Eines der wichtigsten Jazz-Festivals weltweit

Enjoy Jazz GmbH
Bergheimer Strasse 153 • 69115 Heidelberg
Tel.: 06221 / 583 58 50

www.enjoyjazz.deDiese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Der Schwerpunkt liegt auf Jazz und angrenzenden Genres wie Pop, Rock oder Elektro. Sechs Wochen lang bietet das internationale Festival Enjoy Jazz ein facettenreiches Programm vom Feinsten. Musiklegenden und junge Ausnahmetalente garantieren einzigartige Konzertmomente, das Rahmenprogramm lädt an exklusiven Spielstätten in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen zu spannenden Projekten rund um den Jazz ein • 02. Oktober bis 15. November 2014: Enjoy Jazz, das Internationale Festival für Jazz und Anderes, präsentiert in seiner 16. Festivalzeit ein atemberaubendes Programm & das Exklusivste, was die internationale Musikwelt zu bieten hat.

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Eines der wichtigsten Jazz-Festivals weltweit

Enjoy Jazz GmbH
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Der Schwerpunkt liegt auf Jazz und angrenzenden Genres wie Pop, Rock oder Elektro. Sechs Wochen lang bietet das internationale Festival Enjoy Jazz ein facettenreiches Programm vom Feinsten. Musiklegenden und junge Ausnahmetalente garantieren einzigartige Konzertmomente, das Rahmenprogramm lädt an exklusiven Spielstätten in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen zu spannenden Projekten rund um den Jazz ein • 02. Oktober bis 15. November 2014: Enjoy Jazz, das Internationale Festival für Jazz und Anderes, präsentiert in seiner 16. Festivalzeit ein atemberaubendes Programm & das Exklusivste, was die internationale Musikwelt zu bieten hat.

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Enjoy Jazz

Der Künstlerische Direktor & Festivalleiter Rainer Kern ist begeistert von der großartigen Annahme des Festivals selbst in Künstlerkreisen. „Die Qualität der Darbietungen, aber auch die herzliche Freundschaft, die im Lauf der Jahre durch den intensiven Kontakt mit vielen internationalen Jazz-Größen entstanden ist, ist auch auf der Bühne zu spüren und macht unser Festival zu etwas ganz Besonderem”.

Nach einer Idee von Festivalleiter Rainer Kern entstand Enjoy Jazz 1999 als Veranstaltungsreihe des Heidelberger Karlstorbahnhofs. Die leitende Idee war von Anfang an, dem Publikum ein Festival über die nur schwer definierbaren Grenzen des Jazz hinaus zu präsentieren - daher auch der Zusatz im Festivalnamen „für Jazz und Anderes”. Der Erfolg der Reihe und ein stetig wachsendes Stammpublikum führten nicht nur zu einer immer größeren Zahl von Veranstaltungen, sondern auch der Spielstätten. Schon im zweiten Festival-Jahr expandierte Enjoy Jazz nach Mannheim, nochmals zwei Jahre später kamen Spielorte in Ludwigshafen hinzu. 

Die Europäische Gemeinschaft honorierte die hohe Qualität und die musikalische Vielfalt, die Innovation und die perspektivische Weite des Festival Enjoy Jazz und förderte die in Europa einzigartige Konzeption im Rahmen des Kulturförderungsprogramms „Kultur 2007-2013” für insgesamt drei Jahre.

Alljährlich im Herbst lädt das Internationale Festival Enjoy Jazz an exklusiven Spielstätten zu hochkarätig besetzten Konzerten ein. Zusammen mit dem vielseitigen Begleitprogramm mit Masterclasses und Matineen, Vortrags- und Filmreihen rund um den Jazz und nicht zuletzt kurzweiligen Parties hat sich Enjoy Jazz zu einem der Top-Festivals der Metropolregion Rhein-Neckar entwickelt - und hat sich auch weltweit als eines der wichtigsten Jazz-Festivals etabliert.  Die Mischung aus Perfeektion und Pioniergeist, der Mut, Experimente zu wagen, hat das Festival zu einem Ereignis werden lassen, das auf seine ganz eigene Art Tradition und Weltoffenheit miteinander verbindet. 

