Forum Internationale Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen
Museum Zeughaus

Quadrat C 5 • 68159 Mannheim

Tel.: 0621 / 293 31 50 • Fax.: 0621 / 293 95 39

www.rem-mannheim.deDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Mit den Sammlungen Historische Reisefotografie, Robert-Häusser-Archiv und der Helmut-Gernsheim-Fotosammlung umspannt das Forum Internationale Fotografie die Zeit von den Anfängen der Fotografiegeschichte bis zur Gegenwart. In regelmäßigen Wechseln wird der Sammlungsbestand der Öffentlichkeit präsentiert. Die monatliche Gesprächsreihe „Talk Fotografie” gibt Einblicke in fotografische Techniken von der Pionierzeit bis zur zeitgenössischen Fotografie. Das Forum Internationale Fotografie befindet sich im vierten Stock des Museum Zeughaus C5.

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Forum Internationale Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen
Museum Zeughaus

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Mit den Sammlungen Historische Reisefotografie, Robert-Häusser-Archiv und der Helmut-Gernsheim-Fotosammlung umspannt das Forum Internationale Fotografie die Zeit von den Anfängen der Fotografiegeschichte bis zur Gegenwart. In regelmäßigen Wechseln wird der Sammlungsbestand der Öffentlichkeit präsentiert. Die monatliche Gesprächsreihe „Talk Fotografie” gibt Einblicke in fotografische Techniken von der Pionierzeit bis zur zeitgenössischen Fotografie. Das Forum Internationale Fotografie befindet sich im vierten Stock des Museum Zeughaus C5.

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Geschichte der Fotografie

Die Sammlung ist von unschätzbarem Wert: Reisebilder und ethnografische Fotografien aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, die größtenteils die Geschwister Reiß auf ihren Reisen nach Indien und Ceylon, China, Japan und den Vereinigten Staaten, ihren Aufenthalten in den arabischen Ländern und Südamerika und in vielen anderen Ländern gesammelt haben.

Die Sammlung Historischer Reisefotografien der Geschwister Carl und Anna Reiß sowie der Fotografien von Jakob Lorent bilden eine der drei Säulen im Sammlungsbestand des Forum Internationale Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim. Daneben gehören zum Bestand das Robert-Häusser-Archiv mit dem gesamten fotografischen & bibliografischen Nachlass des großen Mannheimer Fotografen sowie der zeitgenössische Teil der Helmut-Gernsheim-Fotosammlung. In regelmäßigen Szenewechseln werden die Sammlungen der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Reiss-Engelhorn-Museen, Museum Zeughaus: Lebensgroße Steinskulpturen im Glasfoyer zum Hofgarten. © Reiss-Engelhorn-Museen, Foto: Jean Christen

Das Forum Internationale Fotografie verfolgt in seiner wissenschaftlichen Arbeit im Wesentlichen zwei Ziele: Zum einen die Erschließung, Bewahrung und Präsentation des Nachlasses international anerkannter Fotokünstler oder Fotosammler. Der zweite Arbeitsschwerpunkt ist die Pflege und Betreuung der bereits bestehenden Sammlungen.

Museum Zeughaus © Reiss-Engelhorn-Museen, Foto: Elisabeth Brockmann. Das Mannheimer Zeughaus gehört zu den bedeutendsten Bauwerken des Frühklassizismus in Deutschland. Das Gebäude wurde 1777/78 nach Plänenh von Peter Anton von Verschaffelt in der Regierungszeit des Kurfürsten Carl Theodor (1724-1799) als kurfürstliches Waffenarsenal errichtet. Seit seiner Erbauung wurde das Zeughaus vielfältig genutzt und baulich verändert, so u. a. als Kaserne und ab 1903 als Gewerbehalle und Leihamt. Seit 1908 wurde das Bauwerk museal genutzt. 1953 beschloss der Mannheimer Gemeinderat die Einrichtung des Reiss-Museums im Zeughaus.

