Chemie, die verbindet

BASF Feierabendhaus / BASF Gesellschaftshaus
Leuschnerstr. 47 • 67063 Ludwigshafen
Tel.: 0621 / 60 - 7 88 88
www.wirtschaftsbetriebe.basf.de

Seit 1921 engagiert sich die Badische Anilin- und Sodafabrik (BASF) für die Förderung von Kunst und Kultur. Im Zentrum des Kulturprogramms stehen die Konzerte im BASF-Feierabendhaus & im BASF Gesellschaftshaus in Ludwigshafen.

Weit über 3000 Konzerte wurden bis heute gegeben. Legenden traten auf, der weltweit erste Konzertmitschnitt auf Tonband schrieb Geschichte. Die Konzertaufführungen im BASF-Feierabendhaus sind zentraler Bestandteil der Kulturförderung des weltweit führenden Chemie-Unternehmens. Musik spielt im Kultur-Engagement der BASF noch immer eine entscheidende Rolle, mittlerweile haben aber auch Bildende Kunst und Tanz, Film und Fotografie an Bedeutung gewonnen • BASF - Kulturprogramm mit Veranstaltungskalender für die Saison 2014/15 • Enjoy Jazz 2014 u.a. mit Fay Claassen, 10.10.2014

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Chemie, die verbindet

BASF Feierabendhaus / BASF Gesellschaftshaus
Leuschnerstr. 47 • 67063 Ludwigshafen
Tel.: 0621 / 60 - 7 88 88
www.wirtschaftsbetriebe.basf.de

Seit 1921 engagiert sich die Badische Anilin- und Sodafabrik (BASF) für die Förderung von Kunst und Kultur. Im Zentrum des Kulturprogramms stehen die Konzerte im BASF-Feierabendhaus & im BASF Gesellschaftshaus in Ludwigshafen.

Weit über 3000 Konzerte wurden bis heute gegeben. Legenden traten auf, der weltweit erste Konzertmitschnitt auf Tonband schrieb Geschichte. Die Konzertaufführungen im BASF-Feierabendhaus sind zentraler Bestandteil der Kulturförderung des weltweit führenden Chemie-Unternehmens. Musik spielt im Kultur-Engagement der BASF noch immer eine entscheidende Rolle, mittlerweile haben aber auch Bildende Kunst und Tanz, Film und Fotografie an Bedeutung gewonnen • BASF - Kulturprogramm mit Veranstaltungskalender für die Saison 2014/15 • Enjoy Jazz 2014 u.a. mit Fay Claassen, 10.10.2014

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Die Geschöpfe des Prometheus

Die Geschöpfe des Prometheus

Kaum ist der Schlussakkord verklungen, erheben sich die Zuhörer von ihren Sitzen. Mit Bravorufen und begeistertem Applaus feiern sie das Orchester. Das von der BASF organisierte Konzert am 30.November 1921 mit einer Sinfonie von Haydn und der Ouvertüre zu Beethovens Ballettmusik „Die Geschöpfe des Prometheus” war ein Zeichen der Hoffung in diesen von Mangel und Not geprägten Nachkriegsjahren - und gilt heute als Premiere des BASF-Kulturprogramms.

 BASF-Feierabendhaus Festsaal 2011 © BASF SE

In der griechischen Mythologie ist der unsterbliche Prometheus der Kulturbringer und Freund der Menschen, für die er von den Göttern das Feuer stiehlt. Die Musik zum Prometheus-Ballett kann als programmatisch für die Kulturförderung der BASF gerade in den Nachkriegsjahren gelten - der unerschrockene Held, der sich zum Wohl der Menschen gegen herrschende Ideologien auflehnt.

November 1921. Die Folgen des verlorenen Krieges prägen den Alltag der Menschen. Eine rasende Inflation führt zu allgemeiner Verarmung, die Menschen leiden Hunger und Entbehrung. Revolutionäre Unruhen lähmen das öffentliche Leben. Zwei Monate zuvor hatte eine verheerende Explosion mit vielen Hundert Toten und Verletzten die BASF erschüttert.

Carl Bosch, in diesen Jahren Vorstandsvorsitzender der BASF, ist sich sicher, dass nur eine neue „Kultur der Solidarität” im Unternehmen den drohenden Zusammenbruch verhindern kann. Selbst vielseitig musisch interessiert, glaubt er an die Macht der Kunst, in gemeinsamer Hingabe und Begeisterung diese so notwendige Solidarität zu erreichen. Die Unternehmensführung um Bosch, aber auch Vertreter der Angestellten und Arbeiter teilen diesen Glauben. Im Frühjahr 1919 beschließt ein Ausschuss, im BASF-Vereinshaus, dem späteren Feierabendhaus, für die Mitarbeiter und ihre Familien Unterhaltungsabende mit Musik und Vorträgen anzubieten. Die Entscheidung zwei Jahre später, zusammen mit dem Landessinfonieorchester Pfalz und Saarland, der heutigen Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, sinfonische Konzerte zu geben, stellt die Weichen für das zukünftige BASF-Kulturprogramm.