Enjoy Jazz ist Mitglied im Europe Jazz Network www.europejazz.net & Partnerfestival von Nancy Jazz Pulsations - www.nancyjazzpulsations.com

Gregory Porter © Enjoy Jazz GmbH. Konzert Gregory Porter + Special Guest, 01.12.2014, Capitol Mannheim, 20.00 Uhr.

Enjoy Jazz, das Internationale Festival für Jazz und Anderes, präsentiert sich im Jahr 2014 bereits zum 16. Mal. Sechs Wochen lang, vom 2. Oktober bis zum 15. November 2014, bietet das Festival hochkarätig besetzte & äußerst vielseitige Veranstaltungen mit dem Schwerpunkt auf Jazz, aber auch angrenzenden Genres wie Klassik, Pop, Rock oder Elektro.

An exklusiven Spielstätten in Heidelberg, Mannheim und Ludwigshafen lädt Enjoy Jazz zu einzigartigen Konzertmomenten sowie Masterclasses, Matineen, Vortrgas- & Filmreihen, Parties sowie spannenden Projekten rund um den Jazz und angrenzenden Musikrichtungen ein.

Soundtrends • Die neue Dark Jazz Reihe bei Enjoy Jazz

Einem aktuellen Soundtrend verpflichtet: Die Reihe Dark Jazz, die 2014 startet, ist eine musikalische Entwicklung des letzten Jahrzehnts, die in der Nachfolge der musikalischen Stile Ambient, Noise und Drone gesehen werden kann. Urmutter des Dark oder auch als Doom Jazz bezeichneten Genres sind die aus Mühlheim an der Ruhr stammenden „Bohren und der Club of Gore”, die längst Kultstatus erreicht haben.

Langsame, tiefe und dunkle Töne verdichten sich im Dark Jazz zu höchster Intensität von Soundästhetik. Sie evozieren ein Innehalten. Dark Jazz erscheint wie ein Gegenpol zum hektischen und schnelllebigen Alltag, indem die Musik der Überschallung entgegenwirkt und Raum für konzentrierte Wahrnehmung schafft. 

Ela Stiles, © Enjoy Jazz GmbH. Konzert Ela Stiles & Jensen Tjhung, 08.11.2014, Zephyr-Raum für Fotografie, REM Mannheim, Beginn: 23.00 Uhr

Im Rahmen der Enjoy Jazz Dark-Jazz-Reihe werden Michael Wollny & Leafcutter John, Ela Stiles & Jensen Tjhung, Splashgirl und das Dale Cooper Quartet and the Dictaphones mit Witxes als Support zu sehen sein.

Alle Informationen zu den Veranstaltungen & Spielstätten Enjoy Jazz 2014 finden Sie unter www.enjoyjazz.de

Tip: Zephyr - Raum für Fotografie (Mannheim) präsentiert vom 28.09.2014 bis 25.01.2015 die Ausstellung Norman Seeff - The Look of Sound. Die Ausstellung präsentiert mehr als 150 Künstlerportaits von Musiklegenden wie Patti Smith oder Miles Davis. Der Fotograf Norman Seeff war u. a. auch ArtDirector des Jazzlabels Blue Note.

Enjoy Jazz Jugend

Jazz mit Kindern und Jazz für Kinder - das Enjoy Jazz Familienfest

Auf einer Schallplatte stellt der weltberühmte Violinvirtuose Yehudi Menuhin (1916-1999) die Instrumente eines Orchesters mit Musikbeispielen vor - das Fagott, die Oboe oder die Tuba-, manchmal erzählt er auch etwas über die Geschichte des jeweiligen Instruments. Für Menuhin war es eine Herzensangelegenheit, junge Menschen an die Musik heranzuführen - er war überzeugt, Musik fördere Kinder in ihrer Kreativität und ihrem Ausdrucksvermögen. 

