Zoo Heidelberg

Tiergartenstraße 3 • 69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 64 55 - 0 • Fax.: 06221 / 64 55 88

Öffnungszeiten: tägl. geöffnet
Sommer 9.00 - 19.00 Uhr • März/Oktober 9.00 - 18.00 Uhr • Winter 9.00 - 17.00 Uhr

www.zoo-heidelberg.deDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Sehenswert ist die Afrikasteppe, auf der sich Zebras gemeinsam mit Kudus - einer afrikanischen Antilopenart -, Blessböcken und Pelikanen tummeln. Die Elefanten-Junggesellengruppe mit den vier temperamentvollen Jungbullen ist ebenso eine Attraktion wie Ujan, der pfeifende Orang-Utan - der in aufgeräumter Stimmung die Besucher schon einmal mit einem Liedchen unterhält. Faszinierende Raubtiere und kolossale Riesenschildkröten, elegante Meerkatzen, die machtvollen Gorillas - der Besuch des Heidelberger Tiergartens ist immer wieder ein wunderbares Erlebnis. „It’s such a perfect day” - was für ein perfekter Tag - singt Lou Reed in einem berühmten Lied aus den 1970er Jahren. Sangria trinken im Park gehört dazu, am Abend einen Film im Kino sehen und - Tiere schauen im Zoo • Die Panorama-Idee. Carl Hagenbeck erfindet den modernen Zoo • Foto: Syrischer Braunbär © Susanne Fischer

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Zoo Heidelberg

Tiergartenstraße 3 • 69120 Heidelberg

Tel.: 06221 / 64 55 - 0 • Fax.: 06221 / 64 55 88

Öffnungszeiten: tägl. geöffnet
Sommer 9.00 - 19.00 Uhr • März/Oktober 9.00 - 18.00 Uhr • Winter 9.00 - 17.00 Uhr

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Sehenswert ist die Afrikasteppe, auf der sich Zebras gemeinsam mit Kudus - einer afrikanischen Antilopenart -, Blessböcken und Pelikanen tummeln. Die Elefanten-Junggesellengruppe mit den vier temperamentvollen Jungbullen ist ebenso eine Attraktion wie Ujan, der pfeifende Orang-Utan - der in aufgeräumter Stimmung die Besucher schon einmal mit einem Liedchen unterhält. Faszinierende Raubtiere und kolossale Riesenschildkröten, elegante Meerkatzen, die machtvollen Gorillas - der Besuch des Heidelberger Tiergartens ist immer wieder ein wunderbares Erlebnis. „It’s such a perfect day” - was für ein perfekter Tag - singt Lou Reed in einem berühmten Lied aus den 1970er Jahren. Sangria trinken im Park gehört dazu, am Abend einen Film im Kino sehen und - Tiere schauen im Zoo • Die Panorama-Idee. Carl Hagenbeck erfindet den modernen Zoo • Foto: Syrischer Braunbär © Susanne Fischer

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Leben Live Erleben

Fordern statt Verwöhnen

Kleine Leckerbissen werden in Kisten und Kartons verpackt, in Astlöchern sind Rosinen oder Obstschnitzel versteckt. Die Schimpansen basteln sich Stöckchen zurecht, mit denen sie in mühevoller Kleinarbeit feine Leckereien aus Futterboxen herausangeln. Nur mit einem mächtigen Sprung erreichen die Löwen die Fleischstücke, die heute erhöht aufgehängt sind.

In der freien Natur sind die Tiere den größten Teil des Tages mit der Nahrungssuche beschäftigt, und so lassen sich die Tierpfleger im Heidelberger Tiergarten immer wieder neue Tricks einfallen, um ihre Schützlinge auch hier mit einer abwechslungsreichen Futtergabe auf Trab zu halten. „Die Zeit muss für die Tiere ausgefüllt werden, damit sie gesund bleiben”, erklärt Zoo-Direktor Dr. Klaus Wünnemann, „denn genau wie Menschen werden auch Tiere durch Langeweile früher oder später krank und entwickeln Verhaltensstörungen”. Behavioral bzw. Environmental Enrichment - Verhaltens- oder Umweltanreicherung - ist ein zentrales Element moderner Zooführung, das mit einem abwechslungsreichen Tagesablauf erheblich zum Wohlbefinden der Zoobewohner beiträgt - und auch im Heidelberger Zoo groß geschrieben wird.