Talk Fotografie

Jeweils am ersten Sonntag des Monats präsentieren Künstlerinnen & Künstler in der Gesprächsreihe „Talk Fotografie” ihre Arbeiten zu unterschiedlichen fotografischen Positionen. Die Teilnehmer erhalten Einblicke in die Vielfalt fotografischer Gestaltungsmöglichkeiten sowie in fotografische Techniken, die in der Geschichte der Fotografie entwickelt wurden. Die Reihe wird moderiert vom Leiter und Kurator des Forum Internationale Fotografie Dr. Claude W. Sui.

Robert-Häusser-Archiv

Er gilt als ein Wegbereiter der zeitgenössischen Fotografie: Robert Häusser gehört zu den wenigen international anerkannten deutschen Fotografen der Nachkriegszeit, die eine unverwechselbare Handschrift entwickelt haben. Unbeirrt von Tagesmoden entwickelte er konsequent und kontinuierlich seine eigene Formensprache, mit der er im Lauf der Jahre Stil bildend für die deutsche Fotografie wurde: Robert Häussers ausschließlich schwarz-weiße Fotografien sind von einer strengen, oft symmetrischen Tektonik. Fast grafisch heben sich die Hell-Dunkel-Flächen voneinander ab und verdichten sich zu einem suggestiv-symbolischen Ausdruck.

Robert Häussers Fotografien spekulieren nicht auf vordergründige Effekte und schnellen Konsum. Der Ausdruck von Melancholie und Einsamkeit auf vielen Aufnahmen verrät eine gedankliche Verwandtschaft zu Malern wie Caspar David Friedrich, Edward Hopper oder Giorgio de Chirico - wie ja auch immer wieder festgestellt wurde, dass viele seiner Bilder später einsetzenden Kunstrichtungen vorgegriffen habe.

Mit dem Fotoarchiv des 1914 in Stuttgart geborenen Robert Häusser, das der Künstler 2003 dem Forum Internationale Fotografie übergeben hat, wird der Bestand des Hauses um eine international anerkannte Sammlung eines bedeutenden Fotografen der Gegenwart bereichert. Unter den Fotografien, die Robert Häusser dem Forum überlässt, haben sich zahlreiche Bilder ikonengleich in das visuelle Gedächtnis der Moderne einggeprägt.

Robert Häusser ist Preisträger u.a. der renommierten Auszeichnung „Internationaler Preis für Fotografie 1995” der „Erna and Victor Hasselblad-Foundation”, Schweden.

Röhre, U-Bahnnau München1965, © Robert Häusser. Die Aufnahme ist zugleich das Motiv des Ausstellungsplakates.

Robert Häusser - im Auftrag ...

Fotografien aus Handwerk und Industrie
24. März 2013 - 12. Januar 2014
Forum Internationale Philosophie • Museum Zeughaus C5

Die Industriearchitektur-Bilder sind in einer meisterlichen Schwarz-Weiß-Komposition umgesetzt und zeigen eine klare Rhythmik aus hell-dunken Kontrasten und seriell repetierenden Formen. Die Fotografien, die zur Gruppe „Mensch bei der Arbeit” zusammengefasst sind, überraschen mit ungewöhnlichen Perspektiven, die den „entscheidenden Moment” von Haltung und Geste des Arbeitenden in seinem Arbeitsumfeld festhalten. Viele Bilder der Ausstellung widmen sich Standorten oder Arbeitern der BASF, für die Robert Häusser die ganze Welt bereiste  - und dabei wichtige Zeit-Dokumente schuf.

Bild links Der Koch Vico Torriani, Robert Häusser, Basel 1962. Der Sänger und Schauspieler Vico Torriani (1920-1998) betrieb als professioneller Koch erfolgreich ein Gourmet-Restaurant die „Bonne Auberge” am Spalenring in Basel; © Robert Häusser. Bild rechts: Puppenherstellung, Robert Häusser 1960er Jahre. Die Firma Schildkröt wurde 1873 in Mannheim gegründet. Das Warenzeichen auf den dort hergestellten Puppen war eine klein reliefierte Schildkröte. Es war im Kaiserlichen Patentamt in Berlin eingetragen. Das bekannteste Material, aus dem die ersten Puppen um 1896 hergestellt wurden, war Celluloid, bruchfest, abwaschbar, farbecht und hygienisch. © Robert Häusser.