Jazz für Kinder (mit CD) • Oliver Steger • Peter Friedl (Ill.) • Verlag Carl Ueberreuter (2008) • In einem Pavillon entdeckt Carla drei alte, verstaubte Instrumente - ein Klavier, ein Schlagzeug und einen Kontrabaß. Die Instrumentekönnen sprechen und erzählen ihr die spannende Geschichte des Jazz - und sie spielen ihr das Lied „Bruder Jakob” in 14 verschiedenen Jazz-Stilen vor.

Die Förderug des musikalischen Nachwuchses liegt auch Enjoy Jazz sehr am Herzen. Zusammen mit der BASF SE lädt das Enjoy-Jazz-Familienfest Kinder und ihren Eltern am 08.11.2014 zu einem Familiennachmittag rund um das Thema Jazz ein.

Kinder ab sechs Jahren sind mit ihren Eltern bei freiem Eintritt zum Musizieren eingeladen In Workshops zu verschiedenen Instrumenten wie der Harfe oder dem Vibraphon finden die Nachwuchsmusiker Zugang zu bislang vielleicht fremden oder unerreichbar scheinenden Musikinstrumenten. Zum Abschluss des Familiennachmittags spielt die Enjoy-Jazz-Schulbigband.

Förderung des musikalischen Nachwuchses bei Enjoy Jazz

Neben höchster musikalischer Qualität, die sich Jahr um Jahr in dem erstklassigen Programm des Festivals bekundet, ist ein weiteres Grundanliegen von Enjoy Jazz die Förderung und Verankerung der hiesigen regionalen Musikszene in globalen Netzwerken dar. Hierfür legt Enjoy Jazz in verschiedensten Bereichen die Grundlagen.

Claus Coesser-Ferrari & Thomas Siffling © Enjoy Jazz GmbH. Zu den regionalen Musikern mit überregionaler Wirkung zählen seit langem der Trompeter Thomas Siffling und der Gitarrist Claus Boesser-Ferrari. Bei ihrem Enjoy-Jazz-Konzert stellen sie ihr neues Set vor: Volks- und Kirchenlieder aus fünf Jahrhunderten. Dienstag, 11.11.2014, Zephyr - Raum für Fotografie.

Mit den Kinder- und Jugendprogrammen wie dem Familientag in Zusammenarbeit mit der BASF SE wird bereits bei den Kleinsten ein spielerisches Interesse für die Musik geweckt. In der Enjoy Jazz-Schulbigband setzt sich dieses Engagement fort. Die talentiertesten Schüler aus den Schulbigbands St. Raphael Gymnasium in Heidelberg, Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium in Mannheim und dem MaxPlanck-Gymnasium in Ludwigshafen wurden für die Enjoy Jazz-Schulbigband ausgewählt und verknüpfen so städteübergreifend Schulpartnerschaften mit höchstem musikalischen Können.

Enjoy Jazz-SchulbigBand © Enjoy Jazz GmbH

Ein weiteres Projekt im Rahmen der Jugendförderung des Enjoy Jazz bilden die Masterclasses, in denen profilierte Musiker in diesem Jahr exklusiv Studenten u. a. der Pädagogischen Hochschule Heidelberg, der Pop-Akademie Baden-Württemberg Mannheim, dem Johann-Sebastian-Bach-Gymnasium in Mannheim und dem St. Raphael Gymnasium in Heidelberg Einblicke in ihre Arbeit gewähren.

Die BASF SE steht Enjoy Jazz bei allen diesen Programmen unterstützend zur Seite. 

