Die Raymond Loewy Foundation ehrt mit dem Lucky Strike Award herausragende Designer für ihr Lebenswerk

Er gilt als einer der erfolgreichsten Formgestalter des 20. Jahrhunderts: Raymond Loewy (1893-1986) schuf Designklassiker wie den Studebaker und die Shell-Muschel, er gilt als Erfinder des Stromlinien-Design und seine Überarbeitung der Packung der amerikanischen Cigarettenmarke Lucky Strike machte die Marke zur Design-Ikone. Zum Andenken an den großen Designer gründete die British American Tobacco (BAT) 1991 die Raymond Loewy Foundation, die jährlich den Lucky Strike Designer Award an herausragende und international erfolgreiche Designer verleiht.

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Logo der Raymond Loewy Foundation. Foto: Raymond Loewy Foundation

Die Raymond Loewy Foundation ehrt mit dem Lucky Strike Award herausragende Designer für ihr Lebenswerk

Er gilt als einer der erfolgreichsten Formgestalter des 20. Jahrhunderts: Raymond Loewy (1893-1986) schuf Designklassiker wie den Studebaker und die Shell-Muschel, er gilt als Erfinder des Stromlinien-Design und seine Überarbeitung der Packung der amerikanischen Cigarettenmarke Lucky Strike machte die Marke zur Design-Ikone. Zum Andenken an den großen Designer gründete die British American Tobacco (BAT) 1991 die Raymond Loewy Foundation, die jährlich den Lucky Strike Designer Award an herausragende und international erfolgreiche Designer verleiht.

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Logo der Raymond Loewy Foundation. Foto: Raymond Loewy Foundation

Kringelchen wirken hoffnungslos billig

Die Wette gilt
„Ich habe gehört, dass Ihnen die Lucky-Strike-Packung nicht gefällt”. George Washington Hill, der Präsident der American Tobacco Company, der an einem Frühlingstag des Jahres 1940 unangemeldet in Raymond Loewys Büro erscheint, ist kein Freund großer Worte. Sofort kommt er zur Sache und erklärt herausfordernd: „Ich glaube nicht, dass Sie eine bessere entwerfen können - außerdem wüsste ich nicht, was gegen die Packung einzuwenden wäre”.

Ohne eine Antwort blickt Loewy auf den Besucher - widersprach nicht schon die Tatsache, dass Hill ihn, Loewy, aufgesucht hatte, deutlich genug diesen Worten? Plötzlich lächelt Hill, und nach einem anerkennenden „très bien” ist die kurze Machtprobe beendet. „Wie ist das nun mit der Packung”, fragt Hill erneut, „glauben Sie wirklich, Sie könnten sie noch verbessern?” „Das kann ich”, versichert Raymond Loewy und bietet Hill eine Wette auf den Erfolg - die der legendäre Geschäftsmann nach nur kurzem Überlegen annimmt.

Angela Schönberger (Hg.)
Raymond Loewy. Pionier des Amerikanischen Industriedesign. 
ISBN-13: 978-3791310480 
Prestel Verlag (München 1990)
(Die Publikation ist leider nur noch antiquarisch erhältlich)


Raymond Loewy lehnt jede Form von „künstlerischem Beiwerk” kategorisch ab - Streifen, Zierate, Kringelchen und dergleichen lassen ein Produkt nicht nur hoffnungslos billig aussehen, sie sind auch ein Kostenfaktor, da sie ja nicht von selbst entstehen.

Äußerst behutsam geht Loewy auch beim „Facelifting” der Lucky-Strike-Packung vor. Zunächst stellt er die dunkelgrüne Farbe der alten Packung in ein sauberes Weiß um, von dem sich der rote Lucky-Strike-Kreis deutlich abhebt. Diesen Kreis - das „bull’s eye” - setzt Loewy auf beide Seiten der Packung - das Markenzeichen war damit ohne zusätzliche Werbekosten stets sichtbar. Die Rückseite war frei geworden, da er den Text mit den Herstellerangaben, der von den wenigsten gelesen wurde, auf die Schmalseiten der Packung verbannt hatte.