Das Forum Internationale Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim hat sich zur Aufgabe gemacht, in regelmäßigen Szenewechseln die unterschiedlichen Aspekte aus dem Werk Robert Häussers vorzustellen. Mit der Ausstellung „Robert Häusser - Im Auftrag ...” wird die dokumentarische Fotografie des Künstlers in den Mittelpunkt gerückt. Sie fand durch ihre unverkennbare Ausdrucksweise Eingang in Häussers künstlerisches Oeuvre und zeigt zugleich den Menschen hinter der Kamera. Eine Auswahl von über 100 Aufnahmen dokumentiert Auftragsarbeiten, die Robert Häusser für verschiedene Berufs- und Industriebranchen ausgeführt hat. Die Schau ist gegliedert in die Bereiche „Industrie-Architektur”, „Fotografien als optisches Phänomen” und „Der Mensch bei der Arbeit”. Zur Ausstellung erscheint im Kehrer-Verlag ein Katalog. Hauptsponsor der Ausstellung ist die BASF SE.

7. Juni 2009 - 31. Juli 2011

Robert Häusser: Die Berliner Mauer

Im Jahr 1983 kam Robert Häusser nach Berlin-West und fotografierte die Berliner Mauer. Es war zugleich eine Reise in die Vergangenheit und der Auseinandersetzung mit deutscher Geschichte. Häusser lebte von 1946 bis 1952 auf dem elterlichen Bauernhof in der Mark Brandenburg, die damals unter sowjetischer Besatzung stand. Der Bilderzyklus zur Berliner Mauer veranlasst Häuser immer wieder darüber nachzudenken, was gewesen wäre, hätte er sich nicht zur Flucht entschlossen. Ein Hauptthema im Werk Häussers behandelt die von Menschen gesetzten Zeichen, die zur Abgrenzung eines Territoriums stehen - durch Bildsujets wie Barrikaden, zugemauerte Eingänge, Absperrungen, Demarkationslinien werden Orte und Häuser zu Zonen der Unbehaustheit, zu denen es keinen Zutritt gibt. Anläßlich des 20jährigen Jubiläums des Mauerfalls präsentiert das Forum Internationale Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen Robert Häussers eindringlichen Bilderzyklus „Die Berliner Mauer”.

Seine ausschließlich schwarz-weißen Fotografien sind von strenger, oft symmetrischer Tektonik. Sie spekulieren nicht auf vordergründige Effekte und schnellen Konsum, sondern fordern vom Betrachter eine kontemplative Annäherung, um ihren Gehalt zu erschließen. Robert Häusser (geb. 1924) gilt als einer der Wegbereiter der zeitgenössischen Fotografie. Bereits als 17- und 18-jähriger schuf Robert Häusser zu Beginn der 1940er Jahre Bilder, die Höhepunkte der neueren Fotografie darstellen. Unbeirrt von Tagesmoden entwickelte er konsequent seine eigene Formensprache und wurde im Lauf der Jahre Stil bildend für die deutsche Fotografie.


Bild links: „Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit hat ein politisches System eine Barriere bauen müssen, um sein Volk halten zu können”, Robert Kennedy, amerikanischer Justizminister, am 22. Februar 1962 in der Freien Universität Berlin-West; Foto aus dem Zyklus „Die Berliner Mauer”, © Robert Häusser; Bild rechts: „Die Mauer wird in fünfzig und auch in hundert Jahren noch bestehen bleiben”, Erich Honecker, DDR-Staats- und Parteichef, am 19. Januar 1989; aus dem Zyklus „Die Berliner Mauer”, © Robert Häusser

Fotografie ist für Robert Häusser ein künstlerisches Medium, bei dem Inhalt und Form sich wechselseitig bedingen. Seine Fotos sprechen oft vonMelancholie und Einsamkeit und zeigen eine gedankliche Verwandtschaft zu Malern wie Caspar David Friedrich, Edward Hopper und Giorgio de Chirico. Das Trauma des Leidens seiner Familie in der Zeit des Nationalsozialismus findet in vielen seiner Arbeiten einen bildnerischen Niederschlag.

Als erster deutscher Fotograf erhielt Robert Häusser 1995 den „Internationalen Preis für Fotografie” der „Erna und Victor Hasselblad Foundation”, Schweden, den höchst dotierten Preis für Fotografie, der auch als „Nobelpreis der Fotografie” bezeichnet wird.