Enjoy Jazz Familienfest 2014
Samstag 08. November 2014 • Beginn 15.00 Uhr • Einlass 14.30 Uhr
BASF Gesellschaftshaus • Ludwigshafen Tel.: 06221/583 58 50

Blue Notes

„Wir wollten nur die Musik verlegen, die wir selbst lieben”

Ihre legendären Aufnahmen und das einfühlsame Design der Albenhüllen prägen die Geschichte des Jazz bis heute. 1939 gründen zwei Berliner das Label Blue Note Records. Zum Enjoy Jazz Festival ein Portrait des renommierten Jazz-Labels

Der Name ist abgeleitet von den charakteristischen „blue notes” im Jazz und Blues, gefühlvoll gespielten oder gesungenen Halb- und Vierteltönen, die der Musik eine besondere Ausdruckskraft verleihen. Kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs gründen die aus Nazi-Deutschland emigrierten Alfred Lion und Francis Wolff das Jazz-Label Blue Note Records. Mit ihrem Gespür für neue Entwicklungen im Jazz setzen die beiden leidenschaftlichen Jazz-Liebhaber Maßstäbe - ebenso wie mit ihrem Respekt vor der Arbeit der Musiker.


 L-R.: John Coltrane, Shadow Wilson, Thelonious Monk, Ahmed Abdul-Mali, At the Five Spot Café, New York City 1957, Fotograf: Don Schlitten, © Don Schlitten, Foto: EMI Music

Ausreichend Scotch und Bourbon
Nervös sieht Alfred Lion auf seine Uhr. Mead Lewis und Albert Ammons, die beiden schwarzen Pianisten, mit denen er einige Plattenaufnahmen einspielen wollte, mussten jeden Augenblick eintreffen. Der Club, in dem die beiden gespielt hatten, war seit einer guten halben Stunde geschlossen, etwa die Zeit, die sie mit dem Wagen bis zum Studio brauchten. Er steckt sich eine Zigarette an und schlägt ein paar Takte auf dem Boogie-Woogie-Klavier, das er gestern noch aufgetrieben hatte - mit der großen Tüte Essen und ausreichend Scotch und Bourbon ließen sich die beiden bestimmt überreden, ein Duett zu spielen.

Alfred Lions erste Plattensession im Januar 1939, zwei Wochen nach einem mitreißenden Konzert in der New Yorker Carnegie-Hall, nimmt in gewisser Weise den Charakter aller späteren Einspielungen des Blue Note-Labels vorweg. Lion und sein späterer Partner Francis Wolff hatten zunächst kaum Studioerfahrung - sie waren leidenschaftliche Fans, keine „Plattenbosse”. Doch beide wussten instinktiv, was eine gute Jazz-Aufnahme ausmacht - und sie hatten Respekt und Verständnis für das nicht immer einfache Leben der meist schwarzen Musiker, die jede Nacht ihren Lebensunterhalt mit Auftritten in den Clubs verdienen mussten.


Sidney Bechet: Fabulous Sidney Bechet, EMI 2001, Foto: Emi Music. Der Sopran-Saxophonist Sidney Bechet war bei Blue Note ein Musiker der ersten Stunde. Seine Interpretation von „Summertime” aus dem Gershwin-Musical Porgy & Bess im Juini 1939 wurde der erste Hit von Blue Note.

Unter den Musikern sprach sich schnell herum, dass Lion und Wolff die Plattenaufnahmen auch in die frühen Morgenstunden verlegten. Art Hodes, ein Pianist aus Chicago, erinnert sich viele Jahre später an die Stimmung während dieser frühen Sessions: „Das Ganze hatte eine sehr entspannte Atmosphäre. Und wenn man bedenkt, welche Zeiten damals herrschten, hat die Kohle auch gestimmt. Irgendwann kamen dann die Platten heraus und alle waren zufrieden”.

Mythos Jazz in Bildern

Einfühlsames Spiel mit Licht & Schatten

„Frank war überall gleichzeitig, um seine Fotos zu machen. Nach einer Weile hatte man sich daran gewöhnt, dass er einem fast auf dem Schoß saß. Hat gute Fotos gemacht” (Art Hodes, Pianist bei Blue Note). Frank, das war Francis „Frank” Wolff, Mitinhaber von Blue Note und ein alter Jugendfreund Alfred Lions. Kurz vor Ausbruch des II. Weltkriegs war auch ihm „auf einem der letzten Schiffe” die Flucht aus Deutschland gelungen. Wolff war für die Fotos auf den Hüllen der Blue Note Alben zuständig - die Aufnahmen mit ihrem einfühlsamen Spiel aus Licht und Schatten gehören zur unverwechselbaren Bildsprache des Mythos Jazz.


