Sie ist klein und leicht. Sie ist zuverlässig. Und sie lässt sich bei der Arbeit unauffällig einsetzen. Die Leica Kamera revolutioniert in den 1920er Jahren die Reportage-Fotografie. Die Fotografen, die bislang auf die überwiegend sperrigen Balgen- und Plattenkameras angewiesen waren, sind begeistert von den Ausdrucksmöglichkeiten der wunderbaren neuartigen Kamera. Unzählige Aufnahmen, die seither mit ihr entstanden sind, haben sich ikonengleich in unser kollektives Bildgedächtnis eingeprägt. Das erste funktionsfähige Modell ging als „Ur-Leica” in die Geschichte der Fotografie ein • Der Mythos lebt weiter: 100 Jahre Leica Fotografie - Alles über das Jubiläumsjahr 2014 auf de.leica-camera.com

 

Die Ur-Leica. © Leica Camera AG.  Klein, leicht und handlich - die Ur-Leica revolutioniert die Ausdrucksmöglichkeiten der Fotografie. Das Original ist noch heute im Besitz der Leica Camera AG, ebenso wie die Negative und Abzüge der ersten mit der Ur Leica angefertigten Fotografien, darunter Bilder einer USA-Reise des Unternehmers Ernst Leitz II im Sommer 1914.

Fotografie-Pionier mit Atembeschwerden
Vor ihm erhoben sich die steil ansteigenden Weinberge. Bei diesem wunderbaren Licht würden ihm gewiss schöne Aufnahmen gelingen, doch erst einmal musste er wieder zu Atem kommen. Die großformatige Balkenkamera, die er bei seinen Foto-Exkursionen stets mit sich führte, war einfach zu schwer und zu sperrig, so dass er schon auf dem Weg nach hier oben wegen akuter Atemprobleme einige längere Pausen eingelegt hatte. 

Oskar Barnacks Leidenschaft ist die Fotografie. Jede freie Minute sucht er beim Fotografieren in der Natur Entspannung. Doch die Sache hat einen Haken: Wegen seines chronischen Asthma ist er kaum in der Lage, die schwere Fotoausrüstung zu transportieren - Barnacks Traum-Kamera wäre eine Kamera mit geringem Gewicht, überschaubarer Größe und praktischer Handlichkeit. Da der Hobby-Fotograf sich auch beruflich mit Fragen der Optik beschäftigt - Barnack arbeitet als Konstrukteur in der Entwicklungsabteilung für optische Geräte in den Ernst-Leitz-Werken Wetzlar - stehen ihm alle Möglichkeiten zur Verfügung, diesen Traum zu verwirklichen.

Oskar Barnack, im Bild rechts an einer Werkbank © Leica Camera AG

Erfahrung, Geschicklichkeit und seine Vertrautheit mit Kinofilmen bringen in den Wintermonaten 1913/1914 den Durchbruch. Im März 1914 präsentiert Oskar Barnack das Modell einer Kleinbildkamera, die er stolz „Liliput” nennt. Die Kamera bestand aus einem Ganzmetall-Gehäuse, hatte ein versenkbares Objektiv und arbeitete mit Kino-Rohfilmstreifen, die auf kleine Filmpatronen gewickelt wurden. Barnack wich in der Konstruktion vollkommen von den bis dahin üblichen Kameraformaten ab, und schon das erste Modell, die Ur-Leica, verfügte über einen Schlitzverschluss, der die sofortige Bearbeitung des Filmmaterials unnötig machte.

Nach weltkriegsbedingten Verzögerungen wurde die Leica - der Name ist zusammengesetzt aus den Anfangssilben des Firmennamens Leitz und Camera - im März 1925 auf der Leipziger Frühjahrsmesse vorgestellt. Fotografen aus aller Welt arbeiteten bald nur noch mit „ihrer Leica” - und begründen den Mythos der Marke mit Bildikonen, die sich in das visuelle Gedächtnis der Menschheit eingebrannt haben.

Ikonische Fotografien mit der Leica: Die Aufnahme des nackten und weinenden Mädchens des vietnamesischen Fotografen Nick Út (29. März 1951) ist eines der berühmtesten Fotos des 20. Jahrhunderts und gilt als Symbolfoto des Vietnamkrieges. Nick Út gewann 1972 damit den Pulitzerpreis und den World Press Award 1972. Das Bild erschien auf den Titelseiten nahezu aller Tageszeitungen weltweit und beschleunigte den Abzug der USA aus Vietnam. © Associated Press (AP), Nick Út 1972, Leica Camera AG.

