homepage www.burgdrachenfels.speyer.de ihre Reise in die Vergangenheit fortzusetzen. Insgesamt erwartet die Internetbesucher acht verschiedene Stationen, die grundlegende und leicht verständliche Informationen zur Epoche der Ritter und Burgen bereit halten.

Ägyptens Schätze entdecken

ÄGYPTENS SCHÄTZE ENTDECKEN
Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin im Historischen Museum der Pfalz Speyer

Zur Ausstellung erscheint im Prestel-Verlag ein reich bebildertes Begleitbuch mit rund 300 farbigen Abbildungen. Überdies informiert die Publikation über die spannende Geschichte der Ägyptologie und berichtet über die aktuellsten Forschungsergebnisse. Ägptens Schätze entdecken. Meisterwerke aus dem Ägyptischen Museum Turin. Historisches Museum der Pfalz (Hrsg.) Prestel-Verlag (2012); ISBN: 978-3-7913-5192-6

Nach altägyptischem Glauben muss ein Mensch nach seinem Tod vor Osiris treten, den Gott der Unterwelt und Totengott, um gerichtet zu werden. Bei diesem Totengericht wird das Herz des Verstorbenen gegen die Maat, die Ordnung der Welt, aufgewogen. Nur wenn sein Herz sich im Gleichgewicht mit der Maat befindet, kann er als Gerechtfertigter im Reich der Toten weiter existieren.

Vom 16. März bis 14. Oktober 2012 präsentiert das Historische Museum der Pfalz Speyer einzigartige Zeugnisse aus der Schatzkammer des Ägyptischen Museum Turin.

Eine der bedeutendsten Sammlungen ägyptischer Kunst und Kultur
Großartige Skulpturen mächtiger Pharaonen und Priester, geheimnisvolle Mumien und eindrucksvoll geschmückte Särge - in Zusammenarbeit mit dem Ägyptischen Museum Turin präsentiert das Historische Museum der Pfalz Speyer in der aktuellen Sonderausstellung „Ägyptens Schätze entdecken” einzigartige Artefakte einer längst vergangenen, doch noch immer faszinierenden Hochkultur. Kostbare Schmuckstücke zeugen von der meisterhaften Handwerkskunst im Alten Ägypten, während einfache Gebrauchsgegenstände, die mehr als 3000 Jahre nahezu unversehrt überstanden haben, vom Alltagsleben der Menschen erzählen. Bis heute zählt die Sammlung in Turin zu den größten und bedeutendsten Sammlungen altägyptischer Zeugnisse weltweit - vergleichbare Sammlungen existieren in Europa nur in Paris und London.

Dank der Zusammenarbeit mit dem Ägyptischen Museum Turin kommen einzigartige Exponate nach Speyer, die zum Teil noch nie in der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Zu den herausragenden Objekten aus der Turiner Sammlung zählt u. a. die rund 3000 Jahre alte Sitzstatue des Pharao Thutmosis I.

Schatzsucher und eine gescheiterte militärische Expedition
Napoleon Bonaparte hatte den Feldzug 1798 in Ägypten nicht nur militärisch gründlich vorbereitet. Den Militärtroß des Feldherrn begleiten nebst einer wissenschaftlichen Bibliothek auch weit über hundert Gelehrte mit der Aufgabe, den geheimnisvollen „Orient” systematisch zu erkunden. Die Eroberung Ägyptens scheitert, doch der militärisch ruhmlose Feldzug Napoleons rückt Ägypten ins Zentrum der Aufmerksamkeit Europas - und mit dem neu erwachten Interesse von Wissenschaftlern wie auch von Schatzsuchern für das Land am Nil schlägt die Geburtsstunde der Ägyptologie.

Der Ausstellungsrundgang im Historischen Museum der Pfalz Speyer beginnt mit einem informativen Einblick in die vielfältige Geschichte der Ägyptologie mit ihren großartigen Entdeckungen und kulturgeschichtlichen Erkenntnissen.

Ägypten-Ausstellung für Jungforscher: Im Rahmen der Ausstellung „Ägyptens Schätze entdecken” präsentiert das Junge Museum Speyer eine Erlebnisausstellung, die sich direkt an die jungen Besucher richtet. In einem rekonstruierten Tempel treffen die Nachwuchsforscher auf fremdartige Tiergötter und erhalten auf einer Grabungsstation spannende Einblicke in die Arbeit von Archäologen. Audioguides speziell für die Jungforscher bieten kindgerecht aufbereitete Informationen zur Geschichte Ägyptens.

Projekt KUR

Unter dem Titel „Des Kaisers letzte Kleider. Rettung der organischen Funde aus den Kaiser- und Königsgräbern im Dom zu Speyer” präsentiert das Historische Museum der Pfalz beeindruckende Ergebnisse zur Forschung und Konservierung mittelalterlicher Grabtextilien salischer Kaiser und Könige. Der Besuch der Ausstellung bildet die ideale Ergänzung zur zeitgleichen Jahrhundertschau „Die Salier. Macht im Wandel”. Die Ausstellung „Des Kaisers letzte Kleider” im Historischen Museum der Pfalz Speyer ist noch bis zum 25. März 2012 zu sehen.