Außenansicht des Feierabendhauses (1914) gemalt von Otto Bollhagen (1861-1924) (Foto:BASF). Die ersten BASF-Konzerte wurden im Vereinshaus gegeben, dem späteren Feierabendhaus. Für die Konzerte wurde der Festsaal provisorisch mit einem schlichten Holzpodium für das Orchester vor der Bühne ausgestattet. 

Trotz der schwierigen Umstände wird die neue Reihe mit klassischer Musik ein Erfolg: Mitte der 1920er Jahre sind die Konzerte sowohl für die Mitarbeiter der BASF wie auch für die Ludwighshafener Bevölkerung daskulturelle und gesellschaftliche Ereignis. Aber auch viele Künstler schätzen die besondere Atmosphäre mit dem begeisterungsfähigen Publikum und nehmen ein Gastspiel im Feierabendhaus gerne in ihre Tourplanung auf.

1924 & 1926: Die berühmte Sopranistin Claire Dux im BASF-Feierabendhaus (Foto: Toronto Library). Mit dem Auftritt von Clare Dux feierte die BASF 1924 ihr erstes großes „Glamour-Event” im Feierabendhaus. Carl Bosch hatte 1923 auf einer Geschäftsreise in die USA auf sehr unkonventionelle Weise Bekanntschaft mit schillernden Primadonna gemacht. Beschäftigt mit den bevorstehenden Gesprächen mit amerikanischen Industriellen, zeigte er zunächst wenig Interesse, die Künstlerin kennenzulernen. Als sich eine Begrüßung nicht mehr vermeiden lässt, gesteht Bosch in der ihm eigenen Offenheit, dass er sich nach Kräften bemüht habe, ihr an Bord des Schiffes aus dem Weg zu gehen - worauf die Opernsängerin in ein herzliches Lachen ausbricht (Information von Karl Holdermann: Im Bann der Chemie. Carl Bosch).

Die weltweit erste Tonbandaufnahme eines Konzerts. Mehr auf der nächsten Seite.

Ein Konzert schreibt Mediengeschichte

Ein Konzert schreibt Mediengeschichte

Das nächste Stück ist eine Mozart-Sinfonie. Noch einmal blickt Sir Thomas Beecham kurz auf das Aufnahmemikrofon - und unwillkürlich, ganz so, als sei er im Zweifel über die neue Technik, schlägt er zum Einsatz der Musik den Taktstock etwas fester auf das Dirigentenpult.

 
Konzert mit dem London Philharmonic Orchestra unter Sir Thomas Beecham im Jahr 1936 © BASF Unternehmensarchiv

Mit der Machtergreifung der Nationalsozialisten ab 1933/34 wird auch das Kulturprogramm der BASF weitgehend gleichgeschaltet. Auf dem Spielplan stehen die „begabtesten Vertreter der deutschen Gegenwartsmusik”, die NS-Gemeinschaft Kraft durch Freude (KdF) organisiert im Vereinshaus Bunte Abende, die mit „leicht geschürzter Muse” für nationale Themen begeistern sollen. Eine Ausnahme im Konzertprogramm dieser Jahre ist das Gastspiel des London Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Sir Thomas Beecham. Der berühmte Dirigent war auf Einladung des deutschen Botschafters in London, dem späteren Reichsaußenminister Joachim Ribbentrop, im November 1936 ins Feierabendhaus nach Ludwigshafen gekommen.

Zwei Mitarbeiter der BASF bitten Sir Beecham bei der Probe am Vormittag, das Konzert auf dem „Magnetophon” aufzunehmen, einem zusammen mit der AEG in Berlin entwickelten Gerät zur Schallaufzeichnung. Die AEG hatte die technischen Teile des Apparats angefertigt, die BASF das entsprechende Kunststoff-Tonband. Ohne zu zögern stimmt der Maestro ihrer Bitte zu.