Bild links: Lucky Strike Packung 1933. Historische Aufnahme vor Raymond Loewys Neugestaltung der Packung. Foto: British American Tobacco GmbH; Bild rechts: Häßlichkeit verkauft sich schlecht. Die Erlebnisse des erfolgreichsten Formgestalters unserer Zeit. Econ-Verlag (1992) (Die Publikation ist leider nur noch antiquarisch erhältlich). „Wer die Kultur unseres Jahrhunderts verstehen möchte, kommt nicht an dieser packenden und amüsanten Autobiographie des Vaters des modernen Design vorbei, den der „Spiegel” 1953 in einer Titelgeschichte als ‚Kreuzritter des guten Geschmacks’ bezeichnete". (Umschlagtext)

Raymond Loewy zählt zu den Pionieren des Industriedesign des 20.Jahrhunderts. Zu seinen populärsten Entwürfen zählen u. a. die stromlinienförmige Form der Schnellzug-Lokomotive der Pennsylvania Railroad, die Verpackung der Zahnpasta „Pepsodent”, der Studebaker und Porzellan der Firma Rosenthal. In den 1960er und 1970er Jahren arbeitet Loewy für die Mineralölfirmen BP, Shell und Exxon, er berät die US-Regierung und hat großen Einfluss auf verschiedene NASA-Programme wie das „Saturn”- und das „Apollo” - Projekt. Raymond Loewy stirbt 1986 in Monaco.

Zum Gedenken an Raymond Loewys Schaffen wurde 1991 von der British American Tobacco in Hamburg die Raymond Loewy Foundation ins Leben gerufen. Mit der jährlichen Verleihung des Lucky-Strike-Designer Awards möchte die Stiftung Design weltweit fördern und die Bedeutung von Design für die Entwicklung von Wirtschaft und Gesellschaft hervorheben.

Der Lucky Strike Designer Award. Mehr auf der nächsten Seite.

Lucky Strike Designer Award

Das hat mit Technik zu tun - und mit Kunst
„Raymond Loewys berühmtes Buch ‚Hässlichkeit verkauft sich schlecht’ ist schuld daran, dass ich Designer geworden bin”, erzählt Richard Sapper, Schöpfer der weltberühmten Tizio-Leuchte und vieler weiterer formvollendeter Klassiker. „Als ich dieses Buch las, dachte ich mir, Menschenskind, Designer, das ist ein toller Beruf. Das hat mit Technik zu tun. Und es hat mit Kunst zu tun”. Ein langes und erfolgreiches Designer-Leben später schließt sich für Richard Sapper ein Kreis: 1992 wird Sapper von der Raymond Loewy Foundation mit dem Lucky Strike Designer Award für sein bisheriges Lebenswerk ausgezeichnet.

Zum Andenken an Raymond Loewys Schaffen wurde 1991 in Hamburg von British American Tobacco die Raymond Loewy Foundation ins Leben gerufen. Die Stiftung, die jährlich den mit 50.000 Euro dotierten Lucky Strike Designer Award verleiht, hat sich zum Ziel gesetzt, Design weltweit zu fördern und auf die große Bedeutung von Design für Wirtschaft und Gesellschaft aufmerksam zu machen. Zu den Preisträgern zählen neben Richard Sapper u. a. der Modedesigner Karl Lagerfeld, der Fotograf Peter Lindbergh, der Lichtgestalter Ingo Maurer oder der spanische Kochkünstler Ferran Adrià - bei der Preisvergabe an Adrià wurde erstmals die Designleistung eines Kochs gewürdigt.


Der Lucky Strike Designer Award. Foto: Raymond Loewy Foundation.

Mit der Verleihung des Lucky Strike Junior Desiger Award fördert die Raymond Loewy Foundation auch den Designernachwuchs in Deutschland - die Auszeichnung mit diesem Preis gilt als anerkannte Visitenkarte für den Start in die berufliche Karriere.

Design lässt sich heute nicht mehr auf reines Produkt- oder Grafikdesign reduzieren, sondern wird als umfassende Dienstleistung verstanden. Ein Designer gestaltet nicht mehr nur Plakate, Webseiten oder Logos, sondern kreiert umfassende Informations- und auch Kommunikationsangebote. Mehr noch - großes Design vermag gesellschaftliche Impulse zu setzen, die weltweit Bedeutung erlangen können: Wenn der amerikanische Designer Charles Eames (1907-1978) einen Stuhl gestaltet, dann gestaltet er eine neue Art sich zu setzen, formulierte einst pointiert Eames’ Designerkollege Ettore Sottsass.

Preisträger des Lucky Strike Designer Award im Lichtcenter Speyer - Wunderkammer Licht sind Richard Sapper, der die „Tizio” für Artemide gestaltete & der „Magier des Lichts” Ingo Maurer

Gutes Design, sagt Richard Sapper, hat zu tun mit einer Sache, die man nur schwer in Zahlen oder Worten ausdrücken kann. Die vielleicht beste Definition von „Design”, so Sapper, habe der Grafiker Paul Rand gegeben: „Design macht Poesie aus Prosa” (Richard Sapper: Werkzeuge für das Leben, Steidl-Verlag 1993).

Aktuelle Informationen zur Raymond Loewy Foundation, dem Lucky Strike Designer Award sowie zu den Preisträgern finden Sie im Internet unter www.raymondloewyfoundation.com

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