Ike Quebec: Blue And Sentimental, EMI 2008. Foto: EMI Music. Ike Abrams Quebec (1918-1963) begann seine musikalische Karriere als Pianist und Tänzer, bevor er 1940 zum Tenorsaxophon wechselte. Als einer der gefragtesten Studio- und Livemusiker seiner Zeit stand er u.a. mit Ella Fitzgerald auf der Bühne. Für Blue Note war Ike Quebec nicht nur als Musiker von großer Bedeutung - als Talentscout des Labels entdeckte er Bud Powell und Thelonious Monk.

Auf einmal scheinen die Musiker - lebendig. Ausdrucksvolle Gesichter mit nachdenklichen Blicken, in ihr Spiel entrückt. Oder wenn sie, in einer Aufnahmepause, in der sie sich unbeobachtet glauben, miteinander schwatzen und lachen. Aus der Dunkelheit leuchten blitzende Instrumente, auch sie plötzlich beseelt.

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Francis Wolff war leidenschaftlicher Fotograf - immer auf der Suche nach dem „richtigen Augenblick”. Nichts war ihm so zuwider wie arrangierte Aufnahmen, für die sich die Musiker mit ihren Instrumenten in Positur stellten. Die Bilder, die Wolff für Blue Note macht - fast ausnahmslos Studioaufnahmen -, verraten eine ungeheure Sensibilität gegenüber den Menschen, die er fotografiert. Die faszinierende Eindringlichkeit der Aufnahmen - sie war wohl nur möglich durch das Vertrauen, das zwischen ihm und den Musikern geherrscht haben muss.


Art Blakey: Moanin’ EMI 1999; Foto: EMI Music. Moanin’ war der erste Mitschnitt nach der Rückkehr Blakeys zu Blue Note Ende der 1950er Jahre. Die Besetzung bestand aus dem Trompeter Lee Morgan, dem Saxophonisten und Komponisten Benny Golson, dem Pianisten Bobby Timmons und dem Bassisten Jymie Merritt. „Moanin’” ist die Art von Melodie, die man, hat man sie einmal gehört, niemals mehr vergisst” (Richard Cook: Blue Note, Die Biographie)

The Finest In Jazz Since 1939

Auf den Erfolg nicht vorbereitet

Wer hörte und vor allem - wer kaufte diese Musik? Die Jahre zwischen 1954 und 1965 waren Blue Notes „Goldenes Jahrzehnt”. Das Label leistete Pionierarbeit auf dem Gebiet des Coverdesign, Rudy van Gelder, der Toningenieur von Blue Note, nahm die Alben in einer beispiellosen Klangqualität auf, aktuelle und zukünftige Jazz-Legenden wie etwa Horace Silver, Herbie Hancock oder Sonny Rollins standen unter Vertrag. Trotzdem - das Geschäft blieb eine schwierige Gratwanderung zwischen künstlerischem Anspruch und wirtschaftlichem Überleben.


Horace Silver: Live at Newport ’58, EMI 2008. Foto: EMI Music. Der amerikanische Pianist Horace Silver (geb.1928) war 28 Jahre ununterbrochen als Exklusivkünstler bei Blue Note unter Vertrag. 1952 nahm er sein erstes Album bei Blue Note auf, mit Art Blakey gründete er die legendäre Formation „The Jazz Messengers”.

