Außergewöhnliche Projekte für außergewöhnliche Orte

Kulturverein Industrietempel e.V.
Marianne & Gerd Reutter
Kleinfeldstr.50 • 68165 Mannheim

Tel.: 0621 / 44 47 36 • Fax.: 0621 / 40 49 48

www.industrietempel.de • Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

Sie setzten Räume in Szene, in denen niemand Kultur vermutet - Klärwerke & unterirdische Wasserrückhaltebecken, Bunker, Stahlgießereien & Kellerlabyrinthe. Sie inszenieren rituelle Tänze & erwecken mit Licht und nie gehörten Klängen die starren Wächter der Türme. Jede Inszenierung bezieht sich ist ausschließlich auf ihren besonderen Aufführungsort. Seit 1989 verwandelt der Mannheimer Verein Industrietempel e.V. vor allem Anlagen des Industriezeitalters in Tempel der Kultur. Die Prozession ist das Jubiläumsprojekt 25 Jahre Industrietempel am 19./26. Juli 2014. Foto: Die 16 Säulen. Tanzperformance & Raumbespielung Gewölbekeller der Alten Brauerei Mannheim, 2006. © Industrietempel e.V.

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Besser keine hohen Absätze

Im Mannheimer Hafen ließen sie einen echten Derwisch tanzen - zwischen den Betonfluchten präsentierten sie indischen Tempeltanz. In einem Brückenpfeiler der Konrad-Adenauer-Brücke öffneten sie eine Stahltür. Die Treppen führten hinunter in einen langen, gewundenen Gang unter dem Rhein - in dem die Besuchern mit gregorianischen Gesängen empfangen wurden. Für das Projekt „Die Sieben Kammern” (2004) durfte das Publikum sogar in die Katakomben unter dem Mannheimer Wasserturm. Die Mannheimer Performer um den Verein Industrietempel e.V haben sich leidenschaftlich der Idee verschrieben, an außergewöhnlichen Orten außergewöhnliche Projekte zu inszenieren.

Links: Die Schöne und der Beton, Tanz-Performance unter der Carlo-Schmid-Brücke zwischen Mannheim-Feudenheim und Mannheim-Neuostheim (2009), rechts: Magischer Jahrmarkt mit einer verwunschenen Voliere im Ebertpark Ludwigshafen (2002), © Industrietempel e.V.

Angefangen hatte alles 1989 mit dem „Tanz in den Strebelwerken”, einer konspirativen Inszenierung in einer leer stehenden Heizkesselfabrik auf der Friesenheimer Insel. Nach dem Abriss der Hallen zog der Industrietempel weiter. Die nächste Station war das stillgelegte Brass-Werk in Mannheim-Neckarau mit Projekten im Wasserturm, dem Werkscasino und dem Verwaltungsgebäude. Aber auch Brass sollte abgerissen werden - und der Verein war wieder auf der Suche nach einem neuen Tempel der Industrie. Es folgten Inszenierungen in einer früheren chemischen Reinigung und einer Neckarschleuse (in Betrieb), im alten Kesselhaus des Mannheimer Herschelbades, in der damals noch leer stehenden Walzmühle in Ludwigshafen oder einem Ludwigshafener Hochbunker.

Immer wieder neu sollen sich die Künstler allein auf die jeweiligen Räume und deren charakteristische Atmosphäre einlassen. Jedes Projekt entsteht ausschließlich für den einen Ort und kann nie an einem anderen präsentiert werden. Streng achten die Industrietempler darauf, dass dieses Konzept nie aufgegeben wird. Und noch Eines ist ihnen wichtig: Ein Industrietempel darf nie zuvor Veranstaltungsort gewesen sein. Die Kulturmacher spielen mit der Neugier und Entdeckungslust der Menschen - ein Raum muss für das Publikum immer einmalig sein.

Aufgetreten sind im Industrietempel u. a die Söhne Mannheims ebenso wie Performer aus Mexiko oder Butoh-Tänzer aus Japan.

Die Prozession
Jubiläumsprojekt zu 25 Jahren Jahren INDUSTRIETEMPEL

Samstag, 19. Juli 2014 • Sonntag, 20. Juli 2014 • Beginn: 22.00 Uhr
Der Aufführungsort in Mannheim wird am 19. Juli 2014 ab 18.00 Uhr bekannt gegeben auf Industrietempel.deFacebook

„Die Prozession”, © Industrietempel e.V.

„Die Pilger der Industrie ziehen ihre vorgeschriebenen Bahnen, tragen stählerne Monstranzen und Reliquien zu heiligen Betriebsstätten. Sie sind Wanderer einer vergangenen Kultur, auf einer Wallfahrt durch die Zeit.”

Ensemble ZwischenTanz mit Pilgern, Streichinstrumenten, einer Sängerin, dem Guten Geist I & II, Ritualwagen, Monstranzen & Reliquien.