Das Forum Internationale Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim beherbergt im Robert-Häusser-Archiv den gesamten fotografischen und bibliografischen Nachlass des Künstlers.

In regelmäßigem Szenewechsel zeigt das Forum Internationale Fotografie die Arbeiten Robert Häussers. Nach der Eröffnungsausstellung „Ins Wort gesetzt - Zeitgenössische Lyrik zu Fotografien von Robert Häusser” (2007/2008) und der Ausstellung „Robert Häusser - Das Moortagebuch” (2008/2009) ist vom 7. Juni 2009 bis zum 31. Juli 2011 die Ausstellung „Robert Häusser - Die Berliner Mauer” (2009/2011) zu sehen.

Meilensteine der Gernsheim Collection

 

Die Geburtsstunde der Fotografie
Meilensteine der Gernsheim-Collection

9.9.2012 - 24. Feb. 2013

Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim
Forum Internationale Photographie
Museum Zeughaus C5

Informationen zur Ausstellung, zu Führungen & Begleitprogramm unter www.rem-mannheim.de

 

 

 

 

 
Ausstellungsplakat © Curt-Engelhorn-Stiftung für die Reiss-Engelhorn-Museen. Bildmotiv: Model Patricia führt Mode von Jacques Fath vor, Walde Huth, Paris 1955 © Walde Huth / Archiv Horst Gläser / www.waldehuth.de

Die Ausstellung „Die Geburtsstunde der Fotografie” im Forum Internationale Photographie der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim präsentiert Höhepunkte aus zwei Jahrhunderten Fotogeschichte - besonderes Glanzstück ist die erste Fotografie der Welt • Reiss-Engelhorn-Museen verlängern die Ausstellung bis 24. Februar 2013

Am Sonnenstand und den sich veränderten Licht- und Schattenwürfen der Gebäude lässt sich eine acht- bis zehnstündige Belichtungszeit ablesen: Im Jahr 1826 gelang dem Franzosen Joseph Nicéphore Niépce eine Aufnahme, die als erste Fotografie der Welt gilt. Zu sehen ist der Blick aus Niépces Arbeitszimmer auf die verwaschenen Umrisse von Häusern und Dächern. Fast poetisch bezeichnet Niépce sein Werk als „Heliographie” - als eine „Zeichnung der Sonne”.

Die Geburtsstunde der Fotografie
Meilensteine der Gernsheim-Collection

Ein Aufruf in dem britischen Wochenblatt „The Observer” brachte schließlich die Wende: Das gesuchte Bild tauchte in einem eingelagerten Überseekoffer auf. Am 14 Februar 1952 hielt der Fotografiehistoriker und Sammler Helmut Gernsheim die Fotografie zum ersten Mal in seinen Händen.

Die Aufnahme, die als erste Fotografie der Welt gilt, gelang dem Franzosen Joseph Nicéphore Niépce (1765-1833) im Jahr 1826. Doch dem Fotopionier blieb die Anerkenung für sein Werk lange Zeit verwehrt. Im Jahr 1898 war Niépces Heliografie „Blick aus dem Fenster in Le Gras” auf einer Ausstellung im Crysal Palace im Londoner Stadtbezirk Sydenham letztmals zu sehen, danach verlor sich seine Spur für mehr als ein halbes Jahrhundert. Bis zur Wiederentdeckung des Werkes galt daher der spätere Partner Niépces, der Bühnenmaler und Experimentator Louis Jacques Mandé Daguerre (1787-1851) mit einer Aufnahme aus dem Jahr 1839 als der Erfinder der Fotografie.

Niépces berühmte Fotografie „Der Blick aus dem Fenster”, die aus konservatorischen Gründen normalerweise nie verliehen wird, kommt für die Mannheimer Ausstellung nach fünf Jahrzehnten erstmals wieder nach Europa zurück. Für die Reise nach Mannheim und die Präsentation entwickelte ein Designerteam ein spezielles Ausstellungsmodul mit einem hermetisch versiegelten, sauerstofffreien Schaukasten in einer Argon-Atmosphäre - ein ähnlich aufwendig hergestelltes Konservierungssystem bewahrt auch so wichtige Objekte wie die ägyptische königliche Mumiensammlung oder die indische Verfassung.

