Am 18. November ist Welttag der Philosophie

„Staunen veranlasste die Menschen zum Philosophieren”, erklärte der griechische Philosoph Aristoteles - das Staunen und die Verwunderung über das Woher und Wozu der Welt. Seit 2002 feiert die UNESCO alljährlich am dritten Donnerstag im November den Tag der Philosophie. An diesem Tag soll daran erinnert werden, dass die Philosophie auf ein besseres Verständnis der Welt hinwirken sowie Toleranz und Frieden fördern kann.

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Das offizielle Poster der UNESCO zum Welttag der Philosophie 2010 © UNESCO

Für die UNESCO ist die Philosophie eine „Schule der Freiheit”, in der die Fähigkeit zu unabhängigem Denken und Urteilen gebildet und das Nachdenken über Werte und Normen gefördert werden. Seit 2002 feiert die UNESCO  den Tag der Philosophie, der auf der UNESCO-Generalkonferenz 2005 in den Rang eines offiziellen Welttages erhoben wurde.

„Philosophie”, ein Wort aus dem Griechischen, lässt sich mit „Liebe zur Weisheit” übersetzen. Als Schöpfer der Worte Philosophie und Philosoph - „Freund der Weisheit” - gilt der griechische Gelehrte Pythagoras von Samos, der etwa um 570 v.u.Z. geboren wurde. Viele werden noch aus ihrer Schulzeit den „Lehrsatz des Pythagoras” kennen, der nach ihm benannt wurde. 

Nach der Überlieferung des römischen Politikers Marcus Tullius Cicero gebrauchte Pythagoras das Wort Philosophie erstmals in einem Gespräch mit einem gewissen Leon, dem Herrscher eines der griechischen Stadtstaaten. Leon, erstaunt über Pythagoras’ Kenntnisse, möchte wissen, auf welcher Kunst die Klugheit seines Gastes beruht. „Ich verstehe mich auf keine Kunst”, erwidert Pythagoras, „sondern bin ein Philosoph”. Verwundert über diesen neuen Namen bittet Leon um eine Erklärung, wer denn die Philosophen seien und welcher Unterschied zwischen ihnen und den anderen Menschen besteht. Pythagoras antwortet mit einem Gleichnis.

Das Leben der Menschen, erklärt Pythagoras, scheine ihm dem Markt ähnlich, der im Glanz der Olympischen Spiele abgehalten wird: Dort streben die einen mit ihren durchtrainierten Körpern nach der Ehre des Siegerkranzes, andere werden mit der Aussicht auf gute Geschäfte angelockt. Eine dritte Gruppe aber strebt weder nach Applaus noch nach Gewinn, sondern ist gekommen, um zu schauen und zu sehen, was sich zuträgt und auf welche Weise. „So sind auch wir gleichsam aus einer Stadt auf eine Festversammlung gekommen, nämlich in dieses Leben aus einem anderen Leben und einer anderen Natur. Und wie die einen dem Ruhm dienen und die anderen dem Geld, so gibt es einige, die von alledem nichts halten und stattdessen nach Wissen verlangen. Sie nenne ich die Philosophen. Und wie dort auf dem Markt das Zusehen das Vornehmste ist, so überragt im Leben die Erforschung der Natur der Dinge alles andere”.

Informationen zum Welttag der Philosophie auf der Internetseite der Deutschen UNESCO-Kommission e.V.


Literaturtipp von Qualitätslotse:
Richard Rorty: Philosophie als Kulturpolitik • Suhrkam-Verlag / Insel 2008 • Aus dem Amerikanischen von Joachim Schulte
 • ISBN: 978-3-518-58495-8

Richard Rorty fragt in diesem Essay-Band nach der Rolle der Philosophie in der westlichen Kultur. Wie muss man philosophieren, um als Philosoph einen sinnvollen Beitrag zur menschlichen Kultur zu leisten? Rortys Antwort: Man muss sich entscheiden, und zwar gegen den Elfenbeinturm und für den kulturellen Wandel durch das Gespräch - mit der Naturwissenschaft, der Kunst, der Literatur, der Religion und der Politik (Umschlagklappentext).


Richard Rorty /Foto: Suhrkamp Verlag

Bücher von Richard Rorty, aber auch weitere philosophische Literatur erhalten Sie in der gut sortierten Philosophie-Abteilung der Buchhandlung Kieser am Schwetzinger Schloßplatz (Schwetzingen)

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