Bild links: Training der Mähnenrobben mit Trainer Jörg Kubacki, Foto: Susanne Fischer. Bild rechts: Robbenbaby „Pedro” und seine Mutter „Holly” kuscheln mit Jörg Kubacki, Foto: Petra Medan. Im Rahmen einer Dressur, die täglich um 11.00 Uhr & um 16.00 Uhr vorgeführt wird, können sich die Mähnenrobben ihr Futter selbst erarbeiten. Bei der Fütterung, die zu den Hauptattraktionen im Zoo zählt, zeigen diese imposanten Tiere, zu welchen Kunststücken sie der Trainer mit viel Geduld und Fingerspitzengefühl bringen kann. Die Kunststücke selbst bauen auf natürlichen Verhaltensweisen der Tiere auf - und erfolgen freiwillig, da die Tiere in jedem Fall ihre üppige Fischration erhalten. Die Heidelberger Mähnenrobbengruppe ist seit vielen Jahren und mit derzeit sieben Tieren (Stand September 2013) eine der größten und erfolgreichsten Zuchtgruppen in einem deutschen Zoo. Auf dem rechten Bild oben ist das Robbenbaby „Pedro” zu sehen, das im Juli 2013 zur Welt kam. Der kleine Bulle übt mit seiner Mutter Holly im Mutter-Kind-Schwimmbecken gerade tauchen und schwimmen - und das will auch für junge Seelöwen gelernt sein.

Die Heidelberger Zooschule wurde von der UNESCO ausgezeichnet
Die Afrikaanlage mit Afrikahaus und Steppenlandschaft ist das größte Gehege des Zoos. Gemeinsam mit Zebras tummeln sich hier Kudus - eine afrikanischen Antilopenart-, Blessböcke und Perlhühner - das Wasserloch wird von einer Gruppe Rosapelikanen bevölkert. Andere interessante Tiere, die ansonsten eher im Hintergrund leben wie der Igeltanrek aus Madagaskar oder die Riesenkröte Aga, können die Zoobesucher in der Tierpflegersprechstunde im „Kleinen Affenhaus” kennenlernen.

Neben klassischen Zootieren und heimlichen Stars präsentiert der Heidelberger Zoo auch Besonderheiten. Sehr selten und in Deutschland nur im Münchener Zoo und im Zoo Heidelberg zu bewundern sind die Roloway-Meerkatzen. Neben der Haltung und der Zucht dieser besonderen Tiere setzt sich der Zoo Heidelberg auch für ihr Überleben in Freiheit ein - die Roloway-Meerkatze zählt zu den bedrohtesten Primaten des afrikanischen Kontinents. In Zusammenarbeit mit anderen europäischen Zoos und Naturschutzorganisationen leitet der Zoo Heidelberg das Artenschutzprojekt WAPCA (West African Primate Conservation Action) in Westafrika, das dem Schutz der Roloway-Meerkatze und anderer bedrohter Primatenarten in ihrem natürlichen Lebensraum dient.

Sumatra-Tiger Asim, Foto: Susanne Fischer. Bild rechts: Wiege-Aktion der acht Seychellen-Riesenschildkröten des Zoo Heidelberg, Foto: Heidrun Knigge; Zoo. Die regelmäßige Gewichtskontrolle bietet Pflegern und Tierärzten wichtige Informationen über die Gesundheit der Tiere - das Gewicht ist nicht nur wichtig, um Medikamente zu dosieren, es hilft auch dabei, die Futterarion richtig zu dosieren. Alle acht Riesen brauchen übrigens keine Diät zu fürchten: Sie haben in einem normalen Maß nur leicht zugenomen und sind gesund und munter.

Prof. Dr. Carl Bosch ist der Gründervater des Heidelberger Tiergartens
Zum Geburtstag überraschte ihn seine Mutter einmal mit einigen Kranichen - sie wusste, dass sie ihrem Sohn keine größere Freude bereiten konnte als mit einem Geschenk für den neuen Tiergarten. Er hielt sich gerne hier auf und kannte die Eigenarten der Tiere genau.

