RODOLPHE LINDT ERFINDET DIE BESTE SCHOKOLADE DER WELT

Bis weit ins 19. Jahrhundert ist Tafelschokolade noch ein exklusives Vergnügen, aber kein wirklicher Genuss - sie schmeckt sandig auf der Zunge und hat ein bitteres Aroma. Doch dann gelingt dem Apothekersohn Rodolphe Lindt der Durchbruch: Die Schokolade, die er herstellt, übertrifft mit ihrem dunkel-samtigen Schmelz und ihrem Geschmack alles, was Schokoladenliebhaber bisher kannten. Rodolphe Lindt stirbt am 16. Juli 1909 in seiner Heimatstadt Bern.

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RODOLPHE LINDT ERFINDET DIE BESTE SCHOKOLADE DER WELT

Bis weit ins 19. Jahrhundert ist Tafelschokolade noch ein exklusives Vergnügen, aber kein wirklicher Genuss - sie schmeckt sandig auf der Zunge und hat ein bitteres Aroma. Doch dann gelingt dem Apothekersohn Rodolphe Lindt der Durchbruch: Die Schokolade, die er herstellt, übertrifft mit ihrem dunkel-samtigen Schmelz und ihrem Geschmack alles, was Schokoladenliebhaber bisher kannten. Rodolphe Lindt stirbt am 16. Juli 1909 in seiner Heimatstadt Bern.

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Schmelzende Schokolade

Schmelzende Schokolade
Die Geschichte der besten Schokolade der Welt beginnt ganz so, wie es sich für eine „Speise der Götter” gehört - mit einer Legende. An einem Wochenende, so heißt es, habe Rodolphe Lindt schlichtweg vergessen, die Rührmaschine abzustellen, in der er die Schokoladengrundmasse für die weitere Verarbeitung vorbereitet. Als er am Montagmorgen in seine Fabrik zurückkehrt, habe er eine Rohschokolade vorgefunden, die mit der bis dahin üblichen Schokolade nicht mehr zu vergleichen war - Schokolade, die sich im Mund nicht mehr sandig-bröckelig anfühlt, sondern auf der Zunge zergeht, dunkel-samtig glänzend und mit einem wunderbaren Geschmack. Rodolphe Lindt war begeistert. Er wusste, dass ihm etwas Besonderes gelungen war. Wegen ihrer cremigen Konsistenz nennt er seine Kreation „chocolat fondant”, schmelzende Schokolade.


Rodolphe Lindt um 1900 © Lindt & Sprüngli

Eine selbst gebaute Rührmaschine
1879 entdeckt Rodolphe Lindt ein neues Verfahren zur Herstellung von Schokolade. In einer selbst gebauten Rührmaschine lässt Lindt die Schokoladenmasse mit einer Walze reiben. Dabei erwärmt sich die Masse und wird mit Luft versetzt, so dass die unerwünschten Bitterstoffe entweichen. Zugleich können sich die Aromen besser ausbreiten, die den Geschmack der Schokolade veredeln. Entscheidend war auch Lindts Idee, der Schokolade Kakaobutter beizugeben. Da sie bei 33 Grad Celsius schmilzt, zergeht die Schokolade buchstäblich auf der Zunge. Weil der wannenförmige Trog an eine Muschel erinnert, nennt Lindt sein Rührwerk Conche, abgeleitet von concha, dem spanischen Wort für Muschel. Das Verfahren selbst heißt Conchieren und kann bei hochwertigen Schokoladen bis zu 72 Stunden dauern.

Conchier-Maschine © Lindt & Sprüngli

Aus Lindt wird Lindt & Sprüngli. Mehr auf der folgenden Seite.