Helmut und Alison Gernsheim - Sammler aus Leidenschaft

Sie stellten hohe Ansprüche an die Bildästhetik, die Echtheit der Autorenschaft und den Erhaltungszustand der Aufnahmen. Zu Beginn erwarben sie ausschließlich Werke von britischen Fotografen des 19. und 20. Jahrhunderts, später machten sie sich mit detektivischer Akribiet auch auf die Suche nach vergessenen Meisterwerken der Fotografie. Mit Beginn der 1940er Jahre widmet sich das Ehepaar Helmut und Alison Gernsheim leidenschaftlich dem bis dahin nur wenig anerkannten Medium der Fotografie und baut in den Folgejahren die weltweit größte private Fotosammlung auf.

Helmut Gernsheim (1913-1995) und die aus London stammende Alison Eames (1911-1969) bauten nicht nur eine einzigartige Sammlung auf, sondern erforschten das Thema Fotografie auch wissenschaftlich. Ihre Publikation „The History of Photography” (1955) zählt bis heute zur Standardliteratur der Fotografiegeschichte.

1963 verkauften Alison und Helmut Gernsheim ihre Sammlung mit rund 35.000 Originalfotos, 3000 Büchern und 200 fotografischen Apparaten an die Universität Texas in Austin. Hier fand die Sammlung im später eingerichteten Harry Ransom Center eine neue Heimat. Das Sammlerehepaar selbst setzte sich in Lugano zur Ruhe. Nach Alisons Tod im Jahr 1969 widmete sich Helmut Gernsheim erneut mit großer Begeisterung dem Sammeln - im Zentrum standen jetzt Werke der zeitgenössischen Fotografie. Als er 1995 starb, enthielt seine Sammlung zahlreiche Meilensteine der Fotografiegeschichte, darunter Aufnahmen von Robert Capa, Henri Cartier-Bresson oder Robert Lebeck.

Im Jahr 2002 konnte der zeitgenössische Teil der Gernsheim-Collection dank der Curt-Engelhorn-Stiftung an das neu eingerichtete Forum Internationale Photographie der Reiss-Engelhorn-Museen geholt werden. Hier bildet er den Schwerpunkt der wissenschaftlichen Auseinandersetzung mit der Fotogeschichte.

Erstmals nach 50 Jahren vereint die Ausstellung „Die Geburtsstunde der Fotografie” Meisterwerke aus beiden Teilen der Gernsheim-Collection in einer einzigartigen Gesamtschau. Im Jahr 2013 hätte Helmut Gernsheim seinen 100. Geburtstag gefeiert - die Ausstellung in den Reiss-Engelhorn-Museen mit rund 220 herausragenden Exponaten des Bildjournalismus ist eine Hommage an diesen Wegbereiter und richtungsweisenden Pionier der Fotografie.

Teehäuser, Sumo-Ringer & ein heiliger Berg

Ins Land der Kirschblüte • Japanische Reisefotografien des 19.Jahrhunderts 

Fotoausstellung im Forum Internationale Fotografie der Reiss-Engelhorn-Museen Mannheim • 8. November 2011 -12. Februar 2012

Die Route führt entlang kunstvoll angelegter Gärten und sanfter Landschaften. Beeindruckend ist die Aussicht auf den legendären Fuji, Japans heiligen Berg. Imposante Städteansichten zeugen von der rasch fortschreitenden Industrialisierung, die Fotografien kunstvoll angelegter Tempelanlagen und formvollendeter Teezeremonien vermitteln einen Eindruck der traditionellen japanischen Kultur. Die Fotoausstellung „Ins Land der Kirschblüte” lädt dazu ein, Japan im Spiegel der historischen Reisefotografie zu entdecken. Die Schau ergänzt die parallel laufende Ausstellung „Ferne Gefährten” anlässlich der Aufnahme deutsch-japanischer Beziehungen im 19.Jahrhundert.