Carl Bosch (1874-1940), Chemiker, Vorstandsvorsitzender der BASF 1919-1925 und der I.G. Farbenindustrie 1925-1935 © BASF Unternehmensarchiv Ludwigshafen/Rhein 

Anfang der 1930er Jahre gewinnt der Ornithologe Prof. Dr. Otto Fehringer den Nobelpreisträger und Vorstandsvorsitzende der BASF Ludwigshafen Prof. Dr. Carl Bosch als Mitbegründer und Mäzen des Heidelberger Tiergartens. Nach dem Richtfest im Frühjahr 1934 können die Besucher den Zoo gegen geringes Entgelt besichtigen. Da die Einnahmen zur Deckung der Kosten nicht ausreichen, bleibt die Einrichtung nur dank der Zuwendungen von Prof. Dr. Bosch, der Stadt Heidelberg und der Unterstützung der Tiergartenfreunde weiter bestehen.


Der Zoo Heidelberg überzeugt nicht nur mit seinen Tieren und schönen Anlagen. Zur Jahrtausendwende nimmt die Zooschule Heidelberg ihre Arbeit auf - und bietet etwa mit Zoo-Unterricht und Ferien im Zoo, Aktionstagen und Workshops und sogar Kindergeburtstagen ganzjährig zahlreiche Veranstaltungen für junge und auch ältere Tierforscher. Welche Aufgaben hat ein Tierpfleger? Wie fühlt es sich an, eine Schlange zu streicheln und worauf muss beim Waschen einer Riesenschildkröte geachtet werden? Die erlebnisreichen Veranstaltungen sollen sowohl Kinder wie auch Erwachsene für den Arten- und Naturschutz sensibilisieren und sie von deren Wichtigkeit zu überzeugen. Im Rahmen dieser Arbeit wurde die Zooschule Heidelberg von der UNESCO für die Jahre 2008/2009 und 2010/2011 als „Offizielles Projekt der UN-Dekade Bildung für nachhaltige Entwicklung” ausgezeichnet.

Der alte Tiergarten-Eingang & ein Blick in den Zoo Heidelberg. Fotos: Zoo Heidelberg

Das ganze Jahr können Kinder und Eltern einen der schönsten Spielplätze der Region genießen. Um einen zentralen Platz mit behindertengerechtem Karusell und Trampolinen sind der Kleinkinderplatz mit Spielgeräten und landschaftsnahen Einbauten sowie die Themenfelder Steppe und Dschungel angeordnet. Ein Dschungellehrpfad, ein Kletterwald und fantasievolle Tierskulpturen laden zum Klettern ein, im ganzen Zoo sind zahlreiche weitere altersgerechte Spielmöglichkeiten verteilt. Im Gastronomiezelt oder auf einem großen Picknickplatz können sich die Eltern ausruhen und dabei ihre Kleinen im Blick behalten.

Die Panorama-Idee. Carl Hagenbeck erfindet den modernen Zoo.

Hagenbecks Zoologisches Paradies

Die Eisbären und Seelöwen, die zwischen Eisbergen und Eisschollen aus Pappmaché umherstreifen, scheinen zum Greifen nah. Wie auch die Löwengruppe und die drei Elefantenbullen, die an einer Wassertränke in einer täuschend echten Savannenlandschaft ihren Durst löschen. Nur ein breiter, mit Pflanzenarrangements kaschierter Wassergraben trennt die Besucher von den Tieren. Mit gitterlosen Freigehegen, exotischen Kunstlandschaften und aufwendigen Panorama-Ansichten revolutioniert „Hagenbecks Tierpark”, der im Mai 1907 vor den Toren Hamburgs eröffnet, die bis dahin herrschende Zoo-Architektur.

Haug von Kuenheim: Carl Hagenbeck. Hamburger Köpfe. Herausgegeben von der ZEIT-Stiftung Ebelin und Gerd Bucerius, Ellert & Richter Verlag Hamburg, ISBN 978-3-8319-0182-1. Carl Hagenbeck - der einstige Fischhöker aus St. Pauli wurde zum größten Tierhändler der Welt, als Erster brachte er sensationelle Völkerschauen nach Europa, er setzte sich ein für die gewaltlose Dressur von Tieren. Im Jahr 1907 eröffnete er den für die damalige Zeit revolutionären Tierpark in Hamburg-Stellingen. Wer war dieser Carl Hagenbeck, der ein Stück Hamburger Geschichte verkörpert und dessen einmaliges Werk in der sechsten Generation von der Familie weitergeführt wird? In dieser Biographie des Journalisten Haug von Kuenheim wird Hagenbecks aufregendes Leben nacherzählt.