Eine Vernunftehe

Eine Vernunftehe
Mit Staunen, in das sich gewiss auch Verdruss darüber mischt, dass man dem Geheimnis der neuen Schokolade nicht auf die Spur kommt, beobachtet die Konkurrenz das Treiben des frisch gebackenen Berner Chocolatiers. Die Konkurrenz - das sind die Schweizer Schokoladenhersteller der ersten Stunde: Cailler, Suchard und Rudolf Sprüngli, der später Lindts Partner werden sollte, jetzt aber noch zusammen mit seinem Vater Tafelschokolade „nach der neuesten, aus Italien stammenden Mode” produziert. Den Vertrieb von Lindts Schokolade übernimmt vorerst der Berner Zuckerbäcker Jean Tobler. Nach knapp zehn Jahren steht die Zusammenarbeit der beiden vor dem Aus: Tobler kündigt das gemeinsame Abkommen auf, da Lindt ihn nicht mehr mit ausreichenden Mengen beliefert und, schlimmer noch, den Grossistenrabatt mit den Jahren von anfänglich 18% auf 5% kürzt. 1899 gründet Tobler mit seinen Söhnen eine eigene Schokoladenfabrik, deren bekanntestes Produkt die mit Honig und Mandel-Nougat gefüllte Toblerone wurde.

1899 schlägt die Geburtsstunde des Unternehmens Lindt & Sprüngli. In diesem Jahr nämlich verkauft Rodolphe Lindt seine Fabrik, seine Maschinen, seine schon damals weithin bekannte Marke und vor allem sein Herstellungsgeheimnis für die damals unglaubliche Summe von 1,5 Millionen Schweizerfranken an die Firma Chocolat Sprüngli AG, die sich fortan „Aktiengesellschaft Vereinigte Berner und Zürcher Chocoladenfabriken Lindt & Sprüngli” nennt.

Schokoladenfabrik Lindt & Sprüngli am Züricher See 1899 © Lindt & Sprüngli 

Ein viel versprechender Zusammenschluss eines etablierten Unternehmens mit einer zukunftsträchtigen Marke - nur mit der im neuen Namen mitgeteilten „Vereinigung” wollte es zunächst nicht so recht klappen. Nach dem Verkauf sitzen Rodolphe, sein Bruder August und sein Vetter Wilhelm in der Verwaltungsrat der Firma und torpedieren Produktion und Verkaufspolitik. Nur widerwillig geben die Lindts ihren Widerstand auf. Im Frühjahr 1906 beginnen der Bruder und der Vetter in einer neu eingerichteten Firma in Bern auf eigene Rechnung „Lindt-Schokolade nach der Originalrezeptur Rodolphe Lindts” herzustellen - ein klarer Bruch der mit Sprüngli geschlossenen Verträge, wie das Berner Appellationsgericht in einem ersten Urteil 1909 feststellt.

Bis zur endgültigen Entscheidung vergehen noch fast zwei Jahrzehnte. Erst 1927 einigen sich die Parteien auf einen Vergleich, in dem sich die Mitglieder der Familie Lindt verpflichten, für alle Zeiten auf die Herstellung von Schokolade zu verzichten. Rodolphe Lindt hat den anstrengenden und nervenaufreibenden Prozess nicht mehr erlebt. Er war 1909 gestorben, kurz nach Bekanntgabe des ersten Gerichtsurteils.

 

Rudolf Lindt wird am 16. Juli 1855 in Bern als Sohn des Apothekers und Mitbegründers des Schweizer Alpenclubs Johann Rudolf Lindt und seiner Frau Amalia Eugenia geboren. Mit 18 Jahren beginnt er eine Lehre bei dem mit der Familie befreundeten Schokoladenfabrikanten Charles Kohler, der als erster mit Haselnüssen gefüllte Schokolade produziert. 
1879 kauft Rudolf Lindt, der sich nun Rodolphe nennt, in der Berner Altstadt zwei durch Feuer beschädigte Fabriken samt Maschinen. Im gleichen Jahr entwickelt er eine Längsreibmaschine mit muschelförmigen Wannen, die Conche, mit der er die Schmelzeigenschaften der zähflüssigen Schokolade entscheidend verbessert. Als erster fügt er der Schokolade reine Kakaobutter hinzu.

© Lindt & Sprüngli um 1900

1899 verkauft Lindt seine Fabrik und das Fabrikationsgeheimnis an das Unternehmen seines Züricher Konkurrenten Rudolf Sprüngli. Das Unternehmen „Lindt & Sprüngli” ist heute einer der weltweit führenden Anbieter hochwertiger Schokoladenerzeugnisse. 

Informationen über Lindt & Sprüngli finden Sie unter www.lindt.com

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