1936: Sir Thomas Beecham © Foto: BASF-Unternehmensarchiv

Nach dem Konzert nimmt sich der technikbegeisterte Beecham lange Zeit, um zusammen mit den Ingenieuren der BASF den Mitschnitt des Konzerts anzuhören - sehr zum Unwillen der NSDAP-Parteifunktionäre, die beim anschließenden Gala-Dinner vergeblich auf den Ehrengast warten. Am nächsten Morgen reist der hohe Gast weiter nach Frankreich zum nächsten Konzerttermin - geblieben ist von seinem Besuch in Ludwigshafen die weltweit erste Konzertaufnahme auf einem Tonband. 

Mit Beginn des II. Weltkriegs werden die Konzerte im Feierabendhaus deutlich reduziert. Künstler von internationaler Bedeutung sind nur schwer für einen Auftritt zu gewinnen, und auch der normale Konzertbetrieb ist kaum fortzuführen. Im April 1944 wird das letzte Kriegskonzert gegeben, zwei Monate später wird das Feierabendhaus von Bomben getroffen.

Kultur nicht nur zum Feierabend. Mehr auf der nächsten Seite. 

Trösterin Musik

Trösterin Musik

Die Wiederaufnahme der Konzerte nach dem Krieg ist keine leichte Aufgabe: Viele Musiker sind im Krieg gefallen, große Teile der BASF-Anlagen, darunter auch das Feierabendhaus, sind zerstört oder schwer beschädigt. Trotz aller Widrigkeiten wird im November 1945 in den ungeheizten Räumen des Gesellschaftshauses das erste Konzert der Nachkriegsgeschichte gegeben: Anton Bruckners „Trösterin Musik”.

Pfälzische Gastfreundschaft und Ideenreichtum in Sachen Mobilität ermöglichen in den ersten Nachkriegsjahren die Fortsetzung der Konzerte: Die Musiker werden privat untergebracht und verköstigt, viele Künstler reisen an mit dem einzig verlässlichen Fortbewegungsmittel der Zeit - den Güterwaggons der Bahn.


 1965: Der chilenische Pianist Claudio Arrau, der als einer der größten Interprten der Werke von Robert Schumann gilt, signiert im BASF-Feierabendhaus (Foto: BASF-Unternehmensarchiv)

Kulturförderung der BASF SE
Zahlreiche hervoragende Künstler treten in den folgenden Jahren und Jahrzehnten in Ludwigshafen auf und verleihen dem Feierabendhaus neuen Glanz - die Pianisten Alfred Brendel und Friedrich Gulda, berühmt für seine Bach-Interpretationen, internationale und nationale Stars wie die amerikanische Sopranistin und mehrfache Grammy-Preisträgerin Jessye Norman und Fritz Wunderlich oder, in jüngerer Zeit, die Jazz-Legenden Ornette Coleman (2005) und Sonny Rollins (2011) im Rahmen des Festivals Enjoy Jazz und viele, viele andere.

Bildlinks: Ornette Coleman beim Enjoy-Jazz-Festival 2005, BASF-Feierabendhaus (Foto: Manfred Rinderspacher). Bild rechts: Fay Claassen (Gesang) beim Enjoy Jazz-Festival 2014, BASF-Feierabenhaus  

 Der Blick auf die letzten Jahre macht deutlich, dass die BASF mit ihren verschiedenen Kooperations- und Sponsoringprojekten mittlerweile weit über die klassische Musik und die eigenen Veranstaltungen hinausgeht. Die großen Ausstellungs-Kooperationen mit dem Wilhelm-Hack-Museum (Ludwigshafen) - u. a. Marc Chagall (1990), Joan Mirò (2000) oder die Surrealismus-Ausstellung 2009/10 - gehören ebenso dazu wie die Kooperation mit dem Enjoy-Jazz-Festival oder das Sponsoring des Fotofestivals Mannheim-Ludwigshafen-Heidelberg.

Enjyo Jazz-Schulbigband, © Foto Enjyo Jazz GmbH, BASF SE Seit vielen Jahrzehnten sieht deshalb die Kulturförderung der BASF ihre Aufgabe auch darin, Nachwuchsarbeit zu unterstützen. Und seit acht Jahren kooperieren BASF SE und Enjoy Jazz auf diesem Feld. Die Schulbigbands aus Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen hatten so immer wieder die Möglichkeit, im Rahmen des Festivals mit einem renommierten Star der Jazzszene zu proben.

Daneben setzt das Unternehmen auf verschiedene Education-Projekte, die Kinder und Jugendliche an Kunst und Kultur heranführen und gleichzeitig der Persönlichkeitsbildung sowie der sozialen Integration dienen: In der „School of Rock” mit Studenten der Popakademie Baden-Württemberg fördert das gemeinsame Musizieren Kreativität, Toleranz und Disziplin, im Projekt „Junges Theater im Delta”, einer von der BASF initiierten Kooperation der großen Theater in Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg, können Kinder und Jugendliche Erfahrungen als Schauspieler, Autoren und Regisseure sammeln.