Der Hamburger Kaufmann und Dompteur Carl Hagenbeck (1844-1913) sprühte vor Ideen. Schon der junge Carl erweitert den Tierhandel seines Vaters, indem er Zoos, Kuriositätenkabinette und vermögende Privatleute mit exotischen Tieren beliefert - Affen und Nilpferde aus Afrika, Elefanten, Tiger und prächtige Vögel aus Asien. Die Ankunft der Tiere im Hafen war jedes Mal ein Spektakel - und das Hagenbecksche Familienunternehmen zählte bald zu den wichtigsten Tierhändlern in Europa. Rund um die Tiere, die in Käfigen und Wannen auf dem Hinterhof des Geschäftes auf ihre Auslieferung warten, baut Hagenbeck eine florierende Unterhaltungsshow auf. Gefeiert werden später auch die Völkerschauen, die Carl Hagenbeck inszeniert - Shows mit Eskimo-Familien und Beduinen, Sioux-Indianern und geheimnisvollen Nubiern aus Ägypten, die dem Publikum ihre Bräuche vorführen, und „Hagenbecks Zoologischer Circus”, in dem er die zahme Dressur von Wildtieren einführt. Für Aufsehen sorgt einmal eine Raubtiernummer, in der er selbst anstelle seines erkrankten Dompteurs in die Manege steigt.

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Restaurant „Zum Blauen Nil”

Eritreisch-Äthiopische Küche
Karl-Metz-Str. 3 • 69115 Heidelberg
Tel.: 06221 / 67 28 009 • Das Restaurant „Zum Blauen Nil” ist auf Facebook

Doch während die Menschen noch begeistert zu Völkerschauen und Zirkus-Nummern strömen, beschäftigt sich Carl Hagenbeck insgeheim schon mit einer Geschichte, die ihm mehr als alles andere am Herzen liegt. Alle Zoos, die er geschäftlich oder auch privat besucht, präsentieren die Tiere wie Gefangene hinter Gitterstäben - es ist ein Bild, das ihn immer wieder tief bedrückt. Wie ließe sich ein Tierparadies schaffen, in dem die Tiere freier und natürlicher gehalten werden als in den üblichen Menagerien? Und in dem auch den Zoobesuchern die Illusion vermittelt werden könnte, die Tiere lebten in der freien Natur? Hagenbecks Lösung ist eine Kulissen-Landschaft, vor der sich die Tiere in einem gitterlosen Gehege bewegen - nur durch einen breiten Wassergraben vom Publikum getrennt. Hagenbecks „Tiergarten der Zukunft” war eine Revolution, die das bisherige Verständnis eines Zoos von Grund auf veränderte. „Für das Auge bauen sich die wundervollen Tierpanoramen frei auf, und die Tiere selbst sind, soweit es überhaupt möglich ist, der Natur zurückgegeben”, feierte die Tageszeitung „Hamburger Fremdenblatt” Hagenbecks Erfindung.

Von Tieren und Menschen. Erlebnisse und Erfahrungen von Carl Hagenbeck. Severus-Verlag 2012, ISBN 978-3-86347-344-0. „Man muss das richtige Verständnis und eine vorurteilsfreie Liebe zur Tierwelt besitzen. Dann wird man beobachten können, dass in jedem Tier, wie im Menschen, Gut und Böse verteilt sind. Auch manchen Beweis einer tieferen Gefühlsregung wird man entdecken können”. In diesem Buch erzählt Carl Hagenbeck von seinen ersten Begegnungen mit außergewöhnlichen Geschöpfen, von seinen Zeiten als Dompteur und über die Anfänge des Tierhandels bis hin zur Gründung seines Parks. Hagenbecks bewegende Geschichten machen dieses Buch für jeden Leser zu einem Abenteuer. Die vorliegende Ausgabe des Werks ist ein hochwertiger Nachdruck der Originalschrift in Fraktur von 1928 anlässlich von Hagenbecks 100.Todestag am 14. April 2013.

Trotz aller Kritik - zoologische Gärten seien keine Vergnügungsveranstaltungen, sondern „wissenschaftlich belehrende Institute”, lautete ein nicht frei von Neid geäußerter Vorwurf -, setzte sich Carl Hagenbecks Idee langfristig durch. Als der „König der Tiere”, wie ihn seine Bewunderer gerne nannten, im April 1913 starb, trauerte die ganze Welt.

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