1964 ist die Titelnummer „The Sidewinder” aus einer Blue Note Session mit Lee Morgen die meistgespielte Jazz-Nummer in den Musikboxen - und Blue Note findet sich plötzlich auf den Billboard LP-Charts wieder. Wenig später verkaufen sich sowohl das neueste Album sowie der ausgekoppelte Hit „Song for my Father” von Horace Silver in unglaublichen Stückzahlen. Der Erfolg stellt Blue Note jedoch vor ungeahnte Probleme. Die Bestellungen der Händler nach diesen und weiteren Songs gingen in die Tausende - Bestellungen, denen ein vergleichsweise kleines Label wie Blue Note nicht mehr nachkommen konnte. „Je mehr Erfolg Alfred Lion hatte, umso größere wirtschaftliche Risiken musste er auf sich nehmen und umso größer war der Druck, den Erfolg zu halten”, erklärt der Publizist und Jazz-Produzent Michael Cuscuna.

Alfred Lion wollte und konnte sich diesem Druck nicht mehr beugen. Blue Note am Laufen zu halten, hatte in den vergangenen Jahrzehnten viel Kraft gekostet. Gesundheitliche Probleme waren hinzu gekommen und menschliche Schicksalsschläge - viele Musiker, mit denen Lion eine tiefe Freundschaft verband, waren gestorben. 1965 verkauft Alfred Lion Blue Note an Liberty Records und verabschiedet sich in den Ruhestand.

Bis heute geblieben ist Alfred Lions so treffender Slogan - „The Finest in Jazz Since 1939”.

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Stationen
Alfred Lion - sein ursprünglicher deutscher Nachname lautet Löw oder Loew - wird am 21. April 1908 in Berlin geboren. Ein Konzert der „Chocolate Kiddies” mit dem schwarzen Jazz-Pianisten Sam Wooding bedeutet für den 16jährigen den Beginn einer  „lebenslangen Liebesaffäre mit dem Jazz”. 1937 wandert Lion in die USA aus und gründet in New York das Jazz-Label Blue Note. Mit einem der letzten Passagierschiffe gelingt auch seinem Jugendfreund Frank „Francis” Wolff die Flucht aus Deutschland - der passionierte Fotograf wird Lions Partner.

Nach Kriegseintritt der USA und der Umstellung der 78er Schellackplatten auf Langspielplatten gerät das Label Anfang der 1940er Jahre kurze Zeit ins Straucheln. Ein neues Coverdesign, die Zusammenarbeit mit dem Toningenieur Rudy van Gelder, der die Blue Note Alben mit einer bislang nicht erreichten Klangqualität aufnimmt und der Respekt, den die beiden Produzenten den Musikern entgegenbringen, bringt Blue Note auf die Erfolgsspur zurück. In den 1950er bis weit in die 1960er Jahre ist Blue Note das renommierteste Jazz-Label - die Karriere zahlloser Jazz-Legenden wie Horace Silver & Art Blakey, Theolonius Monk & Wayne Shorter, Herbie Hancock & Stanley Turrentine und vieler anderer ist mit Blue Note verbunden.

Lee Morgan: The Sidewinder, EMI 1999. Foto: EMI Music. „The Sidewinder”, die Titelnummer einer Session vom Dezember 1963, war der größte Hit von Blue Note

1965 verkaufen Lion und Wolff Blue Note an die Plattenfirma Liberty. Die letzte Session unter der Leitung Lions findet im Juli 1967 statt, danach zieht er sich aus dem Musikgeschäft zurück. Alfred Lion stirbt am 2. Februar 1987 an Herzversagen. Wolff hatte bei Liberty zunächst noch weitergemacht. Nach einer Erkrankung stirbt Francis Wolff im März 1971 an Herzversagen.

Ende der 1950er Jahre bewirbt sich ein gewisser Bruce Lundvall bei Blue Note um eine Stelle. Doch Alfred Lion muss den jungen Jazzfan enttäuschen: „Tut mir leid, aber wir haben keine Jobs. Wir machen alles selbst”. Gut zwei Jahrzehnte später übernimmt Bruce Lundvall unter dem Dach von EMI Musik die die Leitung des neu gegründeten Jazz-Labels Blue Note.

Literatur & alle Zitate aus:
Richard Cook: Blue Note - Die Biographie. Argon 2004.

Aktuelle Informationen zu EMI Music/Blue Note: www.jazzecho.de/labels/blue-note

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