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2014: 100 Jahre Leica Fotografie - Meilensteine

Der Optiker Carl Kellner gründet 1849 in Wetzlar ein Optisches Institut zur Entwicklung von Optiken und Mikroskopen. Ernst Leitz I übernimmt 1869 die Geschäftsführung. 

Unter der Leitung von Max Berek beginnt 1907 die Herstellung von Leitz Ferngläsern. Oskar Barnack, ein Mitarbeiter der Leitz-Werke Wetzlar, konstruiert 1914 die erste Fotokamera für das Kleinbildformat 24 x 36 mm. Die „Ur-Leica” setzt Maßstäbe und wird zur Wegbereiterin der Kleinbildfotografie. Trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten in der Folge des I. Weltkrieges beschließt Ernst Leitz II im Jahr 1924, die Leica (Leitz Camera) in Serie zu fertigen. Ein Jahr später, im März 1925, erscheint die Leica I mit fest eingebautem Objektiv

Um Forscher, Techniker, Journalisten und Wissenschaftler mit den Vorzügen der Kleinbildfotografie vertraut zu machen, wird 1930 bei den Optischen Werken Ernst Leitz in Wetzlar das Lehr-Atelier eingerichtet, aus dem später die Leica Akademie hervorgeht. 1936 stirbt Oskar Barnack.

Die Leica M3 mit Bajonettanschluss leitet 1954 das Ende der Ära der Schraubgewindekameras ein. Der Filmtransport wird durch einen Schnellspannhebel erheblich erleichtert. Nach dem Tod des Vaters übernimmt Ernst Leitz III 1956 die Geschäftsleitung.

Henri Cartier-Bresson mit der Leica M3, © Leica Camera AG. Die Leica war seine treueste Begleiterin: Der Fotograf Henri Cartier-Bresson (1908-2004) ein Meister im Erfassen des „entscheidenden Augenblicks”. Um möglichst unbemerkt zu fotografieren, schwärzte Cartier-Bresson sogar die Chromteile seiner Leica schwarz, damit sie ihn nicht verrieten - er wusste, dass ein Mensch, der sich beobachtet fühlt, sofort in eine Pose verfällt.

Technologischen Innovationen geben in den nächsten Jahrzehnten den Fotografen das beste Werkzeug in die Hand. 1965 geht Leicaflex, die erste Leica Spiegelreflexkamera, in Serie, ein Jahr später folgt mit dem Leica Noctilux-M 1:1,2/50 mm das erste Objektiv mit asphärischer Linse. 1971 ist die Leica M5 die weltweit erste Messsucherkamera mit selektiver Belichtungsmessung durch das Objektiv. 1996 präsentiert Leica die erste digitale Hochleistungs-Scannerkamera, die Leica S1, im gleichen Jahr stellt das Unternehmen die mikroprozessorgesteuerte Spiegelreflexkamera Leica R8 vor. Zur Jahrtausendwende begründet 1999 die Leica C1 eine neue Design-Linie von Leica Kompaktkameras. Mit der Leica X Vario erscheint 2013 eine neue kompakte Digitalkamera - erstmals ausgestattet mit einem Vario-Objektiv und einer Full-HD Videofunktion.

Im Mai 2014 wird das das neue Firmengebäude der Leitz Camera AG im Leitz-Park in Wetzlar. Das 100-jährige Jubiläum wird mit vielen weltweit renommierten Fotografen gefeiert. Neben Fotoausstellungen und Fotowettbewerben sowie verschiedenen Publikationen erscheint das LFI-Sonderheft zum Thema „100 Jahre Leica Fotografie”.

Foto links: Detail Produktion, Foto rechts: der neue Leitz-Park Wetzlar, © Leica Camera AG

Ausführliche Unternehmensinformationen sowie Informationen zum Jubiläumsjahr finden Sie unter www.leica-camera.com

Augen auf! 100 Jahre Leica
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Reich bebilderte Kunst- und Kulturgeschichte der Leica anhand von rund 800 Werken & erstmals publiziertem Archivmaterial • Kehrer-Verlag Heidelberg 2014 • ISBN 978-3-86828-523-9 

Rechtzeitig zum runden Geburtstag der legendären Kleinbildkamera und erstmals in dieser thematischen Breite bietet der mit etwa 800 Fotografien bebilderte Band eine umfassende Kunst- und Kulturgeschichte der Leica von den 1920er-Jahren bis in unsere Tage

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