Informationen zum BASF-Kulturmanagement & den Nachwuchsprogrammen im Internet unter www.basf.com

BASF-Kulturprogramm 2014/2015

Eine musikalische Weltreise

Die internationale Presse bezeichnete ihn wiederholt als den Belcanto-Tenor par excellence: Die Karriere von Juan Diego Flórez begann 1996, als er beim Rossini-Festival in Pesaro für einen erkrankten Kollegen einsprang und praktisch über Nacht die Titelrolle einer wenig bekannten Rossini-Oper einstudieren musste. Beim Benefizkonzert in Ludwigshafen am 01. Dezember 2014 tritt der Weltklasse-Tenor zusammen mit der Filarmonica della Scala unter der Leitung von Fabio Luisi auf. 

Bild links: Juan Diego Flórez, © Decca. Der peruanische Weltklasse-Tenor im Belcanto-Fach Juan Diego Flórez wird als Interpret von Rossini, Belini & Donizetti auf den größten Opernbühnen der Welt gefeiert. Bild rechts: Filarmonica della Scala, © Silvia Lelli. Die Filarmonica della Scala wurde 1982 von Claudio Abbado und den Musikern der Mailänder Scala gegründet. Unter der Leitung von Fabio Luisi begleitet sie Juan Diego Flórez beim Benefizkonzert am 1. Dezember 2014. Die BASF unterstützt mit dem Konzert das Stipendiatenprogramm der Filarmonica della Scala und Flórez’ Projekt „Sinfonia por el Perú”, bei dem peruanische Kinder und Jugendliche eine musikalische Bildung erhalten.

Neben Juan Diego Flórez prägen weitere Sänger das Programm der Saison 2014/2015. So präsentiert die Französin ZAZ Lieder aus ihrem im vergangenen Jahr erschienen Studioalbum (07.12.2014) und Götz Alsmann ist mit seinem neuen Bühenprogramm „Broadway” im Feierabendhaus zu Gast (20.03.2015). Ute Lemper, einer der wenigen deutschen Weltstars, wird u.a. Liebesgedichte des chilenischen Nobelpreisträgers Pablo Neruda interpretieren (07.11.2014)

Ein außergewöhnliches Komponistenportrait & eine der letzten Männerbastionen
Dem amerikanischen Pianisten und Komponisten Kit Armstrong ist das diesjährige Künstlerportrait gewidmet. Armstrong ist einer der wenigen Klavierschüler von Altmeister Alfred Brendel, mit dem er bei einem Werkstattkonzert ein Schubert-Trio erarbeitet. Höhepunkt des Künstlerportraits ist die Uraufführung einer von BASF in Auftrag gegebenen Komposition.

Kit Armstrong, © Foto: Irène Zandel, June Artists Management und Jason Alden. Die Veranstaltungen mit Kit Armstrong finden statt am 18. und 19. Oktober 2014, am 27. Januar 2015, am 18., 19. und 20. März 2015 und am 29. und 30. April 2015

Kit Armstrong ist neben den Pianisten Mitsuko. Krystian Zimerman & Murray Perahia auch zu Gast in der Reihe The Big Four. Krystian Zimerman wird eines von nur vier Deutschlandkonzerten im BASF-Feierabendhaus geben. Die Japanerin Mitsuko Uchida ist bekannt für ihre Interpretation von Werken der Wiener Klassik, Murray Perahia, der mit Vladimir Horowitz befreundet war, zählt zu den gefragtesten Pianisten unserer Zeit.

Eine Frau am Pult eines Sinfonieorchesters - das gilt noch immer als Ausnahme. Doch langsam beginnt auch diese letzte Männerbastion zu fallen. Erfolgreiche Vorbilder wie Marin Alsop oder Simone Young haben den Weg bereitet für eine immer größer werdende Anzahl junger Dirigentinnen. Die Litauerin Mirga Gražinytė-Tyla zählt zu den viel versprechenden Talenten unter ihnen. Im Feierabendhaus steht sie am Pult der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz und hat sich mit Bruckners „Romantischer Sinfonie” ein echtes Schwergewicht vorgenommen (15./16.10.2014).

Grazinyte-Tyla-Mirga, © Philipp Zinniker / Theater im Pfalzbau Ludwigshafen

Informationen zum BASF-Kulturprogramm im Internet unter www.basf.com

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