Kostbare Grabtextilien
Unter großem öffentlichen Interesse wurden im August 1900 im Dom zu Speyer die Gräber der salischen Kaiser und Könige und der ihnen nachfolgenden Könige geborgen. Die prächtigen Kleider, die feinen Stoffe und bestickten Seidengewänder sowie die aufwendig gefertigten Schuhe aus Textil und Leder ließen keinen Zweifel am hohen Rang der Verstorbenen. Eine ausführliche fotografische Dokumentation hielt den Zustand der Funde im Bild fest.

Über hundert Jahre später, seit 2009, widmen sich Wissenschaftler und Restauratoren des Historischen Museum der Pfalz in einem richtungsweisenden Forschungsprojekt mit der Konservierung und Restaurierung der organischen Materialien, die in den Gräbern gefunden wurden. Mit modernen Restaurierungsmaßnahmen konnten viele der fragilen Funde gerettet und ihre langfristige Aufbewahrung gesichert werden. Erstmals werden auch Erkenntnisse zur Farbigkeit und Struktur der Textilien sowie ihrer möglichen Herkunft erzielt. Gleichzeitig sind auch die spannende Geschichte der Grabung sowie ihre schriftliche und bildliche Dokumentation Gegenstand der Untersuchungen.

Laborsituationen und die Rettung mobilen Kulturgutes.
Das Historische Museum der Pfalz präsentiert mit ausgewählten Originalstücken der kostbaren Grabtextilien eindrucksvolle Ergebnisse dieses großen Forschungs- und Renovierungsprojekts. „Laborsituationen” geben einen Einblick in die Entwicklung der Konservierungstechniken und bringen die Besucher auf „Tuchfühlung” mit den hochempfindlichen Textilfragmenten. Mediale Inszenierungen sowie hunderte historischer Aufnahmen lassen die Besucher die Graböffnung und den Fortschritt der Grabung anschaulich erleben. 

 
Bild links: Textiltechnologische Untersuchungen mit dem Stereomikroskop am Mantel Philipps von Schwaben, Speyer, Domschatz im Historischen Museum der Pfalz, D 332. Bindung und Musterung der Webborte an der vorderen Kante wurden detailliert erfasst. Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer/Peter Haag-Kirchner. Bild rechts: Die hochempfindlichen Textilien werden unter Laborbedingungen untersucht. Foto: Domschatz im Historischen Museum der Pfalz Speyer 2011/Peter Haag-Kirchner

linkes Bild: Die Fragmente des Mantels Philipps von Schwaben wurden bei der Restaurierung 1960 auf einer Rekonstruktion aus ockerfarbenem Baumwollgewebe montiert und bis 2010 auf einer Figurine präsentiert. Foto: Domschatz des Historischen Museum der Pfalz Speyer 2011/Peter Haag-Kirchner. Bild rechts: Im Rasterelektonenmikroskop scannt ein Elektronenstrahl über die Textilprobe und erzeugt ein dreidimensionales Abbild von dessen Oberfläche. Dabei können bis zu 24.000fache Vergrößerungen erreicht werden. Foto: Historisches Museum der Pfalz Speyer/Peter Haag-Kirchner

KUR - Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut
Die Sicherung der mittelalterlichen Grabtextilien der Kaiser- und Königsgräber im Dom zu Speyer wird unterstützt vom Domkapitel Speyer sowie der Kulturstiftung des Bundes, die in Kooperation mit der Kulturstiftung der Länder 2007 das so genannte KUR-Programm startete. Unter dem Titel „KUR - Programm zur Konservierung und Restaurierung von mobilem Kulturgut” werden Projekte in Museen, Archiven und Bibliotheken gefördert, die der Rettung und Sicherung akut bedrohten Kulturgutes dienen. „So unterschiedlich die Objekte ihrem Alter, dem Material und den Konservierungs- und Restaurierungsanforderungen nach sind - sie lenken den Blick auf die Gefahr, dass wertvolles Kulturgut in den Archiven, Museen und Bibliotheken verloren geht”.

Informationen zu den verschiedenen Projekten der Kulturstiftung finden Sie im Internet unter www.kulturstiftung-des-bundes.de

Im Jahr 2011 steht Speyer ganz im Zeichen der salischen Kaiser. Das Historische Museum der Pfalz Speyer präsentiert gemeinsam mit der Stadt und dem Bistum Speyer noch bis zum 30.Oktober 2011 die große kulturgeschichtliche Ausstellung „Die Salier - Macht im Wandel”. Zahlreiche Exponate von Weltrang werden erstmals in einer Ausstellung vereint. Die Ausstellung „Des Kaisers letzte Kleider” im Domschatz-Bereich des Museums bietet eine einzigartige Gelegenheit, die Ausstellung über das salische Herrschergeschlecht zu besuchen.

Info: Ausstellungen im Historischen Museum der Pfalz Speyer 
„Des Kaisers letzte Kleider” & „Die Salier - Macht im Wandel”
noch bis zum 25. März 2012
Historisches Museum der Pfalz Speyer 
Domplatz 4 • 67346 Speyer
Dienstag bis Sonntag 10.00 - 18.00 Uhr


Informationen zu Begleitprogramm & Führungen im Internet unter www.salierjahr2011.de