Ins Land der Kirschbbüte. Japanische Reisefotografie aus dem 19. Jahrhundert. Hrsg. Alfred Wieczorek, Claude. W. Sui (2011), Kehrer-Verlag (Heidelberg)

Auf den Spuren der ersten Japan-Reisenden
Aufnahmen kunstvoll angelegter Gärten und Tempelanlagen oder der streng geregelten Teezeremonien vermitteln einen Eindruck der überlieferten japanischen Kultur. Imposante Städteansichten zeugen von der rasch fortschreitenden Industrialisierung. Die Schönheit der japanischen Landschaften und die Lebenswelt des Menschen bilden weitere Schwerpunkte der Schau. Inszenierte Studioaufnahmen portraitieren Vertreter verschiedener Berufsstände und zeigen japanische Genre-Szenen.

In der Fotoausstellung „Ins Land der Kirschblüte” wandeln der Besucher auf den Spuren der Japan-Reisenden des ausgehenden 19.Jahrhunderts. Er folgt der damals typischen Reiseroute durch eine Insel-Welt, die durch eine Jahrhunderte dauernde Abschottung voller Geheimnisse war. Erst nach der Öffnung des Landes Mitte des 19. Jahrhunderts konnten vermögende Europäer das sagenumwobene Land der Kirschblüte besuchen. Die Fotografien werden ergänzt durch ausgewählte Textpassagen aus zeitgenössischen Reiseberichten, die das europäische Japanbild in jener Zeit widerspiegeln.

Die Kunst der Kolorierung - Pioniere der Farbfotografie

Die in der Ausstellung gezeigten Exponate dokumentieren sowohl den Aufbruch Japans in die Moderne als auch die Bewahrung traditioneller Lebensweisen. Die aufwendig von Hand kolorierte Albuminpapierabzüge geben zugleich Zeugnis von der hohen Qualität der Japanfotografie ausgehenden 19. Jahrhunderts. Die Aufnahmen faszinieren bis heute - und scheinen die ein halbes Jahrhundert später aufkommende Farbfotografie vorwegzunehmen.

Im 19. Jahrhundert zählte Albuminpapier zu den gebräuchlichsten und beliebtesten Fotopapieren. Das Papier mit seinem warmen Bildton ermöglichte detailreiche und kostengünstige Fotografien.

Unter anderem ist in der Ausstellung auch ein seltenes privates Fotoalbum einer deutschen Unternehmerfamilie zu sehen. Unabhängig von touristischen Vorgaben oder sorgsam gewählten Inszenierungen eröffnen die privaten Albumbilder einen authentischen Einblick in den deutsch-japanischen Kulturkontakt

Die Foto-Ausstellung „Ins Land der Kirschblüte” ergänzt die zeitgleich laufende Ausstellung „Ferne Gefährten” in den Reiss-Engelhorn-Museen. Anlass der Doppelausstellung ist das 150jährige Jubiläum der Deutsch-Japanischen Beziehungen. Am 24. Januar 1861 legte ein „Freundschafts-, Handels- und Schifffahrtsvertrag” den Grundstein für die anhaltende und fruchtbare, aber auch wechselvolle Freundschaft zwischen Japan und Deutschland

Ferne Gefährten - 150 Jahre deutsch-japanische Beziehungen. Hg. Curt-Engelhorn-Stiftung für die Reiss-Engelhorn-Museen, Verband der Deutsch-Japanischen Gesellschaften. Verlag Schnell & Steiner GmbH (2011) (Vorschau Programm Herbst 2013)

Die Jubiläumsausstellung, die sich in verschiedenen Teilbereichen aus Wissenschaft und Wirtschaft, Politik, Kunst und Kultur der deutsch-japanischen Geschichte widmet, spannt den Bogen vom ersten preußischen Handelsvertrag 1861 bis zu den gemeinsam entwickelten zukunftsweisenden Techniken des 21. Jahrhunderts.

Ins Land der Kirschblüte • Japanische Reisefotografien des 19. Jahrhunderts • Reiss-Engelhorn-Museen • Museum Zeughaus C 5, 4.OG
Forum Internationale Fotografie (FIP) • 68159 Mannheim

Ferne Gefährten • 150 Jahre deutsch-japanische Beziehungen
Reiss-Engelhorn-Museen • Museum Weltkulturen D 5, EG • 68159 Mannheim

Rückblick: www.rem